Bioweine und Ministerbesuch bei der ECOVIN-Präsentation in Freiburg am 19. Mai

16. Mai 2012

ECOVIN-Präsentation 2012

Bei der diesjährigen ECOVIN-Präsentation am 19. Mai im Historischen Kaufhaus in Freiburg ist einiges anders. Zwar gibt es wie gewohnt von 14 bis 22 Uhr Bio-Weine und Sekte von 35 Erzeugern. Und auch die Besten Bioweine der Prämierung Anfang Mai werden vorgestellt.

Aber die Tatsache, dass dieses Mal die Badener zusammen mit den Württembergern auftreten verändert einiges: Erstmals ist damit die Präsentation quasi eine landesweite Leistungsschau der Biowinzer. Und auch die Prämierung der Besten Bioweine Baden-Württemberg sprengt die Grenzen des Anbaugebiets Baden und wird zur Landessache.

Mit diesem höheren Stellenwert wurde die ECOVIN-Präsentation auch als Auftaktveranstaltung zum ÖkoSommer 2012 ausgewählt, in dem es viele weitere Aktionen in Baden-Württemberg geben wird. Und: Alexander Bonde, Minister für Ländlicher Raum und Verbraucherschutz in Baden-Württemberg, reist an. Er übernimmt die Schirmherrschaft der Veranstaltung, wird Gespräche mit den Biowinzern führen und sich mit einem Rundgang ein Bild von den Bioweinen im „Ländle” machen.

Mit dem größeren Teilnehmerkreis von Biowinzer aus Baden und Württemberg sind erstmals auch alle vier ökologischen Anbauverbände vertreten, die im Bereich Weinbau aktiv sind: Ecovin, Bioland, Demeter und Naturland.

Einiges bleibt aber auch, wie es ist: Im Eintritt von 9 Euro ist die Verkostung aller vorgestellten Weine enthalten. Im Foyer bietet Piwi International wieder eine Auswahl von Weinen aus pilzwiderstandsfähigen Rebsorten an und das Slow Food Convivium Freiburg gestaltet ein Rahmenprogramm (Zusatzkosten): Vorgestellt werden die Siegerweine der Prämierung der Besten Bioweine Baden-Württemberg 2012 in einer Verkostung mit Christina Krebs (um 15 Uhr, 9 €), sowie Verkostungen zu den Themen Schaumwein und Schinken (17 Uhr, 12 €) und Wein und Käste (19 Uhr, 12 €).

Und wer ausgiebig probiert hat und im Innenstadtbereich von Freiburg wohnt, der kann sich danach mit dem Freiburger Fahrradtaxi nach Hause kutschieren lassen – kostenlos.

Straußenwirtschaften: das saisonale Vergnügen

15. Mai 2012

Das saisonale Vergnügen, so ist ein aktueller Artikel auf der Website deutscheweine.de überschrieben. Dort findet man eine schöne Sammlung von interessanten Links zum Thema, regional gegliedert.

Für Bio-Weinbetriebe mit angeschlossener Strauße gibt es wohl leider noch keine umfassende Übersicht, für alle Regionen und alle Anbauverbände. Wäre mal eine schöne Fleißarbeit…

Genlabor oder Resistenzzüchtung

14. Mai 2012

Öko-Apfel aus dem GenlaborDie Berner Zeitung hat einen schönen Artikel zum Thema Gentechnik auf ihrer Website: Ein Öko-Apfel aus dem Genlabor.

Geschildert wird nicht nur das generelle Für und Wider der Technik, sondern auch modere Herangehensweisen. Für mich als Laien war das zumindest ganz aufschlussreich:

„In diese transgenen Pflanzen wurden Gene von artfremden Lebewesen eingebaut: von Bakterien, von Pilzen oder von anderen Pflanzen. «Wir wollten nie transgene Pflanzen machen», erklärt Gessler. Er arbeitet nur mit arteigenen Genen.”

Ich kann nicht beurteilen, inwiefern das das Risiko der Gentechnik schmälert und wie weit das erforscht ist. Aber die rege Diskussion um den Artikel in den Kommentaren zeigt, dass das Thema auf großes Interesse stößt.

Aufgezeigt wird in dem Artikel von Matthias Meili, der ursprünglich im ebenfalls schweizerischen Tagesanzeiger erschienen ist auch die Alternative: Die Züchtung von resistente Sorten auf die alte, klassische Art. Und die hat ganz offensichtlich auch schöne Ergebnisse hervorgebracht.

