Bessere Wein-Websites (2): Aktuell

Teil 2 zum Thema bessere Wein-Websites widmet sich wieder einem verhältnismäßig kleinen Teilaspekt: Der Aktualität. Kann ich als Besucher erkennen, dass es sich bei der Website nicht um eine “Karteileiche” handelt, die vor Jahren von einer Werbeagentur (oder dem Neffen des Winzers) erstellt wurde und seither vor sich hin gammelt? Sie die auf der Website angebotenen Informationen noch aktuell? Oder noch besser: Hält mich der Winzer auf dem Laufenden darüber, was bei ihm im Betrieb passiert?
Die meisten Winzer sind sich der Bedeutung dieses Aspekts Aktualität gar nicht bewußt: Familiengeschichte, Tradition, scheinen ihnen eine große Bedeutung zu haben. Klar, die Preise für die Weine sollten schon auch stimmen….
Besucherstatistiken sprechen eine andere Sprache: “Aktuell” gehört neben der Weinpreisliste zu den am häufigsten angeklickten Seiten. Geschichte, Philosophie etc. dagegen tauchen erst auf den hinteren Plätzen auf. Woran liegts, das Winzer und Website-Besucher so unterschiedliche Auffassungen haben?
Web Websites besucht will meistens ganz konkrete Informationen. Das Werbegedons mit minutenlangen Flash-Intros ist allerhöchstens beim ersten Besuch interessant und hält ansonsnten nur auf. Was bietet mir der Winzer? Welche Weine, welche Preise, wo und wie kann ich ihn finden, gibts vielleicht interessante Veranstaltungen?
Philosophie und Leitbild des Winzers spielen da sicher auch eine Rolle. Aber nach dem ersten Besuch gibts kaum einen Grund, das ein weiteres Mal zu lesen. Und das ist ja der Sinn der Sache: Dass der Besucher nicht nur einmal kommt, sondern öfters. Dass man ihn teilhaben lässt an dem bunten und interessanten Geschehen eines Weingutes, den Arbeiten im Jahreslauf, der Entstehung des naturprodukts, des Erfolgs der Weine.
Dazu muss nicht einmal jede Woche eine neue volksfestartige Veranstaltung stattfinden. Oder eine weitere Auszeichnung ins Schaufenster gehängt werden. Und nein: So schön ein Blog auch wäre, um auf dem Laufenden gehalten zu werden, selbst das ist nicht unbedingt nötig. Aber in einem Weingut passsieren so viele für Fachleute und Laien spannende Dinge, dass es eigentlich immer was zu berichten gibt: Über die Arbeiten in Weinberg und Keller, über Familie und Mitarbeiter, über Wein-Erfolge und Dinge, die vielleicht anders liegen, als man sich gewünscht hätte.
Und wenn das Ganze dann noch anschaulich illustriert ist mit einigen Fotos, dann kommt man gerne wieder, schaut was es Neues gibt. Vielleicht gibts ja auch neue Weine, vielleicht auch ein paar besondere Angebote… Da ich seit Jahren genau das anbiete (regelmäßige Pflege und redaktionelle Betreuung von Websites) weiß ich aber auch, dass viele Winzer das nur schwer geregelt bekommen. Die Statistiken sagen mir aber auch, dass sich diese Mühe auszahlt: Regelmäßige Pflege der Website bringt Besucher und Umsätze. Punkt.
Das sieht jetzt vielleicht kontraproduktiv aus (schließlich biete ich diese Pflege und Aktualisierung ja an), aber für ambitionierte Winzer gibts auch die Möglichkeit das ganz in die eigene Hand zu nehmen. Wer niemanden beauftragen möchte und auch nicht selbst in die Programmierung von Websites einsteigen möchte, der kann sich auf meiner Website www.joachimott.de aktuell über den Einsatz von kleinen Redaktionssystemen informieren: Damit kann man – wann immer man dafür Zeit übrig hat – vom heimischen PC die eigene Website auf dem neuesten Stand halten. Wer es nicht selbst schafft, sich das einzurichten, der kann hier auf die Hilfe eines Experten zurückgreifen.
Meinem eigenen Service der Website-Pflege dürfte diese Hilfestellung allerdings kaum schaden: Nach meiner Erfahrung zahlen die meisten Winzer lieber für die Rundum-sorglos-Betreuung, als für die Bereitstellung eines technischen Services und Support…









