Bioweine in Schweden
Seltsames Thema? Durchaus nicht, wenn man gerade zwei anregende Ferienwochen in diesem skandinavischen Land verbracht hat. Innerlich war ich darauf eingestellt, für zwei Wochen auf Wein verzichten zu müssen. Kein Problem. Aus früheren Skandinavienreisen hatte ich auch im Kopf, dass die Skandinavier teuer für alkoholische Getränke bezahlen müssen. Und trotzdem mehr Alkoholprobleme haben, als wir.
Offensichtlich habe ich mich in der Zwischenzeit nicht mehr richtig informiert. Die Auswahl an Weinen und anderen alkoholischen Getränke ist immens. Man muss dazu freilich die staatlichen Systembolaget aufsuchen. Dort ist die Auswahl größer als in unseren Supermärkten, das Preisniveau geringfügig höher. Auch Bioweine und alkoholfreie Weine finden sich in diesem umfangreichen Angebot. Nur Leichtbier mit geringem Alkoholgehalt kann man auch im Supermarkt kaufen. Dort weisen Schilder darauf hin, dass Alkohol und Zigaretten erst im Alter von 25 Jahren erstanden werden können.
Wer im heimischen (deutschen) Supermarkt verschwindend dünne, junge Mädchen mit zwei Flaschen Wodka hat aus dem Laden gehen sehen, der kann daran nix falsch finden. Von der Verkehrsstatistik gar nicht zu reden. Mit einer Promillegrenze von 0,2 Promille hängen die Schweden die Latte ziemlich tief.
Fazit eines Touristen: Die schwedische Küche ist sicher nicht zu vergleichen mit der französischen, italienischen. Und die Supermärkte sind vielleicht auch keine kulinarischen Tempel wie manche Super-U oder Cora oder Carrefour. Genussreichen Ferienwochen steht bei Selbstverpflegung aber nichts im Wege. Und auch auf Bioweine muss man nicht verzichten.









