Die Besten Bioweine Baden-Württemberg 2016

23. Mai 2016

Die Besten Bioweine Baden-Württemberg 2016 stehen fest. Die Ergebnisse wurden am Samstag, 21. Mai 2016 im Anschluss an die 20. ECOVIN Präsentation baden bekannt gegeben und die Auszeichnungen an die Biowinzer aus Baden und Württemberg vergeben. Einen ausführlichen Bericht mit Pressemitteilung und Bildergalerie zu beiden Veranstaltungen gibt es auf www.ecovin-baden.de.

Die Siegerliste mit den ausgezeichneten Bio-Weinen und -Sekten der Prämierung gibts auf der eigens eingerichteten Website www.biobest-suedwest.de. Dort finden sich auch alle Weine mit Beschreibung und Bild und Angaben zum Weingut.

Deswegen an dieser Stelle nur ein paar wenige Bilder als Appetithappen.

ECOVIN-Präsentation und die Vorstellung der Besten Bioweine Baden-Württemberg 2016

13. Mai 2016

Bioweine aus Baden und Württemberg in Freiburg am 21. Mai 2016 -Vorstellung der 26 prämierten Besten Bioweine Baden-Württemberg 2016

FREIBURG. Die jungen Biowinzer bringen sich ein und bereichern die nächste ECOVIN-Präsentation um eine entspannte Verkostung der Siegerweine: Folgt die klassische Tisch-Präsentation von 31 Betrieben aus Baden und Württemberg noch dem traditionellen Muster, so so folgt am Abend das „Feiern mit den Besten”: Die Siegerwein werden abends mit Elektro-Beats präsentiert.

Von 14 bis 19 Uhr bildet wie gewohnt der Kaisersaal im Historischen Kaufhaus die Kulisse für die Vorstellung der rund 300 Bioweine von Biowinzern aus Baden und Württemberg: 14 Betriebe aus dem Markgräflerland, elf vom Kaiserstuhl werden unterstützt von württembergischen Kollegen aus dem Bereich Stuttgart-Remstal (zwei Weingüter) und dem württembergischen Unterland (vier Weingüter). Der Eintritt beträgt neun Euro, ermäßigt fünf und beinhaltet die Verkostung aller angebotenen Weine.

Genauso gut regional verteilt sind die 26 Siegerweine der Besten Bioweine Baden-Württemberg 2016, die eine unabhängige Jury aus rund 250 angestellten Bioweinen prämiert hat. Die Weine, die nach ihrer Eignung als Begleiter zu den Speisen eines Menüs prämiert wurden, kommen vom Kaiserstuhl (acht Siegerweine von sechs Betrieben), aus dem Markgräflerland (neun Weine von fünf Betrieben) sowie aus dem Kraichgau (ein Wein), dem Gebiet Stuttgart-Remstal und dem württembergischen Unterland (je vier Weine von zwei Betrieben).

Das landesweite Motto „Baden trifft Württemberg” gilt für beide Bereiche, Präsentation und Prämierung. Beteiligt sind wieder Weingüter und Winzergenossenschaften aller ökologischen Anbauverbände aus Baden und Württemberg.

Die 20. ECOVIN-Präsentation im 25. Jahr des Regionalverbands Baden gibt vor allem der Präsentation der Siegerweine eine besondere Note: Sie können von 19 bis 23 Uhr in entspannter Atmosphäre im Innenhof des Historischen Kaufhauses genossen werden. Der Eintritt ist frei, lediglich die Weine müssen bezahlt werden. Unbezahlbar ist, dass man dieses Mal gemeinsam mit den Biowinzern feiern kann, die nach der Präsentation eher locker in die abendliche Vorstellung der Siegerweine gehen.

Die Verleihung der Urkunden für die Siegerweine der Besten Bioweine Baden-Württemberg erfolgt um 19 Uhr im Innenhof. Der CDU-Landtagsabgeordnete Patrick Rapp überreicht die Urkunden, anschließend kann bei Musik von DJ Titus bis 23 Uhr gefeiert werden: Bio trifft Beats, lautet das Motto, und: Feiern mit den Besten. Kulinarisches aus der Bioküche kommt von Brunner und Rüdlin. Paulin Köpfer, Vorsitzender von ECOVIN Baden und Initiator der Präsentation, ist gespannt wie die neue, jugendlichere Mixtur beim Publikum ankommt: „Wir haben sogar um eine weitere Stunde in den Abend hinein verlängert, damit das gemeinsame Feiern genügend Raum hat”, berichtet er.

Der ECOVIN-Regionalverband blickt mit dieser Veranstaltung auch auf 25 Jahre erfolgreicher Arbeit zurück: Der mit 38 Mitgliedern gegründete Regionalverband ist heute einer der größten und mitgliederstärksten. 75 Betriebe bewirtschaften rund 350 Hektar Biowein-Fläche.

