Ein Crémant brut aus Baden

Wenn sich die Feiertage nähern, bietet es sich an, schon mal Weine und Sekte für die Festtage anzutesten. Rot, weiß oder Sortenwahl, das entscheidet sich je nach Anlass. Nicht fehlen darf aber auf jeden Fall etwas Prickelndes. Warum also nicht ein Crémant?
Mir war Crémant lange Zeit nur als französischer Schaumwein bekannt, ehrlich gesagt hielt ich den Crémant für eine elsässische Spezialität. Durch eine kurze Recherche bei Wikipedia bin ich klüger geworden:
Als Crémant bezeichnet man seit dem 1. September 1994 Schaumweine mit der kontrollierten Herkunftsbezeichnung außerhalb der Champagne, jedoch nach dem Champagnerverfahren hergestellt.
Die Kriterien für die Herstellung von Crémant wurden in einer EG-Verordnung festgelegt, auch deren Eckpunkte lassen sich unter anderem hier nachlesen:
In der EG-VO Nr. 2333/92 (neu 310) wurden die Kriterien für die Herstellung von Crémant festgelegt, wobei sich die Vorbedingungen für die Herstellung unseres Crémant Sekt b.A. Pfalz wie folgt definieren:
- Die Trauben werden von Hand gelesen.
- Die Kelterung der Trauben wird ohne das Vermahlen der Trauben als Ganztraubenpressung durchgeführt.
- Die Ausbeute bei der Traubenpressung ist auf 66% festgelegt (150 kg Trauben ergeben ca. 100 kg Most).
- Der Höchstgehalt der schwefligen Säure ist auf maximal 150 mg/l begrenzt.
- Der Qualitätsschaumwein b.A. muss in traditioneller Flaschengärung hergestellt sein.
- Für die einzelnen Weinanbaugebiete sind bestimmte Rebsorten vorgeschrieben; für die Pfalz sind dies die Rebsorten Weissburgunder, Riesling, Grauburgunder, Spätburgunder, Schwarzriesling und Chardonnay.
- Die Versanddosage ist auf max. 15g/l entsprechend der Bezeichnung „brut“ zu begrenzen.
Aus dem Weingut Harteneck kommt ein Crémant Brut aus traditionellen Markgräfler Traubensorten, der mehr als 9 Monate auf der Hefe reifte, hergestellt im klassischen Champagnerverfahren. Die verwendeten Traubensorte sind in Baden im Gegensatz zur Pfalz nicht vorgeschrieben, hier bleiben Sie das Betriebsgeheimnis von Biowinzer Thomas Harteneck.
Der Sekt erhielt 2006 die Auszeichnung Bester Badischer Biosekt. Prickelnd zum Aperitif oder zum Essen, Preis 11,50 Euro.









