Piwi-Weinpreis 2011

15. Dezember 2011

Piwi Weinpreis

223 europäische Weine aus pilzwiderstandsfähigen Reben wurden für die Prämierung des Piwi-Weinpreises 2011 eingereicht und verkostet. Eine Jury aus 15 unabhängigen Verkostern vergab bei der Prämierung, die am 3. und 4. Dezember 2011 in Bad Dürkheim stattfand, sechsmal die Auszeichnung „Großes Gold”, 41mal gab es Gold und 72 mal Silber für die Weine aus pilzwiderstandsfähigen Rebsorten (PIWI).

Die meisten Weine kamen dabei aus Deutschland, hier wiederum die meisten von biologisch oder biologisch-dynamisch arbeitenden Betrieben. Aber es waren auch teilnehmende Weine aus der Schweiz und Österreich, Italien und Lichtenstein dabei. Selbst die Niederlande waren vertreten, dorthin gingen einmal Gold, zweimal Silber und zwei Empfehlungen.

Der Wettbewerb soll dazu beitragen, dass die oft unbekannten Sorten wie Solaris, Bronner oder Johanniter beim Verbraucher einen höheren Bekanntsheitsgrad erreichen. Eine Jury aus Weinfachleuten um den Sensorikexperten Martin Darting bewertete die Weine. Nahezu 10 Prozent der Gesamtrebfläche von ECOVIN-Betrieben, so heißt es in einer Pressemitteilung des ECOVIN-Bundesverbandes, würden bundesweit mit diesen neuen Rebsorten bestockt.

Ausgerichtet wurde der Wettbewerb von Piwi international und der WINE System AG, gesponsored vom ECOVIN Bundesverband. Alle Ergebnisse kann man detailliert hier nachlesen.

Kombinierbare Weinregale aus Naturholz

14. Dezember 2011

Weinregale aus Naturholz

Manche Menschen (ich gehöre auch dazu) überfällt zum Jahreswechsel hin stets der Drang, zu planen, aufzuräumen, zu organisieren. Daher kommen wohl auch die vielen guten Vorsätze, die in dieser Jahreszeit gefasst werden.

Wer mit diesen Gedanken jetzt schon beschäftigt ist oder jemandem weiß, dem er in ähnlicher Situation auf Weihnachten hin eine Freude machen kann, dem sei dieses kleine Utensil empfohlen. Weinregal aus Holz

Das gibt es übrigens von verschiedenen Anbietern auf verschiedenen Online-Shops und auch in Geschäften. Die Preise sind fast überall ähnlich. Das Schöne ist auch, dass man das jederzeit ergänzen kann, erweitern und variieren: Zum einfachen Kreuz kann man das Modell Raute (mit mehreren kleinen Kreuzen) dazu nehmen oder das strenger wirkende Karo mit Einzelfächern für Flaschen. Durch das Maß von 52 mal 52 cm lassen sich diese Regale gut kombinieren.

Ich habe mehrere davon im Einsatz und bin ganz zufrieden damit: Naturholz ohne Kunststoffe, langlebig, umweltfreundlich. Je nach Hersteller / Verkäufer fallen die Passgenauigkeit und Verarbeitungsqualität wohl unterschiedlich aus. Bei meinen hat alles ganz gut gepasst. Ich würde sie nicht ins Wohnzimmer stellen, aber sie sind praktisch und gut kombinierbar. Ich habe aus Platznot auch schon überzählige Flaschen oben drauf gestellt, was gut ging, da auch drei Kisten übereinander stabil genug sind.

Weinregal aus Holz

Zeller 13170 Weinregal, Naturholz, “Kreuz” 52x25x52: Amazon.de: Küche & Haushalt.

Buchtipp Wein – puristisch, aber gehaltvoll

9. Dezember 2011

Buchtipp: Wein - stilvoll präsentiert

Manchmal sind es die kleinen Dinge, die einen beeinflussen: Man will ein Buch zum Thema Wein verschenken. Aber die meisten Bücher sind eher die reichlich und kleine bebilderten Ratgeber, die vom Layout an Reiseführer erinnern.

