9 Prozent mehr Wein 2014

22. April 2015

Die deutschen Weinerzeuger haben nach Angaben des Deutschen Weininstitutes (DWI) 2014 rund neun Prozent mehr Wein erzeugt. Auf Basis der Ernteergebnisse des Statistischen Bundesamtes liege die bundesweit eingebrachte Erntemenge bei rund 9,2 Millionen Hektolitern und damit ziemlich genau auf dem Niveau des Zehnjahresmittels. Sie habe, so das DWI, nach der relativ kleinen 2013er Erntemenge die knappen Weinbestände wieder aufgefüllt.

An der Mosel, der Hessischen Bergstraße sowie in Sachsen beträgt das Plus gegenüber dem Vorjahr mehr als 30 Prozent, in Baden, im Rheingau oder an der Ahr immerhin noch über 20 Prozent. In den beiden größten deutschen Weinbaugebieten Rheinhessen und Pfalz, wo 2014 über die Hälfte des Weinmosts geerntet wurde, lag der Ertrag ein bis zwei Prozent über dem 2013er. Mit 5,8 Millionen Hektolitern entfielen 63 Prozent der Erntemenge auf Weißweinsorten und 3,4 Millionen Hektoliter bzw. 37 Prozent auf die roten Rebsorten.

Quelle: DWI.

Histamin im Wein: es geht auch (fast) ohne

15. April 2015

Die Heuschnupfenzeit bedeutet für viele Menschen eine große Belastung. Ursache für allergische Reaktionen ist die Bildung von Histamin als Abwehrreaktion des Körpers. Gleichzeitig ist Histamin damit aber auch an der Symptomatik von Allergien und Asthma beteiligt.

Grund genug für viele Menschen, die Histamin-Belastung in kritischen Zeiten (zum Beispiel bei starkem Pollenflug im Frühjahr) deutlich zu reduzieren. Histamin ist von Natur aus auch in vielen leckeren Produkten wie Käse und Fisch, Rotwein und Sekt und in Orangen. Der Histamingehalt im Wein lässt sich aber auch steuern: Der Stoff entsteht zum Beispiel beim biologischen Säureabbau, ein kontrolliertes Verfahren kann aber Histaminbildner auch unterdrücken.

Inzwischen gibt es schon erste professionelle Ratgeber, die Winzer und Weingüter bei der Herstellung von Wein beraten wollen, damit histaminarme Weine entstehen. Sieht man die Wellen, die die Produktion veganer Weine geworfen hat, kann man sich vorstellen, dass die Nachfrage nach histaminarmen Weinen in Zeiten sich rasch ausbreitender Allergien wachsen wird.

Wie beim Thema vegane Weine reagieren die Erzeuger mit etwas Verzögerung. Einige Winzer können zu diesem Thema gut Auskunft geben und beraten, stichhaltige Zaheln und Werte haben aber nur die wenigsten. Dieser Wiesbadener Weinshop von Monika Maria Eller wirbt damit, histaminfreie Weine und Sekte und sogar Essig anzubieten. Auf der Website kann man eine Preisliste herunterladen, auf der die Histaminwerte der einzelnen Weine angegeben sind (meistens werden Werte kleiner als 0,1 mg Histamin je Liter angegeben). Auf der Liste stehen auch einige Bio-Weine und eigene Produkte.

Zitat aus dem Werbeflyer:

Besonders freue ich mich, dass die familieneigene Weinlinie nicht nur histaminfrei ist, sondern auch ausgezeichnet schmeckt: prämiert vom GAULT MILLAU und DER FEINSCHMECKER.
Unsere Sorgfalt wurde auch durch die Europäische Stiftung für Allergieforschung (ECARF) kontrolliert und mit dem entsprechenden Qualitätssiegel für allergikerfreundliche Produkte ausgezeichnet.

Natürlich bedeutet die Feststellung der Histaminwerte auch eine weitere Belastung der Winzer: Untersuchungen wollen bezahlt sein. Und noch scheint die Nachfrage nach histaminarmen oder histaminfreien Weinen und Sekten relativ gering zu sein. Zudem lassen die strengen Bestimmungen für die Gestaltung von Wein-Etiketten sicherlich nicht zu, dass man diese Werte hier veröffentlicht. Es geht also ein weiteres Mal um Beratung, um zusätzlichen Service.

Und um Fingerspitzengefühl. Die Werbung mit gesundheitlichen Aspekten des Weinkonsums ist den Winzern untersagt, schon die Bezeichnung eines Weines als “bekömmlich” kann schwerwiegende Folgen haben. Angesichts der wachsenden Zahl von Menschen mit Allergien und Histaminintoleranz können fachkundige Winzer auf Werbe-Aussagen indes gut verzichten: Alleine die Bekanntgabe der Werte dürfte informierten Verbrauchern genügen.

Desserts mit Wein: Schokolade-Rotwein-Kuchen

8. April 2015

Desserts sind ein oft vernachlässigtes Thema im Zusammenhang mit Wein. Spontan fällt die traditionelle Weinschaumsauce ein, aber die Verwendung von rohen Eiern, die lediglich im Wasserbad erhitzt werden, macht manche Hobbyköche skeptisch. Gerade für Rotwein gibt es eine Vielzahl sommerlicher Rezepte, die mit vielerlei Früchten funktionieren.

Quasi als Vorgeschmack auf sommerliche Wein-Desserts taugt dieses für einen Rotwein-Schoko-Kuchen. Im Netz finedt man viele Variationen, auch deutsche Anleitungen. Dieses stammt von der englischen Website House & Garden und gefällt mir wegen der Mascarpone-Füllung (die ich im Sommer bei hohen Temperaturen dann nicht mehr so attraktiv finde).

