Wasserverbrauch im Weinbau – eine der Facetten von Umweltbelastung?

waterfootprint.org

Nicht mehr lange, dann beginnen wieder die Diskussionen um den Wasserverbrauch der Landwirtschaft bei uns in der Rheinebene. Aufhänger ist jedes Jahr die Bewässerung der Erdbeerfelder. Neugierig war ich deswegen, als ich im aktuellen SlowFood-Magazin mit dem Schwerpunktthema “Wasser” einen Hinweis auf die Internetseite Waterfootprint.org entdeckte.

Mit einigen Angaben, bin ich aber nicht ganz einverstanden: Bei etlichen Produkten – auch beim Wein – wird ein ziemlich hoher Wasserverbrauch angesetzt, der mit dem Anbau begründet wird. Und das kann ja wohl nur heißen, dass eine Bewässerung stattfindet. Hat man in Deutschland schon jemals Weinberge beregnet?

Natürlich lässt sich bestimmt auch für den Weinbau ein Wasserverbrauch errechnen, aber die Zahlen müssten meiner Einschätzung nach weit niedriger angesetzt werden als die hier genannten rund 960 Liter Wasser für einen Liter Wein.

Für einen Überblick ist die Website dennoch interessant, es werden auch zahlreiche Quellen für weitere Infos genannt.

Eine Reaktion zu “Wasserverbrauch im Weinbau – eine der Facetten von Umweltbelastung?”

  1. Iris

    Vielleicht geht es auch generell um die Feuchtigkeit, die die Weinpflanze benötigt, um die 1,5 kg Trauben für einen Liter Wein zum reifen zu bringen – ich habe dazu noch keine Rechnung gesehen, aber ohne Wasser (eben normalerweise vom Himmel) gehts nicht.

    Dann gibt es Wasser bei den Spritzungen gegen Pilze und Schädlinge, hängt auch vom Klima des Jahrgangs ab…

    Danach kommt natürlich noch Verbrauch für das sorgfältige Spülen aller Gefäße, die mit dem Wein in Berührung kommen, Tanks, Pressen, Schläuche, Kelter, Pumpen, Fässer.

    Das wird bei jedem Umlagern neu fällig.

    Anschließend könnte man vermutlich noch den Vebrauch bei der Produktion von Flaschen ausrechnen, die dann auch noch mal gespült werden sollten..

    Da kommt sicher so einiges zusammen. Ob es dann insgesamt 960L sind, weiß ich auch nicht, aber sicher mehr, als man so denkt:-)

    Und Gegenden, in denen zumindest Jungpflanzungen seit einigen Jahren bewässert werden, oder in denen auch gestandenen Weinbergen mit Tropfbewässerung nachgeholfen wird, kenne ich auch hier in Frankreich…

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