Etwas stilvoller kommt dieser Weinführer daher: Wein

Schon die Aufmachung ist eher puristisch, im Inneren bleibt man stilvoll und übersichtlich. Das Doppelseitenkonzept mit Bild- und Textseite wird konsequent durchgehalten, jedes Thema bleibt so übersichtlich. Die Spannweite der Kapitel reicht von Grundlagen über Rebsorten bis hin zu Essen und Wein. Und da man davon ausgehen kann, dass in kaum einem allgemeinen Weinführer etwas steht, was man sonst nirgends liest, ist die Aufmachung für mich hier ein klarer Pluspunkt.

Der Millefeuille-Verlag hat drei Wein-Spezialisten für dieses Wein-Kompendium engagiert. Es ist anschaulich und klar strukturiert, so dass sich selbst der Einsteiger ohne Vorwissen nicht verloren vorkommt. Vier Themen, 120 Artikel und 120 Fotografien auf 288 Seiten. Food-Fotograf Kris Vlegels hat großen Anteil an der stilsicheren Gestaltung.

Die vier großen Kapitel: Wein trinken, Wein und Speisen, der Weinberg und der Weinkeller enthalten Basiswissen und tiefergehende Informationen. Wer einen weiteren Einblick in Buch und Gestaltung erhalten möchte, hier gibts ein PDF.

Eichelmann 2012: Deutschlands Weine

7. Dezember 2011

Eichelmann 20112: Deutschlands Weine

Eichelmann: Deutschlands Weine 2012. Keine Frage: Er hat sich etabliert. Der Eichelmann hat seit Jahren einen festen Platz bei den Weinfreunden Deutschlands ergattert. Und mit der Auflistung von 9.507 Weinen von insgesamt 915 Weingütern, die mehr oder weniger ausführlich beschrieben werden, ist der 960 Seiten starke gelbe Klassiker aus dem Heidelberger Verlag Mondo fast schon unverzichtbar.

Zwar findet sich auf den ersten Seiten, wo traditionell die Weine und Weingüter des Jahres stehen noch immer keine eigene Rubrik für Bio, aber so ist die Weinwelt eben: Es zählt nur die Qualität der Weine, und eigentlich ist das ja auch gut so.

Wer die Regionen-Zusammenfassung durchforstet – der nächste Schritt beim Vorantasten in den umfangreichen Inhalt, bevor man sich endgültig den 915 Weingütern im Einzelnen widmet – der findet mit etwas Kenntnis schon hier die Bio-Weingüter. In den detaillierten Weingutsbeschreibungen ist selbstverständlich erwähnt, welcher Winzer Bioweine produziert.

In Baden fällt zum Beispiel das Weingut KLumpp auf, das seit langem seine SPitzenposition als hervorragender Erzeuger hält. Ebenso steht an der Mosel das Weingut Melsheimer mit an der Spitze, sehr gut sind auch die Weingüter Brohl und Steffens-Kess bewertet. Und in Rheinhessen können zum Beispiel die Weingüter Arndt Werner (hervorragend) und Eckhard Weitzel (sehr gut) ganz vorne mitmischen.

Aber wer das dicke Buch nur für die Suche nach Bioweingütern durchforstet, der nutzt diese Sammlung von Beschreibungen und Daten nur ungenügend. Wie immer verrät das 100-Punkte-Schema viel über die Leistungs-Spannweite der Weingüter, nicht zuletzt die Preisangabe bei den vorgestellten und bewerteten Weinen erlaubt einen Einblick in die Angebotstiefe der Winzer.

Für knapp 30 Euro eine gute Handreichung für alle Wein-Interessierten.

Weihnachtskarten aus einem sozialen Projekt: der Steg

5. Dezember 2011

Weihnachtskarte Berlin

Noch auf der Suche nach Weihnachtskarten? Da gibt es ja einige Fettnäpchen, in die man treten kann und einiges, was man falsch machen kann. Fast immer auf der richtigen Seite ist man, wenn man bei der Auswahl seiner Weihnachtskarten ein soziales Projekt unterstützt und optisch dazu noch eine feine Auswahl trifft.

