Die FAZ berichtet von Totalausfällen bei Biowinzern

In den vergangenen Wochen nahmen die Nachrichten über die Situation der Biowinter rapide zu – und sie ergaben ein düsteres Bild. Die FAZ berichtet zum Beispiel Die ersten Ökowinzer melden Totalausfälle. Wobei der Schwerpunkt dieses Artikels weniger auf die katastrophale Lage einiger Biowinzer (und auch konventioneller Winzer) abhebt, als vielmehr auf die Gesetzeslage.

Es fehlt auch nicht der deutliche Hinweis, dass der Koloss der EU wohl zu schwerfällig ist, um auf die Situation angemessen zu reagieren. Angemessen, das bedeutet nicht, plötzliche Sonderregelungen für Biowinzer. Auch wenn die an manchen Stellen gefordert wird. Es dreht sich vielmehr darum, dass ein bewährtes, einige Zeit erfolgreich von den Biowinzern eingesetztes Mittel nun als Pflanzenschutzmittel zugelassen ist – und damit tabu wird für die Biowinzer.

Wie hier bereits beschrieben handelt es sich um Kaliumphosphonat. Und was bislang gängige Praxis war in vielen Bio-Betrieben ist nun nicht gefährlicher oder schädlicher, sondern einfach anders deklariert.

Viele Biowinzer berichteten bereits vor Wochen, dass die Zahl der Spritzungen so stark gewachsen sei, wie noch nie zuvor. Und dass die Wirkung dennoch begrenzt bleibe. Wer – wie in den Vorjahren – das anders deklarierte Spritzmittel weiter einsetzt, muss nach der kommenden Lese auf das Öko-Zeichen für seine Weine verzichten. Erst nach einer weiteren 3jährigen Umstellung dürfen diese Weine dann wieder als Bioweine verkauft werden.

Wer sich für die Arbeit der Biowinzer interessiert, dem sei dieser aktuelle Artikel ans Herz gelegt, der die Situation ganz gut beschreibt.

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