Sonnenbrand – gibts auch bei Reben

18. Juli 2014

Und nein: Hier hilft keine Sonnenmilch. Leider gibt es auch recht wenig was man dagegen machen kann. Sonnenbrand bei Reben entsteht vorzugsweise bei starker Sonneneinstrahlung. Das halten Reben aber normalerweise aus, dafür sind sie ja gemacht. Wie beim Menschen auch gibt es aber Situationen, in denen die Haut schon etwas angegriffen ist. Wenn einige Tage lang große Feuchtigkeit herrschte, lange Niederschläge, bedeckter Himmel,dann sind die Zellen der Beeren stark gedehnt, die Zellwände werden dünn.

Kommt es danach zu richtig heftiger Sonneneinstrahlung, dann kann es eben auch Sonnenbrand geben: Die Beerenhaut ist überstrapaziert. Die Beeren färben sich dann auf der Sonnenseite braun und trocknen ein. Das ist ärgerlich für den Winzer, der im Extremfall bis zur Hälfte seiner Ernte dadurch verlieren kann. Die unterschiedlichen Rebsorten sind unterschiedlich empfindlich für diesen Prozess, von der Wasseraufnahme bis zum Sonnenbrand. Ein Patenrezept gibt es dagegen nicht.

Was der Winzer tun kann: Beim Ausdünnen der Laubwand wird normalerweise darauf geachtet, dass die Anlage gut durchlüftet ist und die Reben viel Sonne bekommen. Wenn sich kritische Situationen abzeichnen kann der Winzer dadurch gegensteuern, dass er für eine Beschattung der Trauben zur Zeit der stärksten Sonneneinstrahlung sorgt.

Limonaden selbst gemacht

11. Juli 2014

Limonaden selbst gemacht Es muss ja nicht immer Wein sein: Gerade die Sommer-Hitze verlangt zumindest tagsüber nach kühlen, alkoholfreien Getränken. Wer allerdings gerne auf Bioprodukte zurückgreift, der hat bei Limonaden eine deutlich geringere Auswahl, als bei Fruchtsäften.

Was hilft, ist selber mixen. Sirup und Saft, Sprudel und Eis, dazu ein paar frische Früchte oder Kräuter wie Minze, Dill und Basilikum – da sind der Kreativität kaum Grenzen gesetzt. Wer sich nicht auf eigene Experimente verlassen möchte, der greift auf Bewährtes zurück, wie diese Limonaden-Rezepte.

Immer mehr Cafés bieten auch hausgemachte Limonaden anstelle von Flaschenware an, auch hier kann man sich inspirieren lassen. Immer wieder überraschend sind Limonaden, die eine gewisse Schärfe haben, zum Beispiel durch Ingwer oder sogar Chili – was aber ein gewisses Fingerspitzengefühl erfordert.

Sommer-Bowlen

4. Juli 2014

Jetzt sind sie reif, die Sommerfrüchte. Und vor allem die Beeren eignen sich ja bestens dazu, frisch-fruchtige Sommer-Bowlen zu kreieren. Für mich ist das eine gute Gelegenheit, ausnahmsweise auf die nicht-trockenen Weine zurück zu greifen, die man ja öfters mal im Hause hat. So kommen auch Sekt-Geschenke mit der Bezeichnung trocken oder halbtrocken zum Einsatz.

Wer die Klassiker wie Erdbeer-Bowle, Himbeer- oder Waldmeister-Bowle schon durchprobiert hat, der kann sich an Kombinationen wagen. Von der Idee, Fruchtsäfte zum Mischen zu bewegen, halte ich wenig. Reizvoller finde ich den Einsatz weiterer Früchte, die man so vielleicht nicht ohne weiteres verbinden würde. So kann man Himbeeren zum Beispiel kombinieren mit Honigmelone. Ganz Mutige machen aus verschiedenen Melonensorten auch eigene Bowlenkreationen, die mich persönlich bislang aber nicht überzeugt haben.

