„Kellergeister” im Bioweingut Weitzel

11. Februar 2014

Kellergeister

Die meisten Winzer wissen, dass trockene Texte für aktuelle Berichte aus dem Weingut echtes Interesse bei den Lesern voraussetzen. Deswegen bemühen sich immer mehr um gute und originelle Fotos.

Aktuell hat Eckhard Weitzel auf seine Website eine kurze Notiz gestellt, dass die 2012er weine ausgetrunken sind und der neue Jahrgang bald zu erwarten ist: „Unser Kellerteam arbeitet deshalb fleissig, damit die 2013 Weine bald in die Flasche gefüllt werden können.”

Mit dem Bild veranschaulicht er sehr schön, wie das „Team” in einem Familien-Weingut oftmals aussieht: Da arbeitet Eckhard Weitzel im blauen Overall vorne an der Pumpe. Und ein weiterer fegt den Kellerboden: auch im blauen Overall, auch Eckhard Weitzel. Und so zieht sich das durch das ganze Bild mit vielen Winzern, und doch sind alle ein und derselbe: mal mit den Füßen, die aus einer Tanköffnung ragen oder ganz hinten über ein Holzfass gebeugt.

Wenn der Winzer mit soviel Akribie und Spass an der Arbeit ist, dann muss man sich auch über die Weine des neuen Jahrgangs keine Sorgen machen.

OXS – OrganicXseeds-Deutschland

7. Februar 2014

Wo kommen eigentlich die jungen Bio-Weinreben her? Und all die anderen Jungpflanzen, die von den Bio-Erzeugern eingesetzt werden? Nicht alle Bio-Produzenten sind da gleichermaßen auskunftsfreudig. Manche ziehen ihre Jungpflanzen selbst, aber das ist im Weinbau nicht gebräuchlich. Andere kaufen Jungpflanzen, geben aber ihre Quellen nicht gerne preis.

Welche großes Angebot im Biobereich bereits vorhanden ist zeigt ein Blick auf die Website von

OrganicXseeds-Deutschland.

Die Datenbank zum Nachweis ist eine Anforderung gemäß den Verordnungen (EG) Nr. 834/2007 und 889/2008, in denen die Verwendung ökologisch produzierten Saatgutes und Saatkartoffeln im ökologischen Landbau geregelt ist.

Alle Bundesländer haben das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL Deutschland e.V.) beauftragt, diese rechtlich verbindliche und abschließende Dokumentation mit der Datenbank organicXseeds umzusetzen.

In die Datenbank organicXseeds.de werden die aktuell in Deutschland verfügbaren und ökologisch vermehrten Sorten von Saat- und Pflanzgutunternehmen eingestellt.

Zusätzlich ist organicXseeds auch eine Plattform, um vegetatives Vermehrungsmaterial ausser Pflanzkartoffeln anzubieten. Hier sind für die Verwendung von Vermehrungsmaterial, welches nicht nach dem Verfahren des ökologischen Landbaus gewonnen wurde, jedoch die länderspezifischen Regelungen zu berücksichtigen.

Das FiBL ist für Bio-Bauern eine Institution: Das Forschungsinstitut für biologischen Landbau mit FiBL Schweiz, FiBL Deutschland e.V. und FiBL Österreich ist in Forschung, Entwicklung und Beratung für den biologischen Landbau tätig. FiBL Schweiz entstand 1973. Einen hohen Stellenwert hat, neben der praxisrelevanten Forschung, das Angebot von massgeschneiderter Beratung und aktuellen Kursen sowie die Bereitstellung von Fachinformationen (Studien, Merkblätter, Fachbücher, Internetportale).

Februar: neue Reben für neue Weine

3. Februar 2014

Der Jahresbeginn ist eine unspektakuläre Zeit für Winzer und Weinfreunde: Wenig Sonne und Wärme, viel Arbeit, keine Touristen… Vielleicht gerade deshalb mal ein Blick auf die Arbeit der Biowinzer in der kalten Jahreszeit. Hans-Jörg Sprich erklärt und zeigt wie das geht mit dem Nachpflanzen und warum das nötig ist.

