Social Media für Biowinzer – Facebook oder Google+?

17. Mai 2013

Nachdem sich herumgesprochen hatte, dass es auch für Biowinzer – und andere Erzeuger – ganz sinnvoll sein kann in den sozialen Netzwerken vertreten zu sein, taten einige beherzt den Schritt zu Facebook. Es kam wie es kommen musste: Einige waren mit Feuereifer bei der Sache, berichteten regelmäßig über Arbeit und / oder Befindlichkeiten. Andere schafften gerade den Anmeldeprozess und ein schüchternes „Hallo, ich bin auch hier”. Wieder andere (Winzergenossenschaften) erkannten, dass auch eine Präsenz hier Zeit und Arbeit kostet und traten den geordneten Rückzug an.

Hier als Hilfestellung eine kurze Übersicht.

Facebook, Google+, Twitter?

Die meisten Winzer / Erzeuger entscheiden das wahrscheinlich nach ganz subjektiven Gründen: Kollege xy ist auch dort, die eigenen Kinder sind da aktiv. Oder die Oberfläche der jeweiligen Websites spricht einen an. Oder man fühlt sich von den Kurznachrichten in Twitter herausgefordert. Das eigene Gefühl ist als Entscheidungsgrundlage nicht schlecht, nach meinem Empfinden sogar besser als das Schielen auf die Zahlen.

Facebook steuert in Deutschland 40 Millionen Nutzer an, Google+ erreicht nicht einmal ein Viertel davon. Wenn schon Flagge zeigen, dann auf der „großen” Plattform? Und wenn ja, mit was, welchen Themen und Inhalten, wie oft? Und was gehört sonst noch alles dazu?

Twitter schließe ich bei dieser Übersicht erst einmal aus: Nach meiner Erfahrung tun sich die meisten Winzer / Erzeuger schon schwer genug damit, etwas regelmäßig am Computer zu verfolgen. Textlänge und Frequenz von Twitter verlangen nach meiner Einschätzung, dass man dauernd am Smartphone hängt und im Arbeitsalltag schwer zu machen ist.

Befindlichkeiten versus Fakten?

Wer länger unterwegs ist auf diesen Seiten, der erkennt schnell die Unterschiede: Auf Facebook ist zwar gefühlt vielmehr los, aber es geht oft um Befindlichkeiten. Ob das nun Statusmeldung heißt oder sonstwie: Ein fröhliches Guten Morgen reicht da oftmals schon als Eintrag. Oder eine Frage an die Follower: Was haltet ihr von…?

Davon darf man sich als Anfänger nicht verführen lassen: Resonanz bekommt man auf solchen Smalltalk nur bei entsprechend großer Anhängerschaft und Kommunikationsfreudigkeit der Anhänger. Unterhalb einer Schwelle (im vierstelligen Bereich) tut sich da wenig und das Ganze wirkt dann so, wie es ja auch tatsächlich ist: etwas lahm.

Generell ist es aber tatsächlich so, dass auf Facebook mehr im persönlichen Bereich läuft, es geht um Befindlichkeiten, wie fühle ich mich heute, was halte ich vom Wetter, von lustigen Katzenvideos etc. Auf Google+ ist das weniger ausgeprägt: Da geht es auch mal mehr um Themen, um sachliche Inhalte.

Ob jetzt die Kommunikationsform die Nutzerschar bestimmt oder umgekehrt, darüber erlaube ich mir kein Urteil. Aber auch nach den nackten Zahlen zu urteilen sind bei Facebook fast alle unterwegs, die Frauen sind wohl etwas stärker vertreten. Aber generell ist der Mix ausgeglichener: junge und alte, Männlein und Weiblein.

Bei Google+ dagegen kommt die Technikfraktion immer gut weg: Es sind mehr Männer vertreten, es geht öfters um Sachthemen und besonders um netzaffine Themen: Websiten und Entwicklung, Technik etc. Auch wenn Google+ weniger Nutzer hat: Von der engen Verbindung zur Suchmaschine profitieren Themen und Personen. Wenn man sich die richtigen Kreise aufgebaut hat, kann man dort vielleicht zielsicherer kommunizieren, als mit der größeren Besucherschar bei Facebook.

Was heißt das nun für Erzeuger?