Ans Herz gelegt sei deshalb hier der Steg. Dieser „Verein zur Förderung von Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen” in Berlin hat einen kleinen, feinen Onlineshop, in dem Papierprodukte dieser Sozialen Manufaktur verkauft werden.

Also neben Weihnachtskarten auch Adressbücher und Notizhefte und vieles andere mehr. Die Preise sind ebenfalls sozial…

Im dazu gehörigen Blog mit dem schönen Namen Papierstrasse kann man sich zudem über das Projekt und die Produkte auf dem Laufenden halten.

Stiftung Warentest und der Wein

2. Dezember 2011

Die Stiftung Warentest hat Wein getestet. Mutig. Naja, muss ja auch mal sein, wenn man vom Kondom bis zur Kühltruhe wirklich alles testet. Das Ergebnis kann man im aktuellen Dezemberheft nachlesen. Muss man aber nicht.

Für mich ist das Ergebnis eher ein Beweis dafür, dass die Allmacht der Tester gerne etwas überschätzt wird – nicht zuletzt von den Testern selbst. Über Jahre und Jahrzehnte hinweg hat man diese Ergebnisse immer sehr ernst genommen, nicht zuletzt deswegen, weil sie sich meistens auf etwas technisches bezogen. Auf etwas dass man messen und zählen kann.

Heute noch wird ein Testurteil der Stiftung Warentest oftmals für das einzig gültige Kaufkriterium gehalten. Die Hersteller haben eifrig damit geworben, die Kunden haben brav gekauft. Alles war gut.

Damit kein falscher Eindruck entsteht: Die Tester machen einen tollen Job. Sie sind unendlich fleißig, akribisch genau, zuverlässig und bestimmt nicht käuflich (und das würde ich in diesen Zeiten so schnell von kaum jemandem sagen).

Mein Vertrauen in diese Testergebnisse bekam den ersten Knacks, als ich die Testergebnisse aktueller Spiegelreflexkameras mit meinen Eindrücken verglich. Da wurde mir klar, dass man nicht alles in technischen Details bemessen und auch abschließend beurteilen kann.

Über das Wein-Testergebnis will ich mich nicht auslassen, darüber haben andere bereits geschrieben. Ich kann mich ehrlich gesagt aber schwerlich darüber aufregen. Für mich ist es ein weiterer Beweis dafür, dass auch möglichst objektive Tests bei „emotionsbeladenen” Testobjekten nicht unbedingt funktionieren.

Aber eben auch ein Beweis dafür, dass von den Millionen Weintestern da draußen (von denen einige hundert auch ein Weinblog haben) eben alle Recht haben – oder keiner. Weinsprache und Weinbeschreibung ist ein ganz eigenes Ding. Und während die einen mit entsprechender Vorbildung die Wahrheit gepachtet haben und eben auch mal zu solch tollen Schlüssen kommen, dass ein ein Wein unter 10 Euro nichts taugen kann, verlassen sich die anderen lieber auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und Auszeichnungen und Medaillen.

Letztendlich wird das Thema Weinsprache, Weintest und Weinbeschreibungen noch lange ein Streitthema bleiben. Und es wird sich wohl so verhalten wie mit der Beschreibung von Kunstwerken, Bildern oder Musik: Über absolute Meisterwerke wird man recht schnell einen zeitgemäßen Konsens erzielen. Und auch über den Bodensatz, die schlechtesten Leistungen, sind sich alle schnell einig. Alles, was sich zwischen diesen Extremen abspielt muss man selbst erlebt haben, um es beurteilen zu können, um es zu mögen oder nicht zu mögen.

Passend zur Jahreszeit: Die 10 peinlichsten Weihnachtsgrußfehler

24. November 2011

10 Weihnachtspost-Fehler

Die 10 peinlichsten Weihnachtsgrußfehler ist ein Blogbeitrag im Fontblog, das sich eigentlich mit Themen wie Design, Zeichensätzen, Gestaltung beschäftigt. Und der Beitrag ist auch nicht mehr taufrisch, er stammt von 2007. Aber er wird jedes Jahr um diese Jahreszeit wieder aktuell.

