Eine vegetarische Foie Gras?

10. Juli 2015

Ein Amerikaner, der in englischer Sprache aus Paris betrachtet, wo er seit Jahren lebt. David Lebovitz führt nicht nur ein interessantes Blog, er schreibt auch originelle und höchst lesenswerte Kochbücher, die nicht nur von guten Rezepten profitieren, sondern auch von den erlebten Geschichten drumherum.

Im Blog tauchen immer wieder kulinarische Tipps aus der Seine-Metropole auf, aber auch französische Rezepte oder Skurilitäten aus dem Leben eines Amerikaners in Paris, der auch mit manchen Eigenheiten der Franzosen hadert – und mit denen seiner Landsleute auf Reisen.

Hier beschreibt Lebovitz eine French Mushroom Lentil Paté – Vegetarian Foie Gras, vielleicht die Erlösung für alle vegetarischen Feinschmecker. Zum Einsatz kommen Pilzen und Linsen und zumindest Berichte und Fotos machen großen Appetit. Das Rezept gibts am Ende des Artikels ebenfalls dazu.

Wine Blog Awards 2015

3. Juli 2015

Auch wenn das eine ausschließlich amerikanische Sache zu sein scheint: Ein Blick über den Tellerrand schadet ja nie. Ende Juni wurden wieder die Wine Blog Awards 2015 verliehen. Manches davon kann ich nur schwer nachvollziehen, sind halt andere Verhältnisse über dem großen Teich und Weinliebhaber haben vielleicht auch ganz spezielle Kriterien, wann sie eine Website gut finden.

Aber wie immer sind interessante Sachen und Anregungen dabei. Das Berry Bros. & Rudd Wine Blog erhielt die Auszeichnung Best Industry Wine Blog und gefällt mir optisch und inhaltlich. Etwas aus dem Rahmen fällt die Website Wil Fernandez, Vintage 2014, die im Bereich Best Single Subject Wine Blog prämiert wurde. Und man fragt sich, warum das Thema nicht öfters so gut aufbereitet wird. Der Jahrgang 2014, drei Teile, drei Videos, jeweils eine kurze Inhaltsangabe.

Int. Grauburgunderpreis für das Weingut Schmidt

26. Juni 2015

In dem bedeutendsten internationalen Preis der Region landete der 2013 Grauburgunder Herzstück trocken aus dem Weingut Schmidt in Eichstetten auf dem dritten Platz in der Kategorie 3, der Klasse der Premiumweine.

„Der 2013 Grauburgunder Herzstück trocken wurde spontan mit einer Gärdauer von einem halben Jahr im Barrique vergoren und überzeugt mit seiner Fülle und Komplexität”, berichtet Martin Schmidt.

Int. Bioweinpreis 2015: Erfolge der deutschen Biowinzer

23. Juni 2015

Beim 6. internationalen Bioweinpreis wurde mit 923 Weinen aus 20 Ländern ein neuer Teilnehmerrekord verzeichnet. Deutsche Biowinzer erzielen bei dieser Prämierung 19 Mal Großes Gold, 179 Gold- und 185 Silbermedaillen.

Eine Jury aus 26 unabhängigen PAR®-Prüfern hat vom 12. bis 15. Juni 2015 die Verkostung zum internationalen bioweinpreis vorgenommen. 417 der 923 gemeldeten Bioweine kamen aus Deutschland – eine Steigerung um 45 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Bereich Großes Gold gingen 19 der insgesamt 59 vergebenen Medaillen an deutsche Winzer, im Bereich Gold 179 von 394 und bei den Silbermedaillen waren es 185 von insgesamt 362. Das komplette Ranking inklusive PAR-Bögen und detaillierten Auswertungen ist ab sofort unter www.bioweinpreis.de abrufbar.

Unter den deutschen Winzern – wie auch in der Gesamtwertung – zählt das Weingut Forster in Rümmelsheim im Weinbaugebiet Nahe zu den absoluten Spitzenreitern. Dessen 2014er Riesling vom Kies führt mit 99 PAR-Punkten in der Kategorie Weißwein, gefolgt vom Weingut Köpfer aus dem badischen Markgräflerland, das mit seinem 2014er Grunerner Altenberg Bronner 98 von 100 Punkten erzielte.