Februar 2014: Mit dem Rebschnitt die Grundlage schaffen für den neuen Jahrgang

1. Februar 2014

Rebschnitt

Bei schönem Wetter sieht man sie jetzt wieder in den Reben aktiv werden: Die Biowinzer legen mit dem Rebschnitt jetzt in der kalten(?) Jahreszeit die Grundlage für Rebenwachstum und Ertrag in der nächsten Vegetationsperiode. Wie so oft im Weinbau gehts auch hier um die schmale Balance zwischen Ertrag und Qualität: Beides maximieren, das geht nunmal nicht.

Klicken Sie auf das Bild für eine größere Ansicht.

Generationenwechsel im Bio-Weingut Richard Schmidt, Eichstetten

24. Januar 2014

Die Familie Schmidt

Generationenwechsel im Weingut der Familie Schmidt in Eichstetten am Kaiserstuhl: Schon 2013 hat Martin Schmidt die Leitung des Weinguts Schmidt übernommen. Bereits seit 2008 gehört ihm schon das Weingut Kiefer (Bötzinger Str. 13 in Eichstetten), wo man ab sofort auch die Schmidt-Weine beziehen kann (montags bis freitags von 8 bis 17.30 Uhr und samstags von 9 bis 13 Uhr). Dort befinden sich ab sofort auch das Büro und der Versand.

Badener und Württemberger kooperieren

17. Januar 2014

ECOVIN Präsentation in Freiburg

Die Termine für Biowinzer von ECOVIN Baden wurden veröffentlicht und es finden sich wie immer zahlreiche interessante Anlässe, um Biowinzer zu treffen und die Weine kennen zu lernen. Fast noch interessanter ist die Tatsache, dass Badener und Württemberg ihre Kooperation mit gemeinsamen Präsentationen fortsetzen. Nimmt man noch den Umsatnd hinzu, dass bei Präsentation und Biowein-Prämierung längst auch alle anderen Anbauverbände des Landes Baden-Württemberg mitmischen, dann ergibt sich ein toller Nutzen für den Verbraucher: So umfassend ist kaum ein anderer regionaler Überblick über Biowinzer und Bioweine.

Eine Flasche Wein öffnen – ohne Korkenzieher

14. Januar 2014

Was Leichtes zum Wochenende: Es geht wohl tatsächlich, eine Flasche Wein ohne einen Korkenzieher zu öffnen. Und immerhin haben sich bislang dafür rund 2,5 Millionen Menschen interessiert.

Aussichten 2014

7. Januar 2014

Der Jahresanfang ist immer ein guter Zeitpunkt, um vorauszuschauen, was das Jahr den Liebhabern von Bioweinen bringen kann. Über die Entwicklung der Weine selbst sollten am besten die Biowinzer berichten, an dieser Stelle also eher ein kurzer Ausblick für all diejenigen, die Bioweine kaufen und genießen.

Zunächst einmal ist es für die Verbraucher ja jetzt amtlich: „Wein, der ab dem 01.08.2012 nach den neuen Vorschriften hergestellt wird, kann als ökologischer/biologischer Wein bezeichnet werden. In diesem Fall ist die Kennzeichnung mit dem EU-Bio-Logo, wie bei allen Bio-Produkten, verpflichtend. Der Hinweis “Wein aus Trauben aus ökologischem Anbau” ist dann nicht mehr zulässig.”” Immer mehr Winzer sind jetzt dazu übergegangen, die entsprechenden Logos – EU-Bio-Logo und meistens ein zusätzliches Verbands-Logo – aufs Rücketikett zu verbannen, samt der Code-Nummer für die Zertifizierungsstelle. Die Gestaltungsmöglichkeiten auf der Vorderseite, dem Hauptetikett sind ansonsten doch etwas eingeschränkt.

Auch die Tatsache, dass Biowein jetzt tatsächlich Biowein oder Öko-Wein genannt werden muss, wird zunehmend das Erscheinungsbild prägen.

