Interview mit Nicole Tomberg: Englisch für Winzer

Nicole TombergNicole Tomberg bietet über ihre Website www.rhinevalleyinstitute.com Englischkurse für verschiedene Zielgruppen an: Englisch für Kinder, Business-Englisch und hier speziell auch Englisch für die Weinwirtschaft.

Bestebioweine: Wie kamen Sie auf die Idee zu diesem speziellen Angebot?

Nicole Tomberg: Ich habe 10 Jahre lang im Exportbereich gearbeitet und immer sehr viel mit Englisch zu tun gehabt. Vier Jahre war ich beschäftigt in international tätigen Unternehmen, immer in Kontakt mit englischsprachigen Kunden und Kollegen, fast sechs Jahre lange war ich in einer Binger Weinkellerei im Export beschäftigt. Das waren zwar vorwiegend skandinavische Firmen, aber Geschäftssprache war englisch.

Wie haben Sie sich auf diese Tätigkeit vorbereitet?

Ich habe eine Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin durchlaufen. Und ich habe parallel zur Tätigkeit in der Weinkellerei die Ausbildung zur Suggestopädin absolviert. Die Suggestopädie ist eine sehr effektive Lehrmethode mit viel Action und Fun, die zu nachhaltigem Lernen führt. Nebenbei gebe ich Englischunterricht an der Volkshochschule Bingen und ich unterrichte Business-Englisch für Winzer an der FH Geisenheim.

Was interessiert die Winzer in Ihren Kursen am meisten?

Zuerst geht es natürlich immer um die Vorstellung der Weine, das liegt den Winzern am meisten am Herzen. Daraus entwickelt sich dann sehr schnell der Rest: Wie man sich selbst und sein Weingut vorstellt, die Weinbauregion, die Arbeiten in Weinberg und Keller. Ziel ist, dass die Winzer sich, ihre Weine und das Weingut vorstellen können.

Was ist das Hauptproblem der Winzer?

Die Zeit: Winzer haben generell sehr wenig zeit für solche Fortbildungen. Ich biete deswegen Anfänger- und Fortgeschrittenen-Kurse in sehr kompakter Form an, an zwei Tagen am Wochenende.

Was sind die Voraussetzungen für eine Teilnahme?

Man sollte den Realschulabschluss mitbringen, also auch schon Erfahrungen mit Englisch haben.

Wie sind die Rückmeldungen Ihrer Teilnehmer?

Sehr gut: Gerade durch die Lehrmethode der Suggestopädie und das Lernen in der Gruppe und im Gespräch entwickeln die meisten einen richtigen Enthusiasmus. Und wenn die Begeisterung für die eigenen Weine dazukommt, dann springt natürlich auch der Funke über, selbst wenn man in der Aufregung noch den einen oder anderen Fehler machen sollte. Am schönsten ist es für mich, wenn am Ende des Unterrichts die Teilnehmer eigentlich gar nicht mehr aufhören wollen.

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