Wenn man sich von diesen Sachverhalten leiten lässt und nicht nur einfach aus dem Bauch entscheidet, dann ist die Zielrichtung eigentlich klar: Um nicht nur präsent zu sein, sondern bestmöglich zu profitieren, bietet es sich an, Facebook ziemlich oft mit Häppchen zu füttern, Flagge zu zeigen, Meinung zu sagen. Man erreicht den größten Teil seiner Kunden dort, kann auf sich aufmerksam machen und so im Gedächtnis bleiben.

Wenn es um Inhalte geht, wenn man darstellen möchte, was man warum und wie macht, wenn man vielleicht auch den Austausch mit Kollegen sucht, dann bietet Google+ vielleicht auch etwas mehr Chancen – bei etwas mehr Aufwand.

Wer auf Facebook erscheint und die ersten Weinkontakte knüpft, der wird fast sofort verlinkt, befreundet, gefolgt. Was auch die Gefahr birgt, dass man auf seiner Einstiegsseite schnell nur Weinthemen findet. Auf Google+ erfolgt eine Vereinnahmung etwas langsamer, die Kreise sind behäbiger aber zielsicherer.

Vegan for fit

10. Mai 2013

Vegan for fitVegan for Fit. Die Attila Hildmann 30-Tage-Challenge (Diät & Gesundheit)Due Buchszene für Koch-, Wein- und Genussbücher hat sich gewandelt: Standen vor nicht allzu langer Zeit noch Fernsehköche mit ihren gedruckten Werken auf den vorderen Plätzen der Bestsellerlisten, so findet man nun unter den Top Ten – und auf den dicken Stapeln am Eingang größerer Buchhandlungen – vor allem ein Thema: Vegetarisch und vegan.

Wie die Auflagen dieser Bücher im Verhältnis stehen zum tatsächlichen Essverhalten sei mal dahingestellt. Unbestreitbar ist: Das Interesse ist sehr groß. Aber das ist ja bei den Kochbüchern generell genauso: Dass viele Starköche von den Buchrücken in unsere Wohnzimmer blicken heißt ja nun auch nicht, dass überall fein gekocht (und vernünftig eingekauft) wird.

Einer der Bestseller in dieser Sparte ist Vegan for Fit von Attila Hildmann. Und ein wichtiger Aspekt dieses Buches ist das Abnehmen: In 30 Tagen durch vegane Ernährung fitter werden und abnehmen. Ein weiteres Heilversprechen von einem Guru-ähnlichen Autor?

Mein Blick ins Buch überzeugt mich zwar nicht komplett von einem dauerhaften Umstieg auf vegane Ernährung – aber das will das schicke Lifestyle-Kochbuch ja auch gar nicht. Zieht man das verkaufsfördernde Drumherum ab (der Autor im Vorher-Nachher-Look, viele Lifestyle-Aspekte und Erfolgsstorys), dann bleibt eigentlich nichts Erschreckendes übrig, im Gegenteil: Das Konzept ist praxistauglich und überschaubar, die Rezepte nachvollziehbar und attraktiv. Nüchtern betrachtet bleibt ein Konzept übrig, das auf vernünftige Ernährung setzt mit frischen, nicht allzu exotischen Zutaten und viel Bewegung. Klar kann man damit abnehmen, wenn man bei der Stange bleibt. Und: Klar kann man damit auch genussvoll leben.

Vom gleichen Autor gibts noch ein paar andere Bücher dieser Art, alle verkaufen sich wie geschnitten Brot – auch das ein Hinweis, dass ein nicht gerade überladenes Konzept mit übersichtlicher Dauer einer guten Aufmachung zum Erfolg werden kann. Sympathisch für viele Einsteiger in die Materie ist sicher, dass vegane Ernährung hier nicht ideologisch überfrachtet wird: „30 Tage Urlaub für Deinen Körper” oder „Warum 30 Tage kein Weißmehl” – das klingt noch nicht danach, dass man sein ganzes Leben ändern muss oder besondere Einschränkungen erleiden muss.

Messen lassen muss sich dieses Programm, wie alle anderen auch, letztlich daran, wie gut man es in der Praxis umsetzen kann, zum Beispiel auch dann, wenn die ganze Familie mit am Tisch sitzt oder wenn man seine Mahlzeiten in den Pausen während der Arbeit zu sich nimmt.