Da fast alle Weingüter jetzt wieder vor der Frage stehen, wie man sich seinen Kunden am besten mit einer originellen Weihnachtspost in Erinnerung bringt, sollte man sich diese kurze Liste ruhig zu Gemüte führen. Falls es tröstet: Fast jeder hat einen der dort aufgezählten Fehler schon selbst gemacht (und ich muss zu meiner Schaden gestehen, dass das auch für mich zutrifft).

Kundenbrief, Kundenmagazin oder Email-Newsletter?

21. November 2011

Flaschenpost: Kundenbrief, Kundenmagazin, Email-Newsletter

Es gibt viele Möglichkeiten, als Winzer seine Kunden auf dem Laufenden zu halten. Die ältere Generation setzte noch auf den gemütlichen Plausch beim Besuch im Weingut. Ein Gläschen Wein, ein Gespräch mit den treuesten Stammkunden, die einmal im Jahr vorbeikommen, das war gute Kontaktpflege und Kommuniaktion.

Die nächste Generation an Winzerinnen und Winzer hat es da schwerer (und leichter): Der Kundenstamm ist heute ungleich größer. Privatkunden kaufen aus allen Ecken des Landes ein, meistens online. Vorbeikommen im Weingut, das ist vor allem zu ausgewählten Veranstaltungen möglich und auch erwünscht. Kleinere Weingüter schätzen es nicht immer, wenn rund um die Uhr Kunden anklopfen und betreut werden wollen. Andererseits ist es ja auch leichter geworden, ohne direkten Besuch Kontakt zu halten. Die eigene Website, eventuell ein Blog, dazu Dienste wie Facebook, Twitter und Google+, das sind die Mittel der Wahl für den Jahresverlauf, die hier schon vorgestellt und erläutert wurden.

Zwei oder drei Mal im Jahr aber setzen noch immer viele Winzer auf die eher traditionellen Kommunikationswege: Kundenbrief, Kundenmagazin und / oder Email-Newsletter werden dann bemüht. Vor allem in der Vorweihnachtszeit melden sich die Weingüter auf diesem Wege zu Wort und bringen sich mit ihrem Angebot in Erinnerung.

Heute wird der Kunde auch gefragt, welche Wege zur Kontaktaufnahme er bevorzugt. Über die genaue Verteilung der Sympathie für die einzelnen Kommunikationsschienen weiß man wenig. Einzig der telefonische Kontakt ist den meisten wohl am unangenehmsten. Die persönliche Ansprache am Telefon wirkt allzu leicht etwas aufdringlich und kommt auch vom Zeitpunkt oftmals ungelegen.

Was also spricht aus Sicht des Winzers und auch der Kunden für den einen oder anderen Weg?

Mit dem Kundenbrief hält man sich eher an die traditionellen Darstellungsweisen. Sein Vorteil ist eine individuelle Gestaltung und der haptische Vorteil. Außerdem wird auf diesem Wege oft die Preisliste an den Mann gebracht, Versandkosten fallen also sowieso an. Der Anteil derjenigen, die entweder gar keine Computer nutzen oder einem schicken Prospekt den Vorzug geben wird zwar geringer. Aber er umfasst auch genau diejenige Kundengruppe, die gerne und in Ruhe einkauft und dabei auch richtig Geld in die Hand nimmt: Die Silverliner, die älteren Menschen, für die oft schon ihr ganzes Leben lang der Wein eine wichtige Rolle gespielt hat und die sich durch eine große Treue zu „ihrem” Winzer” auszeichnen, schätzen diese Art von Briefpost. Zumindest dann, wenn sie informativ und schön gestaltet ist, ohne aufdringlich zu sein.

Bei jüngeren Menschen dagegen landen viele Werbebriefe gleich beim Altpapier: Für sie ist die aktuelle Preisliste auf der Website nur einen Mausklick entfernt. Und sie suchen keine vielleicht veralteten Anschreiben heraus, wenn sie Wein kaufen wollen.