Für die Pressevertreter: Hier können Sie aber neben dieser Fassung auch ###_regionaliserte_Fassungen_### mit den Zahlen für Ihre Region herunterladen:

ÜBERREGIONAL: http://www.ecovin-baden.de/pdf/160512_praesent_allg_02.pdf
KAISERSTUHL: http://www.ecovin-baden.de/pdf/160512_praesent_kst_01.pdf
MARKGRÄFLERLAND: http://www.ecovin-baden.de/pdf/160512_praesent_ml_01.pdf
KRAICHGAU: http://www.ecovin-baden.de/pdf/160512_praesent_krg_01.pdf
WÜRTTEMBERG: http://www.ecovin-baden.de/pdf/160512_praesent_wue_01.pdf

Finalists’ Gallery 2016 – Wine Photographer of the Year

28. April 2016

Es gibt einen Pink Lady ‘Photo of the year’-Prämierung: Finalists’ Gallery 2016 – Pink Lady Food Photographer of the Year. Und darin wiederum drei Kategorien. die sich mit Weinfotos befassen: Plätze, Menschen, Produkte.

Angesichts der überwältigenden Masse an Fotos (7.000 nennen die Veranstalter des Wettbewerbs) scheint die Auswahl der Prämierten nicht gerade überwältigend. Aber das mag auch an der Aufmachung liegen. Für meinen Geschmack kommt die Kategorie Produkte noch am besten weg. Wer auf der Suche nach Anregungen ist, kann sich hier schlau machen, was die Experten auswählen.

Kochen mit Wein – Tipps vom Testschmecker

7. April 2016

Wäre es nicht toll, das passende Weinaroma schon mit einem Gericht zu verbinden, noch bevor man das erste Mal das Glas hebt beim Essen? Klar kann man Speisen und Wein auch so, auf direktem Weg verbinden. Aber die Ergebnisse sind sehr unterschiedlich, nicht alle Kombinationen funktionieren. Und einige der oft gelesenen Tipps sind aus meiner Sicht eher unsinnig.

Auf testschmecker.de gibts einige Tipps dazu und auch eine konkrete Empfehlungen, welche Gerichte und Rezepte sich besonders gut eignen. Kochen mit Wein – Tipps und Beispiele.

Buchtipp: Jamies Superfood

1. April 2016

Jamies SuperfoodJamies Superfood für jeden Tag Auf testschmecker.de gibts eine Buchbesprechung zum neuesten Buch von Jamie Oliver. Ich halte große Stücke auf den britischen Koch, der sich unter anderem für benachteiligte Jugendliche einsetzt und für die Schulverpflegung in den britischen Schulen. Auch seinen Büchern merkt man eine Weiterentwicklung an: Gesund soll es sein und nachhaltig. Das ist im Prinzip wie bei fast allen anderen Kochbuch-Autoren, aber hier steckt eben etwas mehr dahinter: Nährstoffangaben und Kalorienangaben für die Rezepte gehören ebenso zu den Infos wie Zubereitungszeit und ein Kostenrahmen.

In diesem Sinne also auch von dieser Stelle eine Lesempfehlung, die man hier etwas detaillierter nachlesen kann.

The Plate: National Geographic auch mit Ernährungs- und Wein-Themen

23. März 2016

Die Palette der Websites zu den Themen Ernährung und Wein ist auf den ersten Blick unüberschaubar groß und vielfältig. Zieht man jedoch die zahlreichen Food-Blogs ab, die sich auf schön präsentierte Gerichte und Rezepte spezialisieren, dann bleiben relativ wenig Angebote übrig. Viele Websites von diesem ‘Rest’ stammen von Redaktionen und Verlagen, die genau dasselbe veröffentlichen wie die Food-Blogger: Schöne Gerichte und Rezepte.

Seit einiger Zeit schon wird das journalistische Angebot dieses Themenbereichs von einem Schwergewicht der Branche bereichert: National Geographic hat mit ‘The Plate’ eine Website ins Leben gerufen, die sich dem Thema Ernährung von einer höheren Warte aus widmet. Hier gehts um Ernährungsthemen, die zwischen wissenschaftlichen Aufbereitungen und alltagsnahen Themen angesiedelt sind. Auf jeden Fall wirken sie für mich frei von werblichen Inhalten und losgelöst von der Nähe zu industriellen Herstellern.

Die eigene Kurzdarstellung liest sich so:

„At the intersection of science, technology, history, culture and the environment, we’re exploring the global relationship between what we eat and why.”

Gelegentlich greifen die Redakteuere dort auch das Thema Wein auf, wie hier: Scientists Say Go Wild to Preserve Crops for the Future | The Plate.