Mein Fazit: Ein guter Einstieg in die vegane Ernährung und ins Abnehmen, geringe Hürden, leichte Umsatzbarkeit und überschaubare Anforderungen und Dauer.

Weinvideos: Vinum TV

3. Mai 2013

Die Szene der Weinvideos ist ja sehr übersichtlich: Da gibt es naben Gary Vaynerchuk, der durch seine Videos tatsächlich nicht nur reich und berühmt geworden ist sondern auch im Wortsinne „stilprägend” noch einige andere, auf die ich hier schon eingegangen bin. Den meisten ist gemeinsam, dass – wie zum Beispiel bei Piero Sini oder Hendrik Thoma – es um den Verkauf der Weine geht. Einige andere, vorwiegend in der Bloggerszene, versuchen sich an Weinbeschreibungen, was ja auch textlich schon nicht immer prickelnd ist.

Eher zufällig bin ich erst jetzt auf einen größeren Video-Produzenten gestoßen: Vinum veröffentlichte unter Vinum TV auf Youtube bislang 41 Videos, darunter haben einige Seriencharakter. Zum Beispiel die Reihe „Missionswerk Öxle”, wo Weintrinker (Carsten Henn) und Biertrinker (Hagen Range) gemeinsam einen Wein vorstellen. Das hat ganz erhellende Momente, taugt aber nur schwerlich für eine Videodauer von sechs bis sieben Minuten.

Das obige Video widmet sich einem Wein des Bioweinbau-Pioniers Nicolas Joly. Ich will nichts gegen die zwei gut gelaunten Protagonisten sagen, auch wenn die manchmal eher ins Alberne abgleiten. Aber unter dem Namen Vinum hätte ich eher Videos vermutet, wo die Akustik nicht ganz so schlecht ist und das Video durch etwas mehr als zwei Einstellungen glänzt.

Eine andere Reihe bilden Animationsfilme mit Dottore Reblaus. Eigentlich ganz schön gemacht, in der Produktion auch wesentlich aufwändiger als die Weingespräche. Von der Dauer eher auf Internetverhältnisse angepasst. Andererseits wird dann beim Bioweinbau zum Beispiel der Inhalt verkürzt auf einen Aspekt, hier Pheromonfallen, die auch konventionell arbeitende Winzer verwenden.

Mein Fazit: Da ist noch viel Luft nach oben. Und da mit dem personellen Wechsel bei Vinum offensichtlich nicht nur das Printprodukt überarbeitet wurde und die Internetseite könnte das eine gewinnbringende Baustelle für die Zukunft sein.

Württemberger Besten-Auswahl im Weinpaket

24. April 2013

Die Biowinzer aus Württemberg haben fix reagiert und ihre 12 Siegerweine der „Besten Württemberger Bioweine 2013” in einem Weinpaket zusammengefasst. Die 12er Bio-Wein-Kollektion (je eine Flasche der unten aufgeführten Weine, Lieferung frei Haus) kostet 115 Euro und ist unter der unten angegebenen Adresse erhältlich.

2012er Silvaner „S“ trockenWeingut Schäfer, Steinheim-Kleinbottwar
2012er Muscaris EditionÖkoweingut Andreas Stutz, Heilbronn
2011er Cabernet Blanc trocken „Symphonie“Weingut Doreas, Remshalden
2012er Riesling trockenWeingärtner Stromberg-Zabergäu, Brackenheim
2011er Riesling Spätlese trockenSchlossgut Hohenbeilstein, Beilstein
2011er Vivenda Rosé trockenWeingärtner Cleebronn-Güglingen, Cleebronn
2012er MuskattrollingerSchlossgut Hohenbeilstein, Beilstein
2012er Cuvée trocken Ballade in RotWeingut Doreas, Remshalden
2011er Zweigelt trockenWeingut Siglinger, Weinstadt
2011er Cuvée trocken „Burris“Weingut Siglinger, Weinstadt
2010er Cuvée Vino Resisto Tinto Edition trocken im Holzfass gereiftÖkoweingut Andreas Stutz, Heilbronn
2009er Lemberger Edition trocken im Barrique gereiftÖkoweingut Andreas Stutz, Heilbronn