Zunehmend werden auch 2014 Biowinzer ihren Biowein über eigene Weinshops vertreiben. Zwar sehen das viele Händler nicht gerne, weil Verbraucher dann oft direkt beim Erzeuger einkaufen. Aber die meisten Biowinzer sind auf den Absatz bei privaten Kunden angewiesen, alleine über Händler und Gastronomen kann kaum jemand vermarkten. Es wird also immer mehr Einkaufsquellen geben im Internet.

Das Preisniveau passt sich zunehmend dem der konventionellen Anbieter an. Was nicht bedeutet, dass nicht auch ein Biowinzer für seine Weine einen „Zuschlag” für den Mehraufwand der biologischen Erzeugung einrechnet. Aber generell honorieren Kunden zuallererst die Qualität der Weine: Ein Bio-Siegel betrachten die allermeisten als nette Dreingabe. Da aber viele der Bio-Erzeuger durch ihre Arbeitsweise qualitativ gute Ergebnisse erzielen (was auch am relativ hohen Anteil der Bioweine bei Prämierungen deutlich wird) rechnet sich ihre Arbeitsweise durchaus.

Das hängt auch damit zusammen, dass der Bioweinbau boomt: Die Anbauflächen im Öko-Weinbau haben sich von 2006 bis 2011 in Deutschland mehr als verdoppelt, berichtet das Deutsche Weininstitut im Januar. 6900 Hektar Weinberge wurden 2011 ökologisch bewirtschaftet, das entspreche einem Anteil von rund sieben Prozent der Gesamtrebfläche. Dazu kommt der Preisdruck ausländischer, meist billigerer Weine.

Andere Hoffnungen der Bioweinerzeuger erfüllen sich wesentlich langsamer: So ist die Verbreitung der Weine aus pilzfesten Rebsorten trotz aller Bemühungen der Verbände noch nicht so richtig beim Verbraucher angekommen. Zwar gelten die Piwi-Weine bei den Biowinzer als etabliert. Aber nur die wenigsten Weinkunden können derzeit mit Namen wie Solaris, Regent und Johanniter etwas anfangen. Mit Veranstaltungen, Sonder-Prämierungen und Weinpreisen sind die Winzer auf dem richtigen Weg, auch weiterhin.

Ein Trend über den ich mir noch nicht ganz sicher bin: Es sieht so aus, als sei die Zeit derjenigen Weinblogs vorüber, die sich in Weinbeschreibungen und Verkostungen erschöpfen. Eine Zeit lang hatte man den Eindruck, dass sich fast jeder Weinliebhaber berufen fühlt, bekannte und unbekannte Tropfen zu „rezensieren”, das scheint nachzulassen.

Ein erfreulicherer Trend: Viele Winzer erkennen, dass (Bio-)Lebensmittel in erster Linie Vertrauenssache sind. Da helfen gute Informationen und sachliche Darstellungen auf der eigenen Website weiter, oder ein Facebook-Profil, das nicht nur auf Verkauf und Werbung ausgelegt ist. Noch beeindruckender finde ich, den Winzer, seine Art und seine Arbeit in Video-Porträts kennen zu lernen – allerdings in sachlicheren Darstellungen, Interviews, „Führungen” und ohne Werbe-Geschwurbel. Leiber den Winzer in den Blickpunkt stellen, als die gefühlt trilliardste Weinbeschreibung.

Nicht nur zu Weihnachten: Schokolade und Wein

2. Januar 2014

Schoko-Trüffel-Pralinen

Das Thema ist bei Weinfreunden und Feinschmeckern sehr beliebt. Es gibt ja mittlerweile auch einige Seminare und sogar Volkshochschulkurse zu diesem Thema. Wer mehr aufs Praktische und aufs eigene Erleben steht, der kann zum Beispiel Schoko-Trüffel auch relativ leicht selbst machen, wie das hier beschrieben ist.

Weihnachtsvorbereitungen

20. Dezember 2013

Ja, die Vorbereitungen laufen schon eine ganze Weile, die Vorfreude steigt. Das Weihnachtsgebäck ist sogar schon ziemlich dezimiert, von den selbst gemachten Schoko-Trüffeln müssen wir allerdings einige für die Kinder aufheben, die erste an Weihnachten nach Hause kommen.