Das mehrseitige Kundenmagazin ist noch einen Tick aufwändiger: Es umfasst mehrere Seiten und informiert etwas gründlicher über das Geschehen in Weingut oder Winzergenossenschaft. Diese Art von Kundenbindung ist nicht zu unterschätzen. Kaum jemand ist immun gegen optische Verlockungen eines gut aufgemachten Magazins, zumal ja von vorneherein und ohne einen Blick auf die Inhalte schon klar ist, dass hier nicht nur wie in einem Kundenbrief für Verkäufe geworben wird.

Das Anliegen, so ist es augenscheinlich, ist zunächst Kundenpflege und Kundenservice: Schau her, wir berichten Dir, was es bei uns Neues gibt. Mit den ersten schönen Fotos wird man in die meist recht übersichtlichen und kompakten Kundenmagazine „hineingezogen”, das Lesen dauert kaum länger als beim Kundenbrief und hinterlässt dennoch einen tieferen Eindruck. Kundenbindung lässt sich zahlenmäßig nicht so leicht erfassen und bewerten, hat aber gerade für die Pflege der Stammkunden einen höhen Stellenwert.

Für den Email-Newsletter sprechen gleich mehrere positive Fakten: Es ist das einzige Medium, wo der Einkauf nur einen Mausklick entfernt ist. So unmittelbar liegen Information und Verkauf nirgends mehr beisammen. Die Gestaltungsmöglichkeiten sind so gut, wie im Kundenmagazin – nur eben anders. Schöne Bilder und konkrete Informationen spielen auch hier die Hauptrolle. Anstelle der haptischen Vorteils tritt die Möglichkeit weitergehende Infos, andere Websites und Videos einzubinden. Man merkt schon: Die Zielgruppe hier ist jünger, der Umgang mit dem Computer selbstverständlich.

Und schließlich: Der Email-Newsletter ist das einzige Medium, das auch eine aussagefähige Statistik bietet: Wer öffnet den Newsletter, wie oft schaut man sich das an, auf was wird geklickt und wie oft gekauft? Auch wenn die Reichweiten des Internets immens sind und stetig wachsen: Die meistens doch recht ansehnlich Gruppe der älteren, treuen Privatkunden erreicht man damit nur unvollständig.

Was also ist nun der Königsweg? Kundenbrief, Kundenmagazin oder Email-Newsletter? Aus meiner Erfahrung ist man mit einem Mix aus allen drei Medien gut bedient, wenn man sie richtig und sparsam einsetzt. Sparsam heißt auch, diese drei Wege allmählich zu entwickeln und auszubauen und die Kunden nicht mit Kaufanreizen und Infos zuzuschätten. Entscheidend ist immer auch, für was der Kunde seine Zustimmung gibt. Ungefragte Werbung zuzusenden ist immer der schlechteste Weg. Durch die Art was und wie man es anbietet, kann man auch die Nachfrage steuern. Die Frage nach dem beliebtesten Medium sollte man immer sehr konkret gestalten und vor allem nichts versprechen, was man nicht halten kann.

Meine Einschätzung nicht nur als Macher sondern auch als Kunde:

Den Kundenbrief einmal im Jahr mit einer Preisliste zu versenden ist ein guter Kompromiss. Und wenn der Kunde weiß, dass das die einzige Post vom Weingut ist, dann wird er diese Informationen auch aufheben. Die Infos sollten so konkret und knapp wie möglich, Bilder wirklich exzellent sein. Ausführlicheres gehört auf die Website oder ins Kundenmagazin.

Der Email-Newsletter ist die zweite wichtige Säule: Nicht zu oft, immer mit konkretem Anlass, mit richtigen, zeitlich begrenzten Kaufanreizen und direkten Kaufmöglichkeiten. Statistiken auswerten und dazu lernen.

Das Kundenmagazin wirkt in dieser Reihenfolge auf Platz drei unbedeutender, als es in Wirklichkeit ist: Für die Kundenbindung haben solche Broschüren wohl den höchsten Stellenwert. Sie sind quasi die gedruckte Wertschätzung, die man seinen Kunden zukommen lässt. Es sind die am leichtesten verwertbaren und konsumierbaren Informationen. Der Weg zum Kaufanreiz ist quasi indirekt – und verfehlt dennoch seine Wirkung nur ganz selten.