Angesiedelt ist ‘The Plate” im eher allgemein gehaltenen Food-Bereich der NG, dessen Untertitel “How to feed a growing planet” schon erkennen lässt, dass es hier eher um die größeren Zusammenhänge geht. Auf jeden Fall eine klare Lese-Empfehlung von mir. In der Regel erscheinen auf The Plate täglich neue Artikel.

Frühlingsstimmung in den Weinbergen

15. März 2016

Zumindest in Baden-Württemberg wirkt die Stimmung in den Weinbergen schon ziemlich frühlingshaft: Erstes zartes Grün und Farbtupfen durch blühende Narzissen beleben rechtzeitig vor Ostern das Bild.

Frischer Bärlauch und Wein: was harmoniert am besten?

7. März 2016

Auf testschmecker.de gibts den ersten Artikel zum Thema Bärlauch – passend zum Erscheinen der zarten Blätter mit dem knoblauchähnlichen Aroma. In dem Artikel gehts darum, schon jetzt an die Nach-Bärlauch-Zeit zu denken: Wie erhält man das zarte Aroma am besten für die nachfolgenden Monate? Ales Beispiele dort sind Bärlauchbutter genannt und beschrieben, aber auch Bärlauch-Öl und Bärlauch-Pesto.

Für ambitionierte Köche stellt sich aber unabhängig von der Konservierung auch die Frage: Welches Gericht mit frischem Bärlauch passt gerade jetzt am besten zu welchem Wein? Da spielen die eigenen Vorliebe eine große Rolle: Sollen Bärlauch-Gerichte möglichst knackig nach Knoblauch schmecken? Oder eher zart, wie das auch eher dem Bärlauch entspricht?

Meine Favoriten sind diejenigen Kombinationen, wo erstens der Bärlauch möglichst frisch herausschmeckt, also eher einen Hauch von Knoblauch-Aroma aufweist. Nach meiner Erfahrung tut er das am ehesten wenn er nicht mitgekocht wird, sondern bei kalten Gerichten wie Salaten oder Bärlauchbutter zum Einsatz kommt. Oder wenn man ihn erst ganz zum Schluss zu Suppen und Saucen hinzugibt, damit er sein Aroma entfalten kann und nicht als durchgekochtes Grünzeug eher dekorative Aufgaben erfüllt.

Am liebsten verwende ich ihn zu Gerichten, zu denen auch die jetzt erst abgefüllten neuen Weißweine des Jahrgangs 2015 passen: Was jetzt als Riesling, Gutedel & Co. auf den Markt kommt, hat sich ebenfalls Frische und Fruchtigkeit bewahrt. Meine Favoriten sind also Kombinationen mit Salaten, Fisch oder Pasta, bei denen Bärlauch und 2015er mit Frische und Aroma punkten. Zu den frischen Bärlauch-Variationen würde ich übrigens auch das unter “Konservieren” angeführte Bärlauch-Pesto zählen: Das ist ja ebenfalls frisch am besten, auch wenn es sich im Kühlschrank ganz gut aufbewahren lässt.

In wenigen Wochen kommt noch der Spargel hinzu. Fleischgerichte folgen da erst mit etwas Abstand, sie verlangen dann auch nach einem eher kräftigeren Knoblauch-Aroma.

Fertig! Die ersten Riesling-Weine von der Mosel sind da

29. Februar 2016

Hat da nicht gerade jemand “Erster” gerufen? Doch Harald Steffens von der Mosel: Fertig!. Er hat die Weine des neuen Jahrgangs 2015 bereits gefüllt. So schnell kann das bei Weißwein-Erzeugern gehen…

Fast alle anderen Weingüter auch in anderen Regionen haben bereits ebenfalls die ersten Weißweine auf der Flasche, die Roten brauchen ja naturgemäß meistens etwas länger (obwohl auch hier schon Weine ganz vereinzelt erhältlich sind). Für die Moselaner ist der frühe Zeitpunkt nicht ganz unwichtig: Wenn der Keller erst einmal (fast) leer ist, können sie ja schwerlich auf ihr Rotwein-Sortiment verweisen.

Vegane Bioweine: gar nicht so selten

16. Februar 2016
Diese beiden Vegan-Label hebt die Hamburger Verbraucherzentrale hervor.

Diese beiden Vegan-Label hebt die Hamburger Verbraucherzentrale hervor.

Vegan und vegetarisch sind die beiden großen Trends bei den Ernährungsthemen. Seit einiger Zeit findet man immer öfter auch Weine und Bioweine mit dem Vermerk „vegan”. Dabei war den meisten Verbrauchern bislang wahrscheinlich gar nicht klar, das Weine auch nicht vegan sein können, also tierische Bestandteile enthalten können.