Besonders lecker ist auch eine Pfirsich-Bowle, die man evt. mit Erdbeeren kombinieren kann.

Für alle Bowlen gilt: Halbtrockene Weine oder sogar süße Weine sind erlaubt, trockene Sekte oder liebliche Seccos gehen ebenfalls. Ganz auf trocken zu setzen zahlt sich auch für diejenigen nicht aus, die sonst nur trocken Weine trinken. Die Fruchtsäure gerade der Beerenfrüchte verlangt nach einer gewissen Süße, für die man nicht unbedingt auf eine Zucker-Zugabe zurückgreifen sollte.

Wein Online Award 2014

30. Juni 2014

Der Wein Online Award 2014 sieht sich als Social Media Preis der deutschsprachigen Weinbranche. Auf dem jüngsten Vinocamp wurden Blogs nominiert, am 29. die Gewinner bekannt gegeben:

In der Kategorie Initiative und Projekte wurde die Website weinlagen.info ausgezeichnet – eine Website, die ziemlich genau das anbietet, was der Name verspricht. Basierend auf einer Kartendarstellung, eher nüchtern, ein Nachschlagewerk für ambitionierte Weinkenner und solche, die es werden wollen.

Darüberhinaus wurden der beste Artikel und das beste Weinfoto prämiert. Am Samstag den 28. Juni 2014 konnten alle 130 Teilnehmer des Vinocamp Deutschland für ihre Favoriten abstimmen.

Zu den Nominierten gehörte übrigens auch Biowinzer Harald Steffens von der Mosel, der in seinem Blog einen Text veröffentlichte, den ein Freund im Stil Tucholskys geschrieben hatte. Hier erzählt er die Geschichte dazu („…nur ein Fake, ein großer Spaß für Schorsch und mich.”)

NYT-Weinvorstellung und -diskussion: German Riesling

4. Juni 2014

Weinvorstellungen in der NYT

Die New York Times hat auf ihrer Website eine monatliche Weinschule veröffentlicht, die wohl auf großes Interesse stößt. Im May gibg es um das Thema Sancerre. Vorgestellt wird immer ein Wein, nach einem Monat veröffentlicht Eric Asimov sein eigenes Urteil und die Leser-Meinungen dazu. Im Mai war das Thema ein Sancerre: ‘Listening’ to Sancerre Tell Its Story. Im April (upgedatet im May) ging es um den Beaujolais, Freed From Clichés.

Wer in Deutschland mitprobieren möchte, der kann vielleicht am ehesten in diesem Monat einsteigen: German Riesling, drei Weine von der Nahe, aus der Pfalz und dem Rheingau stehen auf der Liste.

Asimov schlägt für den jeweiligen Wein auch immer drei Weine mit Preisangaben vor (meistens über 20 US-Dollar), so dass man innerhalb eines Monats auch wirklich mitreden kann.

Die Lesermeinungen (Tasting Report From the Readers) sind etwas weniger umfangreich, als man das bei einer Zeitung dieser Größe erwarten würde. Generell ist diese unaufgeregte Art, Weine vorzustellen zwar weit weg vom Video-Hype, aber zumindest mir sehr sympathisch. Und die Gute Resonanz zeigt auch, dass es offensichtlich doch etliche Weinkenner gibt, die ausführlichere Texte in nicht allzu blumiger Weinprosa zu schätzen wissen – und auch wirklich lesen.

Die Besten Bioweine Baden-Württemberg 2014 – erstmals mit eigener Website

27. Mai 2014

Die Besten Bioweine Baden-Württemberg wurden am vergangenen Samstag in Freiburg vorgestellt. Im Rahmen der 19. ECOVIN-Präsentation konnten die 28 Siegerweine auch gleich probiert werden und Besucher konnten gleich auch die dazu gehörigen Erzeuger kennen lernen. Das Besondere von Prämierung und Präsentation: Es geht nicht um den besten Wein einer Rebsorte oder Region. Eingeteilt in die Kategorien nach der Eignung als Begleiter zu den Speisen eines Menüs ist die Prämierung sehr praxisnah und verbrauchertauglich.

