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WEINGUT BRÜHLER HOF
Hans-Peter Müller
Talgartenstr. 12
D-55546 Volxheim

Tel. 0 67 03 / 606
Fax 0 67 03 / 37 52
e-mail:
info@bruehler-hof.de

Weingut Rösch-Spies

Aktuelles

Liebe Weinfreundinnen,
liebe Weinfreunde!

wir hoffen, Sie haben die frostigen Monate gut überstanden und freuen sich mit uns auf wärmere und sonnigere Tage. Nach einem hartnäckigen, schneereichen Winter genießen wir nun die frühlingshaften Temperaturen, bei denen wir den Rebschnitt nun zügig voran bringen werden. Doch heute möchten wir Ihnen unsere Weinliste mit den jungen 2009er Weißweinen, sowie den einjährig im Holzfass gereiften 2008er Rotweinen vorstellen. Schauen Sie mal rein. Der neue Jahrgang hat es in sich.

Kein Jahr wie das andere

War es 2008 der echte Mehltau, der den Winzern zu schaffen machte, bedrohte 2009 der falsche Mehltaupilz Peronospora die Gesundheit der Reben. Unsere Strategie, die pilzempfindlicheren Traditions-Sorten am trockeneren Hangkopf zu pflanzen und teilresistente, pilzwiderstandsfähige neue Sorten (Piwis) am feuchteren Hangfuß zu beheimaten hat sich sichtbar bewährt. So war es nicht die Peronospora, die den Ertrag erheblich einschränkte, sondern die feucht-kühle Witterung während der Rebblüte. Ihretwegen konnte ein großer Teil der Fruchtknoten nicht bestäubt werden, was eine geringere Beerenzahl je Traube, teilweise auch viele dünne unbefruchtete Beeren zur Folge hatte. Vor allem die Burgundersorten und Regent, aber auch Chardonnay, Scheurebe, Riesling und Rivaner geizten mit der Menge. So gab es gegenüber 2008 gut 30 % weniger Most, allerdings mit erstaunlich hohen Öchslegraden, bei sehr harmonischen Fruchtsäuregehalten.

Natürliche Weinbereitung

Die hohen Öchsle- und moderaten Säurewerte kamen unserem Anspruch einer möglichst natürlichen Vinifizierung, ohne größere Eingriffe in die Struktur des Weines, z. B. durch Anreicherung oder Entsäurung vornehmen zu müssen, sehr entgegen. So konnten wir bei den Weißen auf beides komplett verzichten, während bei den Roten nur ein kleiner Teil des Dornfelders einer Anreicherung bedurfte. Der Verzicht auf Enzymzusatz, sowie auf Schönungsmittel tierischen und synthetischen Ursprungs ist für uns eine Selbstverständlichkeit, scheint mir bei dem sonst so üblichen massiven Einsatz in der Kellerwirtschaft dennoch erwähnenswert. Verglichen mit anderen Jahrgängen könnte man dem 2009er eine gewisse Ähnlichkeit mit dem WM-Jahrgang 2006 bescheinigen. Aber probieren Sie selbst.

Magenfreundlich

Neben der Rückstandsarmut spielt für viele die Bekömmlichkeit und hier besonders die Magenfreundlichkeit unserer Weine eine entscheidende Rolle. Hierfür sind PH-Wert und Säuregehalt wesentlich. Unter diesem Aspekt sind folgende Weine besonders zu empfehlen: 2008 Frühburgunder-Rotwein (19-10), 2009 Silvaner (6-10), 2009 Rose (12-10) und 2009 Rivaner (8-10).

Lagerfähig

Bezüglich Frucht und Harmonie bereits bestens entwickelt, allerdings durch den sehr hohen Reifegrad der Trauben und die gute Säurestruktur für ein längeres Lager geradezu prädestiniert erscheinen mir die 2009er Rieslinge. Gleiches gilt natürlich auch für die beiden 2008er Saphira-Auslesen in der Sparte der edelsüßen Weine.

