Shopping hilft die Welt verbessern

Shopping hilft...Shopping hilft die Welt verbessern. Na endlich! Jahrelang (je nach Alter kann man auch sagen jahrzehntelang) war am Konsum so ziemlich alles falsch: Er belastet die Umwelt, verbiegt unseren Charakter, macht Menschen arm und unglücklich, die unsere geliebten Produkte irgendwo unter unwürdigen Bedingungen herstellen.

Wein aus Chile? Schlechtes Gewissen. Schicke Laufschuhe von Adidas? Schlechtes Gewissen. Neues altes Auto, sprich: Gebrauchtwagen: Schlechtes Gewissen. Noch immer hat sich die Welt nicht verändert und die Gefahr das falsche zu tun ist so groß wie früher. Aber endlich hat mal jemand den Spieß umgedreht und zeigt uns nicht nur, was wir alles nicht tun sollen. Sondern auch und erst recht, was wir tun sollen.

Und das Tolle ist: In dem Buch Shopping hilft die Welt verbessern von Fred Grimm gibt es so viele gute Beispiele, dass man schon beim Lesen eine Art Lustgewinn verspürt, weil man sein Geld wieder für viele schöne Dinge ausgeben kann und darf.

Um es kurz zu machen: Fred Grimm hat gut recherchiert. Er kennt in jeder Rubrik (Ernährung, Mode, Kosmetik aber auch digital lifestyle und Reisen oder Geld) gute Adressen, nennt Fakten und Hintergründe. Er kennt die Beispiele, wo angesehene Marken unter Druck gerieten, weil sie sie ethisch, moralisch und hinsichtlich Nachhaltigkeit daneben benahmen.

Fast immer sind die Internetadressen der Firmen und Verbände genannt, so dass man sich unabhängig vom Erscheinungstermin 2006 auf den aktuellen Stand bringen kann. Die neue Auflage ist übrigens schon für Juni 2008 geplant. Selbst wenn die aktuelle Entwicklung mal neue, andere Erkenntnisse bringen mag, der Ansatz ist richtig: Die Welt zu verändern muss auch Spaß machen. Man kann auf vieles verzichten, muss aber nicht allem entsagen.