Die Besten Bioweine aus dem Anbaugebiet Württemberg sind zum Listenpreis der Erzeuger erhältlich. Die 12er Bio-Wein-Kollektion ist zu beziehen über:
Ökoweingut Stutz Andreas Stutz Liebigstraße 4974074 HeilbronnTel: +49 7131 25 13 25 Fax: +49 7131 25 13 67
www.weingut-stutz.de mail@weingut-stutz.de


Vorstellung der Besten Bioweine Baden-Württemberg 2013 in Stuttgart

24. April 2013

20 Biowinzer in Baden und Württemberg waren erfolgreich – eingeteilt sind die Siegerweine nach ihrer Eignung als Essens-Begleiter – Piwi-Sonderpreise

STUTTGART/FREIBURG. Auch die zweite landesweite Prämierung der Besten Bioweine hat die Erwartungen der Veranstalter erfüllt: Nach der Verkostung von 277 Bioweinen und -Sekten durch eine unabhängige Jury am 8. April waren zeigten sich Veranstalter und Jury zufrieden mit dem hohen Niveau der angestellten Weine. Jetzt wurden die Siegerweine erstmals in der Akademie für Natur- und Umweltschutz Baden-Württemberg in Stuttgart vorgestellt.

Die Sieger unter den 40 beteiligten Weingütern und Winzergenossenschaften sind recht gleichmäßig auf beide Landesteile verteilt: 13 Betriebe in Baden und sieben in Württemberg, das entspricht etwa dem Verhältnis, in dem sich die Betriebe aus Baden (27) und Württemberg (13) beteiligt haben. Vertreten sind alle vier ökologischen Anbauverbände: ECOVIN, Demeter, Bioland und Naturland, Weingüter sowie fünf Winzergenossenschaften.

Die ausgewogene Verteilung bei Beteiligung und Auszeichnungen ist für Paulin Köpfer, dem Vorsitzenden von ECOVIN Baden und Initiator dieser Prämierung, ein Beleg für das durchgängig hohe Niveau der Bioweine. Und auch Reinhard Schäfer, Vorstandsmitglied bei ECOVIN Württemberg, zeigte sich angenehm überrascht von den guten Ergebnissen.

Angestellt wurden 277 Bioweine und Sekte, prämiert wurden 34. Angestrebt war eine Quote von 10 Prozent für die ausgezeichneten Weine, um ein klares Profil der Bestenauswahl zu garantieren. Wegen Punktegleichheit hat sich die Zahl der Auszeichnungen geringfügig erhöht.

Verkostet und prämiert wurden die Weine am 8. April in Freiburg. Matthias Wolff vom Beratungsdienst Ökologischer Weinbau (Staatliches Weinbauinstitut Freiburg) hatte die Verkostung wie schon in den Vorjahren geleitet, organisiert wurde sie vom ECOVIN-Regionalverband Baden und der Bioland-Weinbaugruppe Baden. Die Weine wurden eingeteilt nach ihrer Eignung als Begleiter zu den Speisen eines Menüs – vom Aperitif über die Vorspeisen und Hauptgänge bis zum Dessert. Diese verbraucherfreundliche Kategorisierung hat sich in den vergangenen Jahren bestens bewährt. Eine Sonderkategorie bilden die Weine aus pilzwiderstandsfähigen Rebsorten (Piwi). Diese Weine liegen den Biowinzern besonders am Herzen: Die Rebsorten sind noch weitgehend unbekannt, die Qualitäten gut und die Bearbeitung kann besonders umweltfreundlich gestaltet werden.

Die Verteilung der Prämierungen zeigt nicht nur, wie ausgewogen die Siegerweine auf Länder und Verbände verteilt sind, sondern sie betont auch das hohe Niveau aller beteiligten Betriebe: Nur zwei Betriebe konnten gleich drei Auszeichnungen erreichen, 10 Betriebe sind mit immerhin zwei Siegerweinen vertreten.