Eiskeil

Der Begriff Terroir beschäftigt seit einigen Jahren die Winzerschaft. Er ist französischen Ursprungs und steht für den Einfluss des Bodens, der Lage und des Kleinklimas auf die Ausprägung des Weines. Um das Terroir unserer Weine zu ergründen und auch für den interessierten Genießer sichtbar zu machen, ließen wir letzten Sommer in unserer Riesling-Lage Wöllsteiner Äffchen ein fast 2 m tiefes Loch graben und ein Bodenprofil entnehmen. Dabei stießen wir auf eine besondere eiszeitliche Bodenstruktur, die der Geologe „Eiskeil“ nennt. Eiskeile entstehen, wenn der Untergrund bis in große Tiefen durchfriert (Permafrost). Von der Oberfläche ausgehend reißen dabei Spalten im Boden auf. Während der Frostperiode sind die Spalten mit Eis gefüllt. Nach dem Abschmelzen des Eises füllen sich die Frostspalten mit Bodenmaterial aus den Randbereichen oder durch jüngere Ablagerungen von oben her. In unserem Eiskeil, den Sie sich bei einem Besuch im Weingut gerne anschauen können, drang toniges Material von unten in diesen Spalt ein. Von oben her füllte sich der Spalt mit humusreichem, sandig-kiesigem Boden. Zur Würdigung unseres Fundes haben wir eine trockene Riesling-Auslese namens „Eiskeil“ auf Flaschen gezogen, die wir bei der Jahrgangs-Präsentation an Pfingsten vorstellen.

2010 das Jahr der Jubiläen

Gleich drei Jubiläen gibt es in diesem Jahr zu feiern. Während der ECOVIN-Bundesverband sein 25-jähriges Jubiläum feiert, wird der Regionalverband ECOVIN-NAHE 20 Jahre alt. Am 5. u. 6. Juni feiern die ECOVIN-Winzer der Nahe-Region dieses Jubiläum im Wald-Erlebnis-Zentrum Neu-Pfalz bei Stromberg im südlichen Hunsrück. Hierzu möchten wir Sie herzlich einladen. Gästebetten zur Übernachtung stehen zur Verfügung. Am besten Sie merken sich den Termin schon heute vor. Eine Einladung mit genauem Programm erhalten Sie im Mai.

20-jährige ECOVIN-Mitgliedschaft

Genau 20 Jahre ist es auch her, dass wir ECOVIN-Mitglied wurden und unsere Weine kontrolliert ökologisch produzieren. So stehen die Fahrrad- und Wein-Rallye und die Jahrgangs-Verkostung zu Pfingsten in diesem Jahr unter dem Jubiläums-Motto „ECOVIN blüht auf“. Sie sind herzlich eingeladen. Unser komplettes Veranstaltungsprogramm für 2010 finden Sie hier. Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung.

e-Mail:

Sie erhalten unsere Informationen ausschließlich per e-Mail. Dies spart Zeit, Kosten und Papier. Bitte denken Sie auch künftig daran, uns bei Adress-Änderungen zu informieren.

Lieferservice

Sie möchten bei uns einkaufen? Dann teilen Sie uns Ihre Bestell-Wünsche bequem über unsere Homepage, per e-Mail, Fax, Telefon, oder auf dem Postweg mit. Bei Vorliegen Ihrer Bestellung nennen wir Ihnen den Liefertermin umgehend. Falls Sie den Wein direkt bei uns abholen möchten, wären wir für eine telefonische Anmeldung sehr dankbar. Bis dahin wünscht Ihnen das Team vom Brühler Hof eine gute Zeit und grüßt Sie herzlich aus Volxheim!

PS: Bei der Erzeugung von Bio-Lebensmitteln entsteht weniger als die Hälfte des klimaschädlichen CO2. Humusaufbau im Boden und der Verzicht auf chemisch-synthetische Dünge- und Spritzmittel sind wesentliche Ursachen. Beim Wein wirkt sich die Wiederverwendung der Flaschen und der Einsatz von Naturkorken statt Alu-Verschlüssen ebenso positiv auf die CO2-Emission aus. Schauen Sie mal hier: http://www.youtube.com/watch?v=rWfb0VMCQHE

 

© by Joachim Ott