Biowein in Bag in Box deutlich günstiger

10. Mai 2012

Bag-in-Box-Weine gibts bei Winzern und Versendern

Biowein-pur, Tübingen ist ein Bio-Versender (ja, und auch ein Werbepartner von bestebioweine.de, das nur der Vollständigkeit halber). Und er ist einer der wenigen Biowein-Versender, die ein recht großes Angebot von preisgünstigen Bioweinen haben, die als Bag-in-Box angeboten werden. Also in einem Gebinde, das zwischen 3 und 10 Litern fasst und in dem ein Plastiksack im Inneren eines Kartons für Frischhaltung sorgt.

Zwar kann die Lagerfähigkeit (und sicher auch die Ästhetik) noch lange nicht mit den Weinflaschen mithalten. In Punkto Umweltfreundlichkeit und Preis-Leistungs-Verhältnis hat die Baf-in-Box-Geschicjhte doch einiges für sich. In der Kategorie Bag-in-Box gibt es reiche Auswahl, der teuerste Biowein ist nach meiner Übersicht gerade dieser Toscano Rosso, ein 10-Liter-Gebinde zu einem Literpreis von 5,65 Euro.

Bei diesem Biowein handelt es sich eigentlich um den Chianti, wie wir ihn auch in Flaschen mit der Art. Nr. 1031 anbieten. Da es die für Chianti zutreffenden gesetzlichen Bestimmungen nicht erlauben, Chianti in Bag in Box zu vermarkten, muß er als “Vino da Tavola” deklariert werden.

In der Flasche ist der gleiche Wein ungleich teurer (sicher aber auch haltbarer). Hierzulande (von deutschen Biowinzern) sind die Bag-in-Box-Weine erst ganz langsam im Kommen, ebenfalls zu recht attraktiven Preisen: Preisdifferenzen von drei bis vier Euro auf den Literpreis (!) sind da keine Seltenheit.

Video-Kurzporträt: Haltinger Winzer

8. Mai 2012

Bewegte Bilder sagen mehr als lange Artikel: Die Haltinger Winzer setzen auf mehr und bessere Infos aus ihrer Genossenschaft, mit aktuellen Beiträge auf der eigenen Website ebenso wie auf der eigenen Facebook-Seite. Deswegen gehören auch kleine Videos zum Konzept, wie das obige, in dem Kellermeister Markus Büchin die Haltinger Winzer samt Biowinzer Hansjörg Sprich kurz vorstellt.

Gutedelcup 2012

3. Mai 2012

Gutedelcup 2012

Den Gutedel als Markgräfler Spezialität könnte fast als rein badisches Produkt betrachtet werden. Wären da nicht die Winzer aus Sachsen-Anhalt und Thüringen: Ihnen war beim diesjährigen Gutedelcup eine eigene Kategorie „Saale-Unstrut” gewidmet. Die aktuellen Ergebnisse des Gutedelcups 2012 kann man hier nachlesen.

Auch in diesem Jahr ist das ECOVIN-Weingut Feuerstein aus Heitersheim zweimal unter den ausgezeichneten Weingütern zu finden, ein weiterer Biobetrieb ist das Weingut Lämmlin-Schindler. Und auch der 2011 Wolfenweiler Batzenberg Gutedel Kabinett trocken der WG Wolfenweiler hat beim diesjährigen Gutedel-Cup den zweiten Platz in der Kategorie ”Kabinett trocken” belegt (der ist zwar nicht bio, aber die WG Wolfenweiler ist als ECOVIN-Mitlgied auch Biowein-Erzeuger).

Im Kurhaus von Badenweiler wurde die feierliche Verleihung des 16. Markgräfler Gutedel Cup moderierte von der Badischen Weinkönigin Nathalie Henninger und Ernst Nickel, Geschäftsführer der WG Wolfenweiler sowie Bereichsvorsitzender des Markgräflerlandes und Vizepräsident des Badischen Weinbauverbandes.

Am Freitag, 27. April 2012, wurden die Siegerweine dann beim 130. Markgräfler Weinmarkt in Müllheim vorgestellt. Prämiert wurden die Gutedel-Weine in den Kategorien Gutedel Spätlese / Auslese, QbA trocken, Kabinett trocken und es gab – erstmals in diesem Jahr – eine eigene Kategorie mit Weinen aus der Region Saale / Unstrut.