Die 12 prämierten Bioweine aus Württemberg wurden in einem Paket zusammengefasst, das für 115 Euro bestellt werden kann. Genauere Infos gibt es hier: http://www.ecovin-baden.de/wuerttembergwein.pdf

Alle prämierten Siegerweine 2013 können bei der Präsentation der elsässischen Biowinzer am 1. Mai in Kientzheim (Frankreich) probiert werden: http://www.ecovin-baden.de/2013/04/15/vorstellung-der-besten-bioweine-baden-wurttemberg-2013-im-elsass/

Die Besten Bioweine Baden Württemberg 2013

Sekt: Aperitiv
2011er Muskateller Brut Eichstetter Herrenbuck Weingut Friedhelm Rinklin, Eichstetten
2011er Crémant Pinot Pix Brut
Weingut Pix, Ihringen

Leichte, trockene Weißweine
leichte Vorspeisen, Salat, Fisch & Meeresfrüchte

2012er Gutedel trocken Heitersheimer Maltesergarten
Weingut Feuerstein, Heitersheim
2012er Silvaner „S“ trocken
Weingut Schäfer, Steinheim-Kleinbottwar
2012er Riesling trocken
Weingärtner Stromberg-Zabergäu, Brackenheim
2012er Weisser Burgunder trocken
Carl Brugger, Weingut Wendelin Brugger, Laufen
2012er Grauer Burgunder trocken
Carl Brugger, Weingut Wendelin Brugger, Laufen
2012er Sauvignon Blanc trocken
Weingut Gerhard Aenis, Binzen
2012er Scheurebe trocken „Frucht“
Weingut Abril, Bischoffingen
2011er Vivenda Rosé trocken
Weingärtner Cleebronn-Güglingen, Cleebronn

Kräftige, fruchtige Weissweine
vegetarische Gerichte, Fisch, Geflügel und Kalb

2012er Weisser Burgunder Spätlese trocken Geigenmantel
Wein- und Sektgut Harteneck, Schliengen
2010er Grauer Burgunder Spätlese trocken aus dem großen Holzfass
Weingut Friedhelm Rinklin, Eichstetten
2012er Grauer Burgunder trocken Bischoffinger Enselberg „Stein“
Weingut Abril, Bischoffingen
2011er Chardonnay trocken Edition Zähringer „SZ“
Weingut Zähringer, Heitersheim
2011er Chardonnay trocken Spätlese
Weingut Pix, Ihringen
2011er Riesling Spätlese trocken
Schlossgut Hohenbeilstein, Beilstein

Leichte, fruchtige Rotweine
Nudelgerichte, leichte Fleischspeisen, Käse

2012er Muskattrollinger
Schlossgut Hohenbeilstein, Beilstein
2010er Spätburgunder Rotwein trocken „Vierlig“
Weingut Zähringer, Heitersheim
2011er Cuvée „Noir“ trocken
Weingut Hans-Peter Trautwein, Bahlingen
2012er Cuvée trocken Ballade in Rot
Weingut Doreas, Remshalden

Kräftige, schwere Rotweine
kräftiger Hauptgang, gegrillte Fleischgerichte, Braten, Wild

2009er Spätburgunder Rotwein Spätlese trocken Hellberg
Wein- und Sektgut Harteneck, Schliengen
2011er Zweigelt trocken
Weingut Siglinger, Weinstadt
2011er Cuvée trocken „Burris“
Weingut Siglinger, Weinstadt
2009er Lemberger Edition trocken Barrique
Weingut Andreas Stutz, Heilbronn
2009er Spätburgunder Rotwein Auslese trocken Barrique „Deluxxxe“
Weingut Schaffner, Bötzingen
2009er Spätburgunder Auslese trocken Barrique „Edition Zähringer Löwe Nr. 46“
Weingut Zähringer, Heitersheim

Edelsüsse Weine
Dessert, Süßspeisen, Käse

2011er Gewürztraminer Beerenauslese „vum Fohberg“
Weingut Hans-Peter Trautwein, Bahlingen

Sonderkategorie Pilzwiderstandsfähige Rebsorten
2012er Johanniter Kabinett trocken
Weingut Daniel Feuerstein, Heitersheim
2012er Muscaris „Edition“
Weingut Andreas Stutz, Heilbronn
2012er Cabernet Blanc trocken „Symphonie“
Weingut Doreas, Remshalden
2011er Regent Rotwein trocken
Ökohof Ruesch, Buggingen
2011er Pinotin trocken
Weingut Andreas Dilger, Freiburg
2011er Cabernet Cortis trocken Schelinger Kirchberg
Winzerhof Leber, Schelingen
2010er Vino Resisto Tinto Edition trocken Rotweincuvée im Holzfass gereift
Ökoweingut Stutz, Heilbronn

Eine unabhängige Jury aus Fachleuten der Weinwirtschaft, Fachhändlern, Gastronomen und Weinfachjournalisten hat am 8. April 2013 in Freiburg knapp 300 württembergische und badische Weine aus ökologischem Anbau verkostet und die Auswahl der Besten Bioweine Baden Württemberg des Jahres 2013 getroffen. Die Besten Bioweine Baden-Württemberg wurden nach ihrer Eignung zur Begleitung eines Menüs kategorisiert und entsprechend bewertet. Die jeweiligen Empfehlungen sind mit aufgeführt. Außerdem wurden Sonderpreise für Weine neuer pilzwiderstandsfähiger Rebsorten vergeben.

