Brunos Kochbuch: frankophile Krimi-Küche geht auch mit deutschen Bioweinen

2. Juni 2015

Man muss nicht besonders frankophil sein, um die Romane von Martin Walker über den französischen Kommissar Bruno zu kennen. In der Krimi-Szene, in der regionaler Bezug eine zunehmend bedeutendere Rolle spielt, ist der sympathische Kommissars aus dem Perigord eine feste Größe. Und wie so oft in diesem Genre geht es nicht nur um die touristischen Vorzüge der Region, sondern auch um die Themen Kochen und Genuss (und Wein). Nur logisch, dass der Verlag jetzt nach einer stattlichen Zahl von Krimis auch endlich ein Kochbuch nachlegt: Brunos Kochbuch: Rezepte und Geschichten aus dem Périgord.

Nach dem Motto „Das Auge isst mit” erwartet der verwöhnte Leser vielleicht mehr Regionalfotos und vor allem mehr Bilder der zubereiteten Gerichte. Aber da ist der Verlag wohl doch eher der schriftstellerischen Darstellung treu geblieben. Dafür gibts denn auch Küchennotizen von Bruno, die manchen Krimileser und Hobbykoch wieder versöhnen. Ohne Zweifel bekommt man für knapp 30 Euro heute auch stattliche und sehr aktuelle und umfangreiche Kochbücher, die gut bebildert sind und eher themenorientiert.

Aber die Zielgruppe dieses Kochbuches dürften eher die Krimileser sein, denen bei der Lektüre schon bislang das Wasser im Munde zusammen lief.

Fast unnötig zu erwähnen, dass die allermeisten dieser französischen Rezepte und Gerichte vor allem auch mit guten Weinen als Begleiter funktionieren. Das macht den Dreiklang aus Krimilektüre, Kochen und Weingenuss schon ziemlich perfekt.

Responsive Weinshops: mobiles Einkaufen

25. Mai 2015

Redaktionelle Webseiten werden zunehmend auf ein responsives Design umgestellt: Sie sind auch auf Displays von Tablets und Smartphones gut lesbar und alle Bedienelemente haben auch hier dier richtige Größe. Nun folgen auch etliche Weinshops diesem Trend. Zwar ist die Auswahl an Kauf-Templates für Shops in dieser Machart noch sehr übersichtlich, aber gerade für die Besonderheiten von Weinshops mit doch recht einheitlichen Bildmaßen gibt es gute Lösungen.

Zum Beispiel diesen hier, den ich vor kurzem upgedatet und mit neuem Design versehen habe. Weitere sind bereits in Arbeit.

Interessant ist ja für Winzer und ihre Kunden nicht die Frage, ob zunehmend mehr über mobile Geräte eingekauft wird (das scheint relativ sicher), sondern wie schnell diese Entwicklung vor sich geht. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ein Großteil des privaten Surfens im Internet aufs iPad verlagert wird. Ich bin sicher keine Ausnahme damit, dass ich die meisten Zeit des Tages vor einem relativ großen Bildschirm sitze. Wenn ich in meiner Freizeit noch im Internet unterwegs bin, dann eben gerne auf dem Balkon, auf dem Sofa oder im Garten mit einem Tablet. Das macht mehr Spass, als weitere Zeit an Schreibtisch und Computer zu verbringen.

Das Organisatorische, Ablegen von Bestellbestätigungen, Rechnungen, evt. auch Ausdrucke, lässt sich dann später immer noch am Schreibtisch erledigen.

Die Besten Bioweine Baden-Württemberg 2015

18. Mai 2015

Nun stehen sie fest, die Besten Bioweine Baden-Württemberg 2015. Alexander Bonde, Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, und Freiburgs Bürgermeisterin Gerda Stuchlik überreichten am Samstag in Freiburg die Urkunden an die Biowinzer, deren Weine und Sekte prämiert wurden.

Die Ergebnisse kann man auf www.biobest-suedwest.de herunterladen, dort gibts auch weitere Informationen zur Verkostung, Einblicke in die Arbeit der Jury und Bildimpressionen von der Verkostung und der Prämierung.

Die Pressemitteilung zur Prämierung gibts bei Ecovin Baden.

Da die ECOVIN-Präsentation Baden nur noch alle zwei Jahre stattfindet, ist die Prämierung in den dazwischen liegenden Jahren eher kompakt. Durch die Einbindung in den diesjährigen Öko-Aktionstag Baden-Württemberg konnte trotzdem ein großes und interessiertes Publikum erreicht werden.