In der Kategorie Rotwein haben aus deutscher Sicht zwei Württemberger die Nase vorn. Mit 98 Punkten steht der Syrah Symphonie 2012 trocken vom Weingut Doreas in Remshalden-Grunbach ganz oben im Ranking. Darauf folgt mit 97 Punkten der Merlot trocken*** Barrique 2012 vom Weingut Schäfer-Heinrich aus Heilbronn.

Bei den Roséweinen aus Deutschland hat die Jury den biodynamisch angebauten Spätburgunder Rosé 2014 vom Weingut Fuchs-Jacobus in Schweppenhausen, Weinbaugebiet Nahe, mit 96 Punkten und somit Großem Gold ausgezeichnet.

Der beste deutsche Bio-Dessertwein stammt aus Franken: Die 2014er Randersackerer Sonnenstuhl Rieslaner Trockenbeerenauslese vom Weingut am Stein in Würzburg erzielte 98 Punkte.

Brunos Kochbuch: frankophile Krimi-Küche geht auch mit deutschen Bioweinen

2. Juni 2015

Man muss nicht besonders frankophil sein, um die Romane von Martin Walker über den französischen Kommissar Bruno zu kennen. In der Krimi-Szene, in der regionaler Bezug eine zunehmend bedeutendere Rolle spielt, ist der sympathische Kommissars aus dem Perigord eine feste Größe. Und wie so oft in diesem Genre geht es nicht nur um die touristischen Vorzüge der Region, sondern auch um die Themen Kochen und Genuss (und Wein). Nur logisch, dass der Verlag jetzt nach einer stattlichen Zahl von Krimis auch endlich ein Kochbuch nachlegt: Brunos Kochbuch: Rezepte und Geschichten aus dem Périgord.

Nach dem Motto „Das Auge isst mit” erwartet der verwöhnte Leser vielleicht mehr Regionalfotos und vor allem mehr Bilder der zubereiteten Gerichte. Aber da ist der Verlag wohl doch eher der schriftstellerischen Darstellung treu geblieben. Dafür gibts denn auch Küchennotizen von Bruno, die manchen Krimileser und Hobbykoch wieder versöhnen. Ohne Zweifel bekommt man für knapp 30 Euro heute auch stattliche und sehr aktuelle und umfangreiche Kochbücher, die gut bebildert sind und eher themenorientiert.

Aber die Zielgruppe dieses Kochbuches dürften eher die Krimileser sein, denen bei der Lektüre schon bislang das Wasser im Munde zusammen lief.

Fast unnötig zu erwähnen, dass die allermeisten dieser französischen Rezepte und Gerichte vor allem auch mit guten Weinen als Begleiter funktionieren. Das macht den Dreiklang aus Krimilektüre, Kochen und Weingenuss schon ziemlich perfekt.

Responsive Weinshops: mobiles Einkaufen

25. Mai 2015

Redaktionelle Webseiten werden zunehmend auf ein responsives Design umgestellt: Sie sind auch auf Displays von Tablets und Smartphones gut lesbar und alle Bedienelemente haben auch hier dier richtige Größe. Nun folgen auch etliche Weinshops diesem Trend. Zwar ist die Auswahl an Kauf-Templates für Shops in dieser Machart noch sehr übersichtlich, aber gerade für die Besonderheiten von Weinshops mit doch recht einheitlichen Bildmaßen gibt es gute Lösungen.

Zum Beispiel diesen hier, den ich vor kurzem upgedatet und mit neuem Design versehen habe. Weitere sind bereits in Arbeit.

Interessant ist ja für Winzer und ihre Kunden nicht die Frage, ob zunehmend mehr über mobile Geräte eingekauft wird (das scheint relativ sicher), sondern wie schnell diese Entwicklung vor sich geht. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ein Großteil des privaten Surfens im Internet aufs iPad verlagert wird. Ich bin sicher keine Ausnahme damit, dass ich die meisten Zeit des Tages vor einem relativ großen Bildschirm sitze. Wenn ich in meiner Freizeit noch im Internet unterwegs bin, dann eben gerne auf dem Balkon, auf dem Sofa oder im Garten mit einem Tablet. Das macht mehr Spass, als weitere Zeit an Schreibtisch und Computer zu verbringen.

Das Organisatorische, Ablegen von Bestellbestätigungen, Rechnungen, evt. auch Ausdrucke, lässt sich dann später immer noch am Schreibtisch erledigen.