Ökoweinbau nimmt weiter zu

23. April 2013

Der Anteil des Ökoweinbaus in Deutschland und der Welt nimmt weiter zu. Dies berichtet jetzt das Deutsche Weininstitut in einer Pressemitteilung.

„Mit beeindruckender Dynamik”, so heißt es dort, entwickle sich die ökologisch bewirtschaftete Rebfläche hierzulande und auch international. Die Datenbasis für diese Aussagen stammt vom Forschungsinstituts für biologischen Land­bau (FiBL), demnach wuchs die weltweite Ökorebfläche von 2004 bis 2011 um 172.000 Hektar auf 256.000 Hektar an.

Dies entspricht einem Anstieg von 197 Prozent innerhalb von nur sieben Jahren, beziehungsweise einer mittleren Steigerung von 28 Prozent pro Jahr. In diesen Zahlen sind auch die Flächen beinhaltet, die sich noch in der dreijährigen Umstellungsphase vom konventionellen zum ökologischen Weinbau befinden.

In Deutschland weist der Ökoweinbau für diesen Zeitraum ebenfalls ein deutliches Plus von 176 Prozent auf. Mit 6.900 Hektar wurden 2011 bereits rund sieben Prozent der hiesigen Rebfläche ökologisch bewirtschaftet. Damit liegt Deutschland deutlich über dem Anteil von 3,4 Prozent, den der ökologische Weinbau an der weltweiten Gesamt­rebfläche von rund 7,5 Millionen Hektar ausmacht. Für die kommenden Jahre geht DWI-Geschäftsführerin Monika Reule von einem weiteren Wachstum des deutschen Ökoweinbaus aus.

Nach den aktuellen FiBL-Angaben liegt Spanien mit 79.000 Hektar und einem Anteil von 30 Prozent an der globalen Ökorebfläche weltweit gesehen auf Platz eins, gefolgt von Frankreich und Italien. Deutschland nimmt hinter den USA und der Türkei den sechsten Rang ein, wobei die türkischen Reben nahezu ausschließlich für die Tafeltrauben- und Rosinenproduktion genutzt werden.

Demeter Weinfachhandel

22. April 2013

Die beiden Gründer Maximilian Sauer und Friedemann Wecker haben einen Online-Weinhandel speziell für Bioweine aus biodynamischem Anbau ins Leben gerufen: Demeter Weinfachhandel – Biodynamikum. Das Weinangebot ist noch recht übersichtlich, aber das kann ja noch breiter werden. Neben der klassischen Dreiteilung Weißwein, Rotwein und Sekt gibt es auch Öle und Säfte. Bislang kommen alle Weine aus Deutschland.

Wie man einen Korken aus der Flasche bekommt…

19. April 2013

Wahnsinnig spannend, aber leider nutzlos: Wenn der Kork hinüber ist und aus irgendwelchen Gründen in die Flasche gedrückt wird, dann muss erst einmal der Wein raus. Ob dann der Kork – zerbröselt oder intakt – noch in der Flasche ist, ist allerhöchstens für die Mülltrennung und Wiederverwertung interessant. Aber da ich es nicht glauben konnte und es offensichtlich dennoch funktioniert, sei es hier geschildert.

Vorstellung der Besten Bioweine Baden-Württemberg am 24. April in Stuttgart

15. April 2013

Beste Bioweine Baden-Württemberg 2013

Die Sieger der Prämierung der „Besten Bioweine Baden-Württemberg 2013” stehen fest und werden am 24. April in Stuttgart erstmals vorgestellt. 34 Bioweine aus dem Land wurden bei der Verkostung am 8. April ausgezeichnet, sie werden mit den Erzeugern am 24. April in der Akademie für Umwelt und Naturschutz in Stuttgart erstmals öffentlich vorgestellt.