Generell hat sich das Konzept dieser Biowein-Prämierung in den vergangenen Jahren aus mehreren Gründen bewährt. Zwei Dinge machen die Auszeichnung aber besonders verbraucherfreundlich: Zum einen ist die Prämierung nicht auf eine Weinbau-Region bezogen oder eine bestimmte Rebsorte. Zusammengefasst werden die Regionen Baden und Württemberg, was den Verbrauchern nicht als die große Sache erscheinen mag, aber in Weinkreisen ungewöhnlich ist: Ländergrenzen spielen da keine Rolle.

Zum anderen werden die Weine in Kategorien ausgezeichnet, die sich nach der Eignung der Weine als Begleiter zu den Speisen eines Menüs orientieren. Sprich: Es gibt Kategorien vom Apéritif über Vorspeisen und Hauptgerichte bis zum Dessert, sowie die Sonderkategorie pilzwiderstandsfähige Rebsorten. Auch dies orientiert sich eher an den Bedürfnissen der Verbraucher.

Die Weine, die hier ausgezeichnet werden, sind übrigens keine Bio-Exoten. Viele der hier prämierten Winzer und Weine schneiden auch bei anderen Prämierungen gut ab, die sich nicht auf Bio-Weine beschränken.

Brühler Hof feiert 25 Jahre Bioweinbau

15. Mai 2015

Die Familie Müller vom Weingut Brühler Hof an der Nahe feiert vom 22. bis 24. Mai 25 Jahre Bioweinbau. Der Biowinzer Hans-Peter Müller hat aus der Protest-Bewegung heraus nicht nur die Umstellung auf den Bioweinbau gemeistert. Er genießt heute mit seinem Engagement für den Demobetrieb Ökolandbau, als Ausbildungsbetrieb, FÖJ- und WWOOF-Betrieb überregionales Ansehen.

Neben dem bunten Programm gibt es kulinarische Angebote, Keller- und Weinbergsführungen und vieles mehr.

Verkostung zur Biowein-Prämierung 2015

5. Mai 2015

Einblicke in die Arbeit einer Jury gewährten drei Fachleute bei der Verkostung zur Prämierung der Besten Bioweine Baden-Württemberg. Am 4. Mai trafen sich die Juroren in Freiburg, um rund 250 angestellte Bio-Weine und -Sekte zu probieren und zu bewerten. Drei von Ihnen berichten auf der www.biobest-suedwest.de über die spannende Arbeit mit den Bioweinen.

Hilfestellung für Instagram-Fotografen

29. April 2015

Das israelische Weingut Carmel Winery hatte entdeckt, dass immer mehr Kunden ihre Speisen fotografieren – und dabei oft mit widrigen Bedingungen zurecht kommen müssen. Und weil von guten Bildern auf Facebook, Instagram & Co. letztlich auch das Weingut profitiert, entwickelt man dort auf eigene Kosten eine Art Hilfestellung für Instagramer.

Statt sich also über fotografieren Kunden aufzuregen, investierte man erst einmal. Die Website Food & Wine berichtet jetzt darüber, dass sich das ausgezahlt hat – alleine durch das Medieninteresse. Es wurden spezielle Platten und drehbare Teller entwickelt und den Gästen zur Verfügung gestellt. Das Angebot kam gut an.

9 Prozent mehr Wein 2014

22. April 2015

Die deutschen Weinerzeuger haben nach Angaben des Deutschen Weininstitutes (DWI) 2014 rund neun Prozent mehr Wein erzeugt. Auf Basis der Ernteergebnisse des Statistischen Bundesamtes liege die bundesweit eingebrachte Erntemenge bei rund 9,2 Millionen Hektolitern und damit ziemlich genau auf dem Niveau des Zehnjahresmittels. Sie habe, so das DWI, nach der relativ kleinen 2013er Erntemenge die knappen Weinbestände wieder aufgefüllt.

An der Mosel, der Hessischen Bergstraße sowie in Sachsen beträgt das Plus gegenüber dem Vorjahr mehr als 30 Prozent, in Baden, im Rheingau oder an der Ahr immerhin noch über 20 Prozent. In den beiden größten deutschen Weinbaugebieten Rheinhessen und Pfalz, wo 2014 über die Hälfte des Weinmosts geerntet wurde, lag der Ertrag ein bis zwei Prozent über dem 2013er. Mit 5,8 Millionen Hektolitern entfielen 63 Prozent der Erntemenge auf Weißweinsorten und 3,4 Millionen Hektoliter bzw. 37 Prozent auf die roten Rebsorten.

Quelle: DWI.

Histamin im Wein: es geht auch (fast) ohne

15. April 2015

Die Heuschnupfenzeit bedeutet für viele Menschen eine große Belastung. Ursache für allergische Reaktionen ist die Bildung von Histamin als Abwehrreaktion des Körpers. Gleichzeitig ist Histamin damit aber auch an der Symptomatik von Allergien und Asthma beteiligt.