Die Besten Bioweine Baden-Württemberg 2015

18. Mai 2015

Nun stehen sie fest, die Besten Bioweine Baden-Württemberg 2015. Alexander Bonde, Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, und Freiburgs Bürgermeisterin Gerda Stuchlik überreichten am Samstag in Freiburg die Urkunden an die Biowinzer, deren Weine und Sekte prämiert wurden.

Die Ergebnisse kann man auf www.biobest-suedwest.de herunterladen, dort gibts auch weitere Informationen zur Verkostung, Einblicke in die Arbeit der Jury und Bildimpressionen von der Verkostung und der Prämierung.

Die Pressemitteilung zur Prämierung gibts bei Ecovin Baden.

Da die ECOVIN-Präsentation Baden nur noch alle zwei Jahre stattfindet, ist die Prämierung in den dazwischen liegenden Jahren eher kompakt. Durch die Einbindung in den diesjährigen Öko-Aktionstag Baden-Württemberg konnte trotzdem ein großes und interessiertes Publikum erreicht werden.

Generell hat sich das Konzept dieser Biowein-Prämierung in den vergangenen Jahren aus mehreren Gründen bewährt. Zwei Dinge machen die Auszeichnung aber besonders verbraucherfreundlich: Zum einen ist die Prämierung nicht auf eine Weinbau-Region bezogen oder eine bestimmte Rebsorte. Zusammengefasst werden die Regionen Baden und Württemberg, was den Verbrauchern nicht als die große Sache erscheinen mag, aber in Weinkreisen ungewöhnlich ist: Ländergrenzen spielen da keine Rolle.

Zum anderen werden die Weine in Kategorien ausgezeichnet, die sich nach der Eignung der Weine als Begleiter zu den Speisen eines Menüs orientieren. Sprich: Es gibt Kategorien vom Apéritif über Vorspeisen und Hauptgerichte bis zum Dessert, sowie die Sonderkategorie pilzwiderstandsfähige Rebsorten. Auch dies orientiert sich eher an den Bedürfnissen der Verbraucher.

Die Weine, die hier ausgezeichnet werden, sind übrigens keine Bio-Exoten. Viele der hier prämierten Winzer und Weine schneiden auch bei anderen Prämierungen gut ab, die sich nicht auf Bio-Weine beschränken.

Brühler Hof feiert 25 Jahre Bioweinbau

15. Mai 2015

Die Familie Müller vom Weingut Brühler Hof an der Nahe feiert vom 22. bis 24. Mai 25 Jahre Bioweinbau. Der Biowinzer Hans-Peter Müller hat aus der Protest-Bewegung heraus nicht nur die Umstellung auf den Bioweinbau gemeistert. Er genießt heute mit seinem Engagement für den Demobetrieb Ökolandbau, als Ausbildungsbetrieb, FÖJ- und WWOOF-Betrieb überregionales Ansehen.

Neben dem bunten Programm gibt es kulinarische Angebote, Keller- und Weinbergsführungen und vieles mehr.

Verkostung zur Biowein-Prämierung 2015

5. Mai 2015

Einblicke in die Arbeit einer Jury gewährten drei Fachleute bei der Verkostung zur Prämierung der Besten Bioweine Baden-Württemberg. Am 4. Mai trafen sich die Juroren in Freiburg, um rund 250 angestellte Bio-Weine und -Sekte zu probieren und zu bewerten. Drei von Ihnen berichten auf der www.biobest-suedwest.de über die spannende Arbeit mit den Bioweinen.

Hilfestellung für Instagram-Fotografen

29. April 2015

Das israelische Weingut Carmel Winery hatte entdeckt, dass immer mehr Kunden ihre Speisen fotografieren – und dabei oft mit widrigen Bedingungen zurecht kommen müssen. Und weil von guten Bildern auf Facebook, Instagram & Co. letztlich auch das Weingut profitiert, entwickelt man dort auf eigene Kosten eine Art Hilfestellung für Instagramer.

Statt sich also über fotografieren Kunden aufzuregen, investierte man erst einmal. Die Website Food & Wine berichtet jetzt darüber, dass sich das ausgezahlt hat – alleine durch das Medieninteresse. Es wurden spezielle Platten und drehbare Teller entwickelt und den Gästen zur Verfügung gestellt. Das Angebot kam gut an.