Seit den jüngsten Änderungen der EU-Lebensmittel-Informationsverordnung (LMIV) müssen auch bei Bioweinen noch umfangreichere Angaben gemacht werden, zum Beispiel über Zusatzstoffe und Allergene. Davon sind auch die Online-Shops der Bio-Weingüter betroffen, man kann sich also leicht im Internet informieren.

Wer nach Informationen über die Deklaration und Kontrolle für diese Kennzeichnung sucht wird bei der Hamburger Verbraucherzentrale fündig, die auch eine Merkblatt dazu bereitstellt (Download als PDF). Demnach gibt es eine Zertifizierung vom Vegetarierbund (VEBU), der sich an die transparenten Kriterien der European Vegetarian Union hält.

Im Wein können theoretisch vier Allergene, die im Wein enthalten sein: Das sind zum einen drei verschiedene Eiweißarten, die aus Milch, Ei oder Fisch gewonnen werden, aber nur theoretisch zum Einsatz kommen. Bei den Öko-Anbauverbänden sind keine Weingüter bekannt, die diese Stoffe deklarieren. Ein viertes mögliches Allergen im Wein ist Schwefel.

Milcheiweiß Kasein zum Beispiel kann beim Ausbau der Bioweine verwendet werden, um die Gerbstoffe geschmacklich „abzurunden”. Aber, so weiß Paulin Köpfer vom Heitersheimer Weingut Zähringer: „Wenn von der Lese bis zur die Weinbereitung äußerst schonend vorgegangen wird, kann man darauf verzichten”. Und so berichtet Köpfer, so dass die Kennzeichnung der Weine mit dem Zusatz „enthält Milch” tatsächlich fast nirgends mehr anzutreffen ist.

Ähnliches gilt für den Eiweißstoff Albumin, das zur Klärung der Weine verwendet wird: Nach Zugabe flocken die Trubstoffe aus und setzen sich am Boden ab, der Wein wird klarer. Alternative sind pflanzlichen Produkte, so dass Kennzeichnung mit dem Zusatz „enthält Ei” ebenfalls kaum vorkommt.

Erst recht gilt das für Eiweiß, das aus Fisch gewonnen wird, und schon seit einiger Zeit nicht mehr eingesetzt werden: Die Bezeichnung „enthält Fisch” wirkte gar zu abschreckend auf Winzer. Die Hausenblase ist die getrocknete Schwimmblase einer Störart und findet bei Biowinzern nach Köpfers Darstellung heute keine Verwendung mehr.

Für alle diese Stoffe gilt, dass man sie durch nicht allergene Stoffen ersetzen kann oder durch das planvolle Vorgehen der Winzer von der Lese bis zur Kellerwirtschaft. Die stetig wachsende Anzahl veganer Weine belegt, dass viele Winzer diesen Weg schon erfolgreich beschritten haben. Neben den tierischen Eiweißen wird bei veganen Weinen auch auf Gelatine verzichtet, die ebenfalls zur Klärung der Weine eingesetzt wird, aber gut durch pflanzliche Proteine ersetzt werden kann.

Wer seinen Wein noch unbelasteter von fremden Substanzen genießen möchte, der kann darüberhinaus nach Winzern Ausschau halten, die auf Sulfite zu verzichten: Ihr Gehalt liegt bei Bioweinen 30 Prozent unter den gesetzlichen Vorgaben und der absolute Gehalt schwankt je nach Rebsorte und Qualitätsstufe. Generell gilt: Je mehr Restzucker ein Wein hat, desto mehr Schwefel muss zugesetzt werden.

Sulfite haben drei Wirkungen: Sie binden Gärungsprodukte ab, sie wirken konservierend und sie bilden einen Oxidationsschutz: Geschmack, Farbe und Aroma bleiben also länger erhalten, der Wein verliert weniger von seiner Frische.

Und auch hier gibt es bereits Bio-Winzer, die durch schonende Verfahren ganz auf Sulfite verzichten können. Allerdings werden dadurch die Lagerfähigkeit und einige Geschmackseigenschaften der Weine eingeschränkt, so Köpfer. Und: Ganz schwefelfrei seien auch diese Weine nicht, denn bei der Gärung entstehe ebenfalls Schwefel, wenn auch deutlich weniger, als normalerweise zugesetzt wird.

Der Zusatz „enthält Sulfite” wird also voraussichtlich weiterhin bei den meisten Weinen zu finden sein.

Nächster Schritt bei der Aufklärung der Verbraucher könnte die Nährwertdeklaration für Wein sein. Sie soll ab dem 13. Dezember 2016 kommen. Dann sollen Verbraucher auch erfahren, wie viel Fett, Eiweiß und Kohlehydrate ein Wein enthält.