Verkostet worden waren die Weine von einer Jury mit insgesamt 20 Journalisten, Fachhändlern, Gastronomen, Sommeliers, Kellermeistern und Önologen aus Deutschland und der Schweiz. Angemeldet waren 160 Weine, die nach einem Katalog mit 20 Kriterien bewertet wurden.

Die Experten bewerteten den 2011er Jahrgang als einen „sehr fruchtbetonten und leichten Jahrgang mit exzellenten Lesebedingungen”. Ergebnis sei ein typischer Gutedel mit hoher Fruchtintensität.

Infografik zum Thema Green Wines

26. April 2012

Diese Infografik zum Thema Green Wines gibt es hier: What Are Green Wines Infographic. Wobei Green Wines wohl am ehesten mit Biowein übersetzt werden kann: Zumindest die meisten Fakten stimmen mit unseren Vorstellungen von Bioweinen überein. Zusätzlich mit aufgenommen wurde der Begriff „Natural Wine” und da wird es etwas seltsam, auch mit der Erklärung des Autors:

„…representing wines that are… well, natural.”

Womit das Ganze erstmal etwas in der Luft hängt. Denn welcher Winzer würde seinen Wein nicht als natürlich bzw. als Naturprodukt bezeichnen?

Auf die deutschen Begrifflichkeiten (und Organisationen) bezogen könnte man so etwas noch verfeinern. Infografiken sind eine gute Möglichkeiten, komplexere Sachverhalte kompakt und ansprechend rüberzubringen.

what are green wines infographic wine.com
Presented By Wine.com Purveyors of fine green Wines

Aprilwetter

20. April 2012

Aprilwetter in Baden

Das kühlere und wechselhafte Aprilwetter macht auch vor dem sonnenverwöhnten Kaiserstuhl in Südbaden nicht Halt. Dabei sorgte die anhaltend warme Witterung vor und nach Ostern mit bis zu 25 Grad bei den Reben schon für für den Austrieb. Doch seit Mitte April dämpfte die kühlere Witterung die Vegetation und vereinzelt gab es in der Nacht zum 17. April sogar Nachtfrost.

Auch Harald Steffens von der Mosel berichtete am 17. April etwas erschrocken über Nachttemperaturen von -5,4 Grad. Größere Schäden scheinen aber ausgeblieben zu sein.

Bioweine: Baden trifft Württemberg

18. April 2012

Kein Zufall: Durch alle Medien geistern mehr oder weniger originelle Vergleiche von Badenern und Württembergern. Als ein in Baden lebender Schwabe kenne ich alle dort zitierten Eigenheiten, wirklich erhellend ist da kaum noch etwas.

Wesentlich mehr Erkenntnisgewinn kann man sicher beim Vergleich der badischen und württembergischen Bioweine erzielen: Anlässlich der 17. ECOVIN-Präsentation am 19. Mai in Freiburg unter dem Motto „Baden trifft Württemberg” werden auch die besten Bioweine Baden-Württemberg erstmals vorgestellt. Und neben den 26 badischen Bio-Betrieben sind im Historischen Kaufhaus auch neun Württemberger dabei. Damit sind auch alle Öko-Anbauverbände des Landes vertreten, erstmals übrigens.

Hier zur Steigerung der Vorfreude schon mal vorweg die Teilnehmerliste der 17. ECOVIN-Präsentation unter dem Motto „Baden trifft Württemberg”.

Aus Baden:
Weingut Abril, Vogtsburg-Bischoffingen
Badischer Winzerkeller, Breisach
Weingut Aenis, Binzen
Weingut Dr. Benz, Kenzingen-Bombach
Weingut Brugger, Laufen
Weingut Andreas Dilger, Freiburg
Weingut Daniel Feuerstein, Heitersheim
Haltinger Winzer e.G., Weil am Rhein
Wein- & Sektgut Harteneck, Schliengen
Wein- & Sektgut Norbert Helde, Jechtingen
Weingut Gallushof, Teningen
Weingut Kaufmann, Efringen-Kirchen
Weingut Köpfer, Staufen-Grunern
Weingut Fritz Lampp, Heitersheim
Weingut Landmann, Freiburg
Weingut Lay, Ihringen
Weingut Mißbach, Ebringen
Weingut Pix, Ihringen
Weingut Rieger, Buggingen
Weingut Schaffner, Bötzingen
Weingut Richard Schmidt, Eichstetten
Hofgut Sonnenschein, Fischingen
Staatsweingut Freiburg & Blankenhornsberg, Freiburg
Ökologisches Weingut Trautwein,Bahlingen
Weingut Klaus Vorgrimmler, Freiburg-Munzingen
Weingut Wilhelm Zähringer, Heitersheim

Aus Württemberg:
Weingärtner Brackenheim e.G., Brackenheim
Weingut Doreas, Remshalden
Weingut im Hagenbüchle, Weinstadt-Schnaidt
Weingut Hirth, Obersulm-Willsbach
Schlossgut Hohenbeilstein, Beilstein
Lauffener Weingärtner e.G., Lauffen
Weingut Schäfer-Heinrich, Heilbronn
Öko-Weingut Schmalzried, Korb
Öko-Weingut Stutz, Heilbronn

‘Vegetarisch gut gekocht’ von Cornelia Schinharl

11. April 2012

Vegetarisch gut gekocht von Cornelia Schinharl

Vegetarisch gut gekocht! Das Grundkochbuch: Was wirklich wichtig ist Frische Frühlingsküche, mal ganz ohne Fleisch! Das neue Buch aus dem Kosmos-Verlag macht Lust auf Alternativen zum Trott der Fleisch-und-Beilagen-Küche, in den auch die ambitionierteren Köche gerne mal verfallen. Denn ehrlich gesagt: Für rein vegetarische Gerichte müssen viele, die nicht schon mit vegetarischer Kost groß geworden sind, erst einmal nach Ideen suchen.

Das schön aufgemachte Kochbuch aus dem Kosmos-Verlag zeigt auf 224 Seiten genügend Variationen anspruchsvoller Küche, um fleischlos glücklich durchs Frühjahr bzw. durchs ganze Jahr zu kommen. Wer gerne abwechslungsreich und fleischlos kocht, der freut sich immer über gute Anregungen und originelle Rezepte, bei denen nicht nur einfach das Fleisch weggelassen wurde. Bei den hier vorgestellten Gerichten merkt man nicht erst beim Nachkochen, dass alle Zutaten gut harmonieren und ein rundes, ausgewogenes Gericht ergeben.

Wer gute Kochbücher liebt, der legt meistens auch besonderen Wert auf die Optik: Das Auge isst mit, nicht nur bei der Präsentation der Gerichte auf dem heimischen Küchentisch. Und wenn es noch einen Verbesserungsvorschlag gibt für dieses schön fotografierte Kochbuch, dann würde ich mich am meisten darüber freuen, wenn alle Gerichte illustriert werden. Bei einigen Variationen – eine durchaus sinnvolle Gruppierung von ähnlichen Gerichten – hat man darauf verzichtet, was über die Produktionskosten sicher auch dem Preis zugute kam.

Dennoch erfüllt das Buch seinen Zweck bestens: Die allgemeinen Infos bis hin zum Erntekalender sind gut, die Rezepte pfiffig und originell (zum Beispiel mit Spinatwaffeln, Kräuternocken, Kohlrabistrudel). Natürlich sind aber auch die Klassiker (Getreidebratlinge, Risotto-Variationen, Kartoffelpuffer, Ofengemüse) vertreten, so dass sich eine ausgewogene Mischung ergibt von Basisrezepten und neuen Variationen. Die Anleitungen sind praktikabel und die – für engagierten Köche unvermeidlichen – großen Gerichte mit hohem Aufwand sind auch da, aber doch eher selten. Also eine gute Mischung für Alltag und Festtagsküche.

Zu vielen Rezepten fielen mir spontan gute Kombinationen mit Biowein ein, ebenso gehört zur guten vegetarischen Küche für mich auch der Einkauf von Bio-Zutaten. Das sieht auch die Autorin so: „Einkaufstipp: am besten bio und regional”. Mit knapp 20 Euro ist das vegetarische Kochbuch eine gute Anschaffung für all diejenigen, die immer auf der Suche sind nach noch mehr originellen Zubereitungen ohne Fleisch.

Vegetarisch gut gekocht von Cornelia Schinharl