Noch mehr bio….

Mehr als bio geht nicht. Möchte man meinen. Experten sehen das oft anders, diskutieren über biologisch-dynamische Wirtschaftsweise (das ist zum Beispiel bei Demeter der Fall) oder biologisch-organische Bearbeitung, bei der weltanschauliche Dinge nicht so sehr ins Gewicht fallen. Welche Anbaumethoden man als Verbraucher favorisiert ist eigentlich fast egal, meiner Meinung nach: Der größte Gewinn liegt darin, dass man anfängt sich Gedanken darüber zu machen, wo seine Lebensmittel herkommen und wie sie erzeugt wurden.

Besonders wichtig – aber auch besonders knifflig – ist in diesem Zusammenhang das Thema Tierhaltung. Viele, die sich ganz bewusst biologisch ernähren, bevorzugen auch eine vegetarische Ernährung. Das Wohl der Tiere spielt aber für immer mehr Verbraucher eine immer wichtigere Rolle: biologisch, nachhaltig und regional – das sind Aspekte der Lebensmittel-Erzeugung, die man oft rational betrachtet. Wirklich empörend finden viele Verbraucher die Umstände, unter denen Tiere gehalten werden.

Knifflig wird dieses Thema gleich in mehrfacher Hinsicht: Erstens ist es hier nicht so leicht festzustellen, wie die Bedingungen hier sind. Relativ sicher ist man auch hier, wenn man auf das Bio-Logo achtet. Aber frische Eier vom Wochenmarkt können einen schon ins Grübeln bringen: Ist das ein Bauer mit einem idyllischen Hühnerhof und 20 Hühnern?

Mittlerweile gibt es selbst im Supermarkt ein paar Neuerungen, die dem Verbraucher die Kaufentscheidung erleichtern. Wie auf testschmecker beschrieben gibt es hier neben den “normalen” Bio-Eiern auch Eiern aus Weidehaltung. Gemeint ist damit oftmals nichts anderes, als das was hier beschrieben ist: In einem mobilen Stall wechseln die Tiere auf immer frische Weiden, haben viel Auslauf und frisches, biologisches Futter. Auch die Bruderhahn-Initiative macht zunehmend von sich reden und die tägliche Vernichtung von männlichen Küken, wie sie heute noch Praxis ist, bereitet vielen Verbrauchern ein schlechtes Gewissen.

Meine Meinung: Wer sich gesund und biologisch ernähren möchte, der kann und soll sich gerade bei den Produkten aus Tierhaltung an den höchsten Standards orientieren. Bio- Eier erscheinen teuer, sind aber im Familien-Etat letztlich nur ein Klacks.

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