Eine weitere Besonderheit ist es, dass die badischen ECOVIN-Erzeuger in den vergangenen Jahren immer wieder nach neuen und vor allem passenden Kooperationspartnern gesucht haben und mit neuen Bündnissen den Kraftaufwand für diese wohl größte regionale Biowein-Messe gestemmt haben. Die jetzige Konstellation bewährt sich seit drei Jahren und auch hier gilt: Die Lösung ist verbrauchernah.

Baden und Württemberg als Einheit

Denn während Weinkenner auch Bioweine vor allem nach Weinbauregionen und -Bereichen ordnen, strenge Grenzen ziehen zwischen Baden und Württemberg, Kaiserstuhl und Markgräflerland, orientieren sich Weintrinker gerne an regionalen Gewächsen: Weine aus dem Ländle liegen ihnen oftmals näher als solche von der Mosel oder aus Rheinhessen, aus Italien oder dem in Baden so nahen Frankreich. Dazu hat sicher auch die Diskussion um den Wert biologischer und regional erzeugter Lebensmittel beigetragen – auch wenn beim Wein logischerweise andere Kriterien gelten als beim Kopfsalat. Die Besten Bioweine Baden-Württemberg stammen aus Baden und Württtemberg und von Winzern, die hier einem der für den Bioweinbau maßgeblichen ökologischen Anbauverbänden angehören: Ecovin, Bioland, Demeter und Naturland.

Jetzt sind die Biowinzer noch einen Schritt weiter gegangen und wollen die Bestenauswahl möglichst lange im Bewusstsein der Verbraucher verankern. Während der Besuch der Präsentation oder Presseberichte im Laufe des Jahres doch aus dem Bewusstsein schwinden – lange bevor man vielleicht die interessantesten persönlichen Favoriten verkostet hat – bleiben die Ergebnisse auf der Website in einer Weise präsent, die einen häufigeren Besuch und ein Zurückkommen auf diese Bestenauswahl erleichtern soll.

www.biobest-suedwest.de

Auf www.biobest-suedwest.de werden die Weine zudem in einer Weise präsentiert, die sowohl den klassischen Weinkatalog als auch die eher dokumentarische PDF-Liste (die natürlich weiterhin erhältlich bleibt) ergänzen: Alle Weine sind mit Flaschenfotos vertreten, dazu gibts Weinbeschreibungen, die man so gebündelt bisher allenfalls als Teilnehmer der Sonderverkostungen im Rahmen der Präsentation erhielt. Und mit den vollständigen Daten und dem Link zur Website zur Erzeuger ist in fast allen Fällen auch eine direkte Bestellmöglichkeit nur noch einen Mausklick entfernt.

Zum Serviceangebot von biobest-suedwest.de gehören weiterhin die grundlegenden Informationen zur Prämierung, der Jury und der Verkostung, die aktuellen Pressemitteilungen und eine Bildergalerie. Vor allem aber haben Interessenten auch die Möglichkeit, sich über den Newsletter rechtzeitig vor der nächsten Prämierung über den Termin der Bekanntgabe der Sieger zu informieren. Und sie können auf dem gleichen Weg auch direkt danach über die Ergebnisse informiert werden. Die Informationen sind auch hier aufs Wesentliche reduziert: Keine Werbung, keine weiteren Verbraucher-Informationen über Bioweinbau etc. Dafür ist weiterhin die Website www.ecovin-baden.de der ECOVIN-Erzeuger in Baden zuständig.

[Ethischer Hinweis: Der Autor dieses Artikels macht Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für ECOVIN Baden, von ihm stammen auch Konzept und Umsetzung der vorgestellten Website biobest-suedwest.de. Dieser Beitrag ist keine bezahlte Werbung, er steht in keinem Zusammenhang mit dieser Kooperation und gibt nur die Meinung des Autors wieder.]

