Bioqualität mit Bildern nachweisen?

Kristallisationsbild

Für was hätten Sie diesen kreisrunden Fleck auf dem obigen Bild gehalten? Die Versteinerung einer seltenen Pflanze? Bild eines Planeten? Wollebäppel?

Alles falsch: Es ist ein Kristallisationsbild einer Pflanze. Es ist eine der wenigen Methoden, mit denen der Nachweis von Unterschieden erfolgen soll, den es zwischen koventionell, biologisch und biologisch-dynamisch erzeugten Lebensmitteln gibt – wenn es ihn denn gibt. Aber daran zweifelt kaum jemand wirklich.

Das Problem besteht darin, diesen Unterschied sichtbar zu machen. Die Anthroposophen, die mit der biodynamischen Methode im Anbau eine ebenso umstrittene Methode begründet haben wie es die Homöopathie in der Medizin ist, haben dazu sogenannte “bildschaffende Methoden

  • Steigbildmethode
  • Kupferchlorid-Kristallisation
  • Tropfenbildmethode
  • Rundfilterchromatographie

Die Naturwissenschaftler halten davon recht wenig: Es sei maßgeblich Interpretationssache, welche Ergebnisse man da herauslese. Aber das mag ja zum Beispiel für Aufnahmen der Compuerttomographie auch gelten. Auf jeden Fall sind die Bilder faszinierend, sie sind eindeutig unterschiedlich von konventionellen und biologischen Produkten und es gibt offensichtlich Menschen, die anhand der Bilder mit großer Sicherheit Zuordnungen vornehmen können.

Eine knappe und illustrierte Darstellung dieser Methoden habe ich übrigens auf Anhieb nicht im Netz gefunden. Dafür gibts bei Wikipedia einige grundlegende Artikel, Google findet einige wissenschaftliche Arbeiten als PDF und das obige Bild stammt von hier.

Eine Reaktion zu “Bioqualität mit Bildern nachweisen?”

  1. Horst

    Da haben es die Tiere doch deutlich einfacher. Diese erkennen (und bevorzugen) auch ohne die Hilfe solcher Bilder eindeutig Bio-Qualität.

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