Grund genug für viele Menschen, die Histamin-Belastung in kritischen Zeiten (zum Beispiel bei starkem Pollenflug im Frühjahr) deutlich zu reduzieren. Histamin ist von Natur aus auch in vielen leckeren Produkten wie Käse und Fisch, Rotwein und Sekt und in Orangen. Der Histamingehalt im Wein lässt sich aber auch steuern: Der Stoff entsteht zum Beispiel beim biologischen Säureabbau, ein kontrolliertes Verfahren kann aber Histaminbildner auch unterdrücken.

Inzwischen gibt es schon erste professionelle Ratgeber, die Winzer und Weingüter bei der Herstellung von Wein beraten wollen, damit histaminarme Weine entstehen. Sieht man die Wellen, die die Produktion veganer Weine geworfen hat, kann man sich vorstellen, dass die Nachfrage nach histaminarmen Weinen in Zeiten sich rasch ausbreitender Allergien wachsen wird.

Wie beim Thema vegane Weine reagieren die Erzeuger mit etwas Verzögerung. Einige Winzer können zu diesem Thema gut Auskunft geben und beraten, stichhaltige Zaheln und Werte haben aber nur die wenigsten. Dieser Wiesbadener Weinshop von Monika Maria Eller wirbt damit, histaminfreie Weine und Sekte und sogar Essig anzubieten. Auf der Website kann man eine Preisliste herunterladen, auf der die Histaminwerte der einzelnen Weine angegeben sind (meistens werden Werte kleiner als 0,1 mg Histamin je Liter angegeben). Auf der Liste stehen auch einige Bio-Weine und eigene Produkte.

Zitat aus dem Werbeflyer:

Besonders freue ich mich, dass die familieneigene Weinlinie nicht nur histaminfrei ist, sondern auch ausgezeichnet schmeckt: prämiert vom GAULT MILLAU und DER FEINSCHMECKER.
Unsere Sorgfalt wurde auch durch die Europäische Stiftung für Allergieforschung (ECARF) kontrolliert und mit dem entsprechenden Qualitätssiegel für allergikerfreundliche Produkte ausgezeichnet.

Natürlich bedeutet die Feststellung der Histaminwerte auch eine weitere Belastung der Winzer: Untersuchungen wollen bezahlt sein. Und noch scheint die Nachfrage nach histaminarmen oder histaminfreien Weinen und Sekten relativ gering zu sein. Zudem lassen die strengen Bestimmungen für die Gestaltung von Wein-Etiketten sicherlich nicht zu, dass man diese Werte hier veröffentlicht. Es geht also ein weiteres Mal um Beratung, um zusätzlichen Service.

Und um Fingerspitzengefühl. Die Werbung mit gesundheitlichen Aspekten des Weinkonsums ist den Winzern untersagt, schon die Bezeichnung eines Weines als “bekömmlich” kann schwerwiegende Folgen haben. Angesichts der wachsenden Zahl von Menschen mit Allergien und Histaminintoleranz können fachkundige Winzer auf Werbe-Aussagen indes gut verzichten: Alleine die Bekanntgabe der Werte dürfte informierten Verbrauchern genügen.

Desserts mit Wein: Schokolade-Rotwein-Kuchen

8. April 2015

Desserts sind ein oft vernachlässigtes Thema im Zusammenhang mit Wein. Spontan fällt die traditionelle Weinschaumsauce ein, aber die Verwendung von rohen Eiern, die lediglich im Wasserbad erhitzt werden, macht manche Hobbyköche skeptisch. Gerade für Rotwein gibt es eine Vielzahl sommerlicher Rezepte, die mit vielerlei Früchten funktionieren.

Quasi als Vorgeschmack auf sommerliche Wein-Desserts taugt dieses für einen Rotwein-Schoko-Kuchen. Im Netz finedt man viele Variationen, auch deutsche Anleitungen. Dieses stammt von der englischen Website House & Garden und gefällt mir wegen der Mascarpone-Füllung (die ich im Sommer bei hohen Temperaturen dann nicht mehr so attraktiv finde).

Junge Generation Biowinzer

30. März 2015

Das Thema Junge Generation Biowinzer, das auch ECOVIN Baden in seiner jüngsten Pressemitteilung aufgegriffen hat, findet weiterhin gute Resonanz in vielen Medien.

Aktuell hat auch das Weingut Zähringer in seinem jüngsten Kundenbrief auf den Generationenwechsel im Haus aufmerksam gemacht, Fabian Zähringer wird dort im Laufe des Jahres seinen Vater ablösen. Damit ist die sechste Generation der Familie Zähringer im Weingut angekommen.

Heute hat auch die Badische Zeitung zum wiederholten Male das Thema Jungwinzer aufgegriffen, hier steht Felix Scherer aus Bad Krozingen für die nächste Generation junger Biowinzer.