40 Biowinzer und Winzergenossenschaften aus Baden und Württemberg waren in diesem Jahr dabei und haben insgesamt 277 Bioweine zur Verkostung eingereicht, so ECOVIN Baden in einer Pressemitteilung. Die Verteilung der beteiligten Betriebe (27 aus Baden und 13 aus Württemberg) entsprach auch der Verteilung der Weine nach Regionen, ebenso war dieser Proporz bei den prämierten Weinen zu verzeichnen.

Paulin Köpfer von ECOVIN Baden und Reinhard Schäfer aus Württemberg sehen darin einen Beleg für das hohe Niveau der Weine in beiden Landesteilen. Auch die – im Vergleich zu anderen Weinprämierungen – geringe Zahl der ausgezeichneten Weine (34 von 277) garantiere, dass es sich um eine wirkliche Bestenauswahl handelt. Prämiert werden sollten maximal 10 Prozent der angestellten Weine, durch Punktegleichheit hat sich die Zahl der Siegerweine geringfügig erhöht. Prämierungsquoten anderer Wettbewerbe von bis zu 50 Prozent verwässern dagegen nach Meinung der Veranstalter dieser Bio-Prämierung die Ergebnisse.

Unter den 40 Anstellern waren auch fünf Winzergenossenschaften, die im Südwesten traditionell stark vertreten sind und auch bei den Bio-Erzeugern eine wichtige Rolle spielen. Die Ansteller der Weine verteilen sich auf die Anbauverbände ECOVIN (33 Betriebe), Demeter (8), Bioland (4) und Naturland (2), wobei auch Doppelmitgliedschaften vorkommen.

Die Vorstellung der Siegerweine erfolgt am 24. April ab 11 Uhr Uhr in der Akademie für Umwelt und Naturschutz in der Stuttgarter Dillmannstraße 3, daran schließt sich eine geführte Verkostung mit der Sommelière Anne Asser aus Ludwigsburg an.

Ausführlichere Infos finden sich bei ECOVIN Baden, dort kann man am 24. April ab 11 Uhr auch die Liste der Siegerweine finden: http://www.ecovin-baden.de/2013/04/15/die-besten-bioweine-baden-wurttemberg-2013-2/

Jack Daniel’s erzählt Geschichten

11. April 2013

The Birth of a Barrel from Travis Robertson on Vimeo.

Jack Daniel’s erzählt Geschichten. Und das macht er gut. Wobei “er” natürlich jetzt etwas unscharf formuliert ist: Den Jack Daniel gibt es ja wohl nicht, die amerikanische Whiskeymarke dagegen ist sehr lebendig. Und wie jede gute / große Marke lebt auch diese von dem Bild, das man von ihr hat. Geschichte spielt da eine wichtige Rolle, Tradition, Handwerk.

Erzählt hat diese Geschichte oben – wie viele andere – Travis Roberts. Neben eindrucksvollen Persönlichkeiten und kunstfertigem Handwerk kommt darin natürlich auch Lynchburg vor, die Heimat des Unternehmens. Und nur ganz selten ein Glas Whiskey und trinkende Menschen.

Nun kann man dem Unternehmen unterstellen, dass es Werbung für Alkohol durch die Hintertür macht, denn letztlich geht es wohl um nix anderes als eben den Verkauf von Whiskey zu fördern. Schöne Bilder, interessante Geschichten – und alles nur, um Verbraucher zu verführen.

Auf der anderen Seite halte ich diese Art von Werbung nicht nur für gut gemacht, sondern auch für ethisch vertretbar. Und in meinen Augen ist sie besser als jede Anzeige mit reduzierten Preisen, als die immergleichen geselligen Runden von fröhlichen, trinkenden Menschen, die für Anzeigen verwendet werden. Als das ewige „wir sind die besten” der Prestigewerbung. (Wobei es gut möglich ist, dass das Unternehmen das an anderer Stelle genauso macht).

Mir ist dieser dezente Weg sympathischer: Das Umfeld zu zeigen, dem man sich zugehörig fühlt. Der Verzicht auf marktschreierische Parolen zur Umsatzsteigerung.

Und ganz abgesehen davon, ob man nun tatsächlich Whiskey trinkt oder nicht: Die Geschichten sind unterhaltsam, informativ und gut gemacht.