Junge Generation Biowinzer

30. März 2015

Das Thema Junge Generation Biowinzer, das auch ECOVIN Baden in seiner jüngsten Pressemitteilung aufgegriffen hat, findet weiterhin gute Resonanz in vielen Medien.

Aktuell hat auch das Weingut Zähringer in seinem jüngsten Kundenbrief auf den Generationenwechsel im Haus aufmerksam gemacht, Fabian Zähringer wird dort im Laufe des Jahres seinen Vater ablösen. Damit ist die sechste Generation der Familie Zähringer im Weingut angekommen.

Heute hat auch die Badische Zeitung zum wiederholten Male das Thema Jungwinzer aufgegriffen, hier steht Felix Scherer aus Bad Krozingen für die nächste Generation junger Biowinzer.

Besten Bioweine Baden-Württemberg 2015

26. März 2015

Es gibt sie auch dieses Jahr wieder, die Besten Bioweine-Baden-Württemberg 2015. Die Verkostung findet Anfang Mai statt, in Freiburg werden die Siegerweine dann am 16. Mai vorgestellt.In diesem Jahr wollen die Badener Biowinzer die Aufmerksamkeit für die prämierten Bioweine auch dazu nutzen, andere Themen vorzustellen.

An dem Samstag, an dem die Siegerweine offiziell vorgestellt werden, beteiligt sich ECOVIN Baden auch am Aktionstag Öko-Landbau in Freiburgs Stadtmitte. Von 10 bis 17 Uhr können dann Bioweine verkostet werden, zudem gibt es zahlreiche Informationen über die Arbeit und die Erfolge der Biowinzer und es werden die Sieger der Prämierung der Besten Bioweine Baden-Württemberg bekannt gegeben.

Frühlingsstimmung: Blühende Weinberge

18. März 2015

Blühende Narzissen im Weinberg: Der Frühling kündigt sich an. Die Aufnahme entstand in Baden.

Verkostungs-Tipps & Weine beschreiben

11. März 2015

Auf der Delinat-Website wird das Thema Weine probieren und beschreiben aufgegriffen – ein weites Feld. Schier unüberbrückbar scheint die Diskrepanz zwischen Otto Normal-Weintrinker und seinem Ausruf „lecker” und den Experten, die wortgewaltige Beschreibungen verfassen und von Beeren-Aromen übers nasse Hundefell bis hin zu Schweißfüßen und Ledersätteln so ziemlich jedes riechende und schmeckende Produkt einbinden.

Der Delinat-Tipp beschränkt sich auf vier Elemente und ist einfach nachvollziehbar.

„Winzersterben” von Andreas Wagner

4. März 2015

Winzersterben Die Wein-Krimi-Szene ist in festen Händen und ziemlich übersichtlich (zumindest was den deutschsprachigen Teil angeht). Als Newcomer neben festen Größen wie Paul Grote ist Andreas Wagner vor wenigen Jahren gestartet. 2007 erschien Herbstblut, seitdem ist sich der Rheinhesse und gelernte Winzer treu geblieben: Auch hier spielt die Geschichte wieder in “seiner” Region, und die schönste Wein-Krimi-Zeit ist natürlich der Herbst.

Regionalkrimis wie dieser haben natürlich dann ihren besonderen Reiz, wenn man selbst etwas mit der Region verbindet: bestimmte Weine, eine Reise dorthin etc. Wagners Krimis bauen auf Lokalkolorit, er verzichtet auf tiefschürfende, fachspezifische Ausschweifungen und Erklärungen. Leichte Lesekost also, dazu noch brandneu: Winzersterben ist erst Ende Februar erschienen.

Generationenwechsel bei den Biowinzern

25. Februar 2015

Auch bei den Biowinzern spielt das Thema Generationenwechsel derzeit eine große Rolle: Die Pioniere des Bioweinbaus kommen allmählich in das Alter, wo man ans Aufhören denkt. Und wie in allen Bereichen der Landwirtschaft ist zweifelhaft, ob man die nächste Generation fürs Weitermachen gewinnen kann.

Die aktuelle Pressemitteilung von ECOVIN Badenn zeigt drei Familien, wo der Übergang klappt. Gemeinsam ist allen Nachfolgern, dass sie gut ausgebildet und hoch motiviert in den Beruf starten. Und dass sich für sie nie die Frage gestellt hat, ob sie ebenfalls “bio” machen: Etwas anderes kam nie in Frage.

Im Gespräch mit ihren Vätern zeigen die drei Jungen, worauf es ihnen ankommt, was bei ihnen anders sein wird und was sie von ihren Eltern übernehmen.

Die dort angehängte Liste derjenigen Betriebe von ECOVIN Baden, wo ein Generationswechsel aktuell ist zeigt, dass die drei vorgestellten Betriebe keine Ausnahmen sind.

Generationenwechsel: Jungwinzer

18. Februar 2015

“Jungfilmer meets Jungwinzer: die nächste Generation. Besser als die letzte? Schlechter? Anders!…” Peter Bender hat als Abschlussfilm an der Hochschule Mainz einen Film über Jungwinzer gedreht: Die nächste Generation.

Das ist jetzt zwar nicht speziell “bio” und bezieht sich auf die Region Nahe. Aber das Thema Generationenwechsel treibt momentan alle stark um und der Film ist gut gemacht und gibt einen schönen Einblick in diese Zeit des Generationswechsels.