Wenn die Temperaturen steigen: Weinkühlschränke

Weinkühlschränke galten noch vor nicht allzu langer Zeit als eine Art Statussymbol. Man wies sich damit nicht nur als Weinkenner aus, sondern auch als jemand, der für seine guten Bio-Weine etwas mehr Geld ausgibt. Da kommt es dann auf einen Weinklimaschrank, wie die Geräte zuerst genannt wurden, auch nicht mehr an. Schließlich sah man die eleganten Möbel zur Weintemperierung auch in Vinotheken, Restaurants und Weingütern.

Was eher vornehm begann, entwickelte sich zunehmend zum Alltags-Gegenstand, der auch seinen Weg in die Haushalte gefunden hat. Für 100 bis 200 Euro ist man heute schon dabei, erhält ein gut aussehendes und steuerbares Gerät für einen überschaubaren Vorrat an Weinflaschen und kann seine Bioweine jederzeit richtig temperieren.

Temperieren ist nie verkehrt

Die Überschrift ist insofern nicht ganz richtig, als die richtige Temperatur für den Wein nicht an der Jahreszeit hängt: Im Winter liegen die Außentemperaturen oft deutlich unter der Kühlschrank-Temperatur von etwa 7 Grad Celsius und damit noch deutlicher unter der meistens für Weißweine empfohlenen Trinktemperatur von 8 bis 10 Grad. Eine Flasche zum Abkühlen auf den Balkon zu stellen ist deswegen zwar ein probates Hilfsmittel um die optimale Trinktemperatur zu erreichen, aber eben auch im Winter nicht die ideale Lösung.

Noch kniffliger wird es, wenn Weiß- und Rotweine bereit gestellt werden sollen: Beide jeweils richtig zu temperieren erfordert entweder eine große Temperatur-Bandbreite in den eigenen Räumen zwischen rund 8 Grad für Weißweine und etwa 14 bis 16 Grad für Rotweine. Nur wenige Modell (in diesem Vergleich der Klarstein) bieten bei dieser kompakten Größe und in dieser Preisklasse gleich zwei Temperaturzonen an.

Wer sich unsicher ist, ob sich diese Anschaffung für ihn überhaupt lohnt, der muss den Weinkühlschrank ja nicht unbedingt das ganze Jahr am Netz lassen, sondern schaltet ihn für Feste und Veranstaltungen rechtzeitig an, bevor die Gäste kommen. Oder man nutzt ihn zum Beispiel nur im Sommer zur Kühlung, damit der Familien-Kühlschrank nicht mit gekühlten Weinen und Sekten überfrachtet wird. Wenn sich dadurch die Laufzeit halbiert bleiben überschlagsmäßig etwas mehr als 20 Euro Stromkosten, das sind eine oder zwei Flaschen guten Weins.

Alles in allem also Grund genug einen Blick auf drei populäre Geräte zu werfen, mit denen man seine flüssigen Schätze richtig temperiert und elegant präsentiert.

Eine Auswahl von Weinkühlschränken

Der Klarstein Weinkühlschrank [Affiliate-Link] ist in schwarz-silber gehalten mit einer Edelstahl-Oberfläche. Der Getränkekühlschrank mit Glastür hat Platz für 12 Flaschen Wein in zwei Zonen. Das Fassungsvermögen beträgt 34 Liter, eine LED Bedienoberfläche hilft bei der Einstellung. Das Betriebsgeräusch liegt bei 42 dB, der Energieverbrauch bei 179 Kilowattstunden, Energieffizienzklasse B.

Bei einem Durchschnittspreis von rund 26 Ct pro Kilowattstunde kommen an Stromkosten rund 46 Euro pro Jahr für diese Art der Lagerung und Temperierung hinzu. Der Preis liegt aktuell bei rund 170 Euro.

Ganz ähnlich im Aussehen ist der Bomann KSW 344 Weinkühlschrank [Affiliate-Link] in schwarz/silber. Auch hier gibt es eine elektronische Temperatursteuerung und -einstellung. Der Raum von 34 Litern reicht für 16 Flaschen, für die allerdings nur eine Temperaturzone besteht.

Die technischen Daten sind ähnlich dem Klarstein-Gerät: Der Geräuschpegel liegt bei 43 dB, der Jahresverbrauch bei 131 Kilowattstunden. Der Preis ist mit rund 110 Euro aktuelle etwas günstiger und am unteren Ende der Preisskala für Weinkühlschränke.

Etwas aus dem Rahmen fällt schon rein optisch der Camry Weinkühlschrank [Affiliate Link]. Zwar sind die Dimensionen mit 33 Litern Fassungsvermögen und Platz für 12 ganz ähnlich wie bei den beiden anderen vorgestellten Geräten. Das Aussehen des eher schmalen Gerätes erinnert aber mehr an eine Mini-Bar. Auch hier gibt es eine Glastür, LED Beleuchtung und ein Display zur Bedienung.

Mit rund 140 Euro liegt dieses Modell auch zwischen den beiden oben genannten, besticht aber durch einen geringeren jährlicher Energieverbrauch von 125 Kilowattstunden und einen niedrigeren Geräuschpegel von 38 dB.

Fazit: Weinkühlschränke in der unteren Preisklasse zwischen 100 und 200 Euro gibts in einer großen Bandbreite: Fassungsvermögen zwischen 12 und 16 Flaschen, leichte Bedienung, relativ geringer Stromverbrauch, der sich durch Aktivierung in bestimmten Zeitfenstern noch reduzieren lässt. Wer öfters Gäste hat oder Feste und Veranstaltungen in den eigenen vier Wänden findet eine ansprechende Lösung und spart sich Behelfsmethoden.

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