Kritischer Blick auf Weinverkostungen
Gerade erst hat die Prämierung der Besten Badischen Bioweine 2010 stattgefunden. Da passt es doch gut, dass Mosel-Biowinzer Harald Steffens in seinem Blog einen kritischen Blick auf manche Aspekte der Weinverkostungen wirft. Es ist keine Generalabrechnung, er stützt sich auch nicht nur auf eigene Erfahrungen sondern zitiert auch aus einem Fachartikel.
Tatsache ist und bleibt, dass kein Winzer ganz auf die begehrten Auszeichnungen verzichten möchte (auch Harald Steffens nicht). Und dass die diversen Zeichen und Urkunden auch für die meisten Verbraucher eine wichtige Orientierung darstellen. Der Verbraucher, das ist auch meine Überzeugung, will an die Hand genommen werden. Für die meisten Weintrinker ist die Vielfalt der Weine unüberschaubar. Aber leider ist auch die Punktebewertung nicht immer sehr hilfreich. Generell kann ich vor allem da zustimmen, wo es um die besten Weine schlechthin geht: Den besten Riesling, den besten Rotwein etc. Da kommt mir das Schema der Besten Badischen Bioweine, die Einteilung der Weine als Begleiter zu den Speisen eines Menüs, doch eher entgegen.
Der eigene Verband Ecovin kommt mit seinen Prämierungen in Harald Steffens Artikel noch gut weg, das würde ich auch so sehen. Gegenüber Fachzeitschriften bin ich aber zunehmend skeptisch. Die Verknüpfung von Weinvorstellungen, Bewertungen und redaktioneller Berichterstattung (auch gegen Geld) ist da nicht sehr hilfreich.