Weinbauatlas Baden-Württemberg ist online

18. November 2011

Website standortkundlicher Weinbauatlas Baden-Württemberg

Einen standortkundlichen Weinbauatlas Baden-Württemberg findet man seit neuestem im Internet. Das Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau, angesiedelt beim Regierungspräsidium, hat die umfangreiche Datensammlung auf seiner Website eingerichtet.

Nachgelesen werden können nicht nur zahlreiche Informationen zu den Lagen, darunter auch meteorologische und geologische Daten. Es finden sich darüberhinaus auch Bildergalerien zu einzelnen (aber nicht allen ) Lagen.

Wer mit etwas Forscherdrang auch die kleinen Icons am oberen Rand ausprobiert, der kann sich anstellen der eher allgemeinen Infos in den PDFs auch detaillierte Kartendarstellungen ansehen zu den Einzallagen – mit detaillierten Infos zu Boden, Geologie, Hangneigung, Exposition, Sonneneinstrahlung Januar bis Dezember und Sonneneinstrahlung September-Oktober. Hinzu kommen ausführliche Beschreibungen der Weinbaubereiche.

Geografen, Meteorologen, Bodenkundlern und natürlich Winzern dürfte das Herz aufgehen bei dieser Fülle an Informationen.

Bioprodukte rund um den Wein auch bei Delinat: Aronia und Rum

17. November 2011

Bio-Randprodukte von den Biowein-Anbietern

Die meisten Bio-Weinkunden kennen das: Wer die Liste mit Bioweinen seiner Lieblings-Anbieter durchforstet, der stößt immer auch auf Produkte, die nur indirekt mit dem Thema Wein zu tun haben. Dabei sind die meisten Biowein-Erzeuger durchaus innovativ. Im Weingut Zähringer im badischen Heitersheim zum Beispiel gibt es ein kalt gepresstes Bio-Traubenkernöl, für dessen Erzeugung Wolfgang Zähringer wirklich viel Aufwand getrieben hat, damit die Temperatur auch beim Pressvorgang unter 37 Grad Celsius bleibt.

Oder Harald Steffens von der Mosel: Der Biowinzer experimentierte lang, bis er ein Rieslingtraubenkonzentrat aus schonend eingedampftem Rieslingtraubensaft anbieten konnte. In Italien als Most Cotto oder Saba bekannt ist es geeignet zum Süßen und Aromatisieren. „Der aromatische, fruchtig-karamellige Geschmack passt hervorragend zum Verfeinern von Suppen, Soßen, Desserts, Salaten und ist perfekt bei überbackenem Ziegenkäse. Nicht nur die Süße ist die Stärke, die Aromatik stellt alle anderen Sirupe in den Schatten”, schreibt der Biowinzer auf seiner Website.

Nun hat auch der schweizerische Biowein-Versender Delinat sein Sortiment erweitert. Da gibt es zum eine neue Linie mit Bio-Aroniaprodukten. Aus der kleinen, fast schwarzen Apfelbeere aus Nordamerika machte man Müsli, Fruchtsaft und Brotaufstrich (Fruchtaufstriche Quitten-Aronia und Hagebutten-Aronia).

In der neuesten Ausgabe des Kundenmagazin Weinlese wird darüberhinaus auch weiteres Bio- und fairtrade-Produkt vorgestellt: Golden Rum aus Paraguay. Dabei schreibt man durchaus selbstkritisch, dass bislang Produkte aus Übersee im Delinat-Programm aus guten Gründen tabu gewesen seien – ein erster Schritt also hin zu einer Lockerung?

Für die Aufnahme des Rums ins Delinat-Sortiment führt man die biologische Zuckerrohrproduktion an, die Kooperation mit einem Kleinbauernprojekt mit rund 800 Erzeugern sowie die umweltfreundliche Verpackung aus Altglas.