Praktisch: Kräuterbutter

20. Mai 2014

Mal was ganz Kurzes und Praktisches: Harald Steffens, Biowinzer an der Mosel, berichtet in seinen Bildergeschichten ja immer sehr alltagsnah und parktikabel. Dieses Mal ein kurzes Rezept für Kräuterbutter – das man dankenswerterweise auch nachmachen kann, wenn man keinen Kräutergarten oder gar eine Rieslingparzelle in Steillage mit Blick auf die Mosel hat.

Harald Steffens Empfehlung: „Auf ein frisches Baguette gestrichen, ein Glas Riesling dazu…”

Verführerisch vegetarisch

14. Mai 2014

Verführerisch vegetarisch – Gemüsegenuss für jeden Tag Vegetarische und vegane Ernährung wird für immer mehr Menschen interessant. Dabei sei dahin gestellt, ob die Flut der neuen Kochbücher und Rezepte tatsächlich mit einer Umstellung auf vegetarische / vegane Ernährung einhergeht. Oder ob der neue Trend „nur” eine auch zeitweise Abkehr von einem allzu fleischlastigen Speiseplan bedeutet.

Tatsache ist, dass auch diese Ernährungsart keinen Verzicht auf Genuss bedeuten soll: Die Rezepte sind ausgewogen und gesund, die Gerichte schmackhaft und vielfältig. Insgesamt also ein Trend, der einem moderaten Weingenuss mit guten Weinen zu feinem Essen nicht entgegensteht.

Dem kommt auch dieses Kochbuch entgegen, dass die beiden Engländerinnen Chloe Coker und Jane Montgomery verfasst haben. Die Rezepte sind eine schöne Mischung aus Variationen bekannter Gerichte und Neuschöpfungen, alle sind bebildert und schon die Aufmachung des Buches macht Lust aufs Nachkochen. Fast alle Rezepte lassen sich zubereiten, ohne dass man allzu exotische Zutaten suchen muss und auch die Zubereitung stellt für Hobbyköche keine Hürde dar. Es gibt etliche Anleihen bei Länderküchen, was aber bei internationaler Vermarktung von Kochbüchern und Rezepten längst Standard geworden ist. Mit der Rezeptauswahl kommt man gut durch den Alltag, egal ob man Umsteiger, Einsteiger oder Routinier hinsichtlich einer fleischlosen Ernährung ist.

Vorfreude: Die Besten Bioweine 2014

7. Mai 2014

Die Besten Bioweine Baden-Württemberg 2014

Am 6. Mai wurden sie in Freiburg verkostet und ausgewählt: Die Besten Bioweine Baden-Württemberg 2014. Die Badener haben mit der gemeinsamen Verkostung und Prämierung mit den Kollegen aus Württemberg und aus allen Anbauverbänden des Landes Baden-Württemberg einen erfolgreichen Weg eingeschlagen.

Auch wenn unter Weintrinkern die Landesgrenzen eigentlich wenig bis gar nichts bedeuten, und Weinbaugebiete und -bereiche ausschlaggebend sind: Die „Ländle”-übergreifende Prämierung kommt bei den Verbrauchern gut an, bei den beteiligten Biowinzern sowieso.

Das mag auch an der Hilfestellung liegen, die die Biowinzer den Verbrauchern mit dieser Auswahl an die Hand geben: Prämiert wird schließlich nicht der besten Grauburgunder, Spätburgunder etc. Vielmehr gibt es Sieger in sechs verschiedenen Kategorien, die sich an den Gängen eines Menüs orientieren. Und mit dem besten leichten Weißwein zu Salat und Vorspeisen werden in vielen Fällen halt doch mehr offene Fragen beantwortet, als mit dem von Experten ausgewählten vorgeblich besten Wein einer Rebsorte