Bio-Absatz wächst

Das berichtet die ZMP Zentrale Markt- und Preisberichtstelle für Erzeugnisse der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft. Obst und Gemüse ist demzufolge der wichtigste Umsatzträger und der positive Trend von 2005 hat wohl auch 2006 angehalten:

Die bislang vorliegenden Informationen gehen sogar von einem noch höheren Wachstum als im letzten Jahr aus. Bereits das Jahr 2005 brachte für fast alle Produkte des ökologischen Landbaus deutliche Nachfrageimpulse.

Dr. Paul Michels, Leiter der ZMP-Abteilung Marktforschung, berichtete auf dem ZMP-Obst- und Gemüseforum in Berlin, daß die meisten der von der ZMP analysierten Märkte “in dieser Zeit zweistellig gewachsen” seien.

Den größten Zuwachs verbuchten offensichtlich Discounter und Bio-Supermärkte – mit der Folge, dass in diesem Jahr Lieferschwierigkeiten anstehen. Das berichtet zumindest die Badische Zeitung in ihrer heutigen Ausgabe. Gerade Discounter würden die Märkte leerkaufen, das Wachstum im Absatz steigt dadurch offensichtlich schneller als die Zunahme der Bio-Erzeuger.

Verlierer dieser Entwicklung seien die kleinen Bio-Läden und teilweise auch die erzeugernahe Vermarktung. Regional betrachtet ergeben sich noch andere Auswirkungen: Zunehmend wird Bioware offensichtlich auch Ausland eingekauft – und das muss nicht immer das europäische Ausland sein: Argentinien, Chile, Kanada und Südafrika beliefern Europa zunhemend mit Bio-Lebensmitteln.

Der größte Vorteil von Bio-Ware liege aber für die Verbraucher gerade darin, dass sie regional erzeugt werden: Nur dann werden Arbeitsplätze vor Ort geschaffen, die Natur vor der Haustüre durch Bioproduktion geschützt, lange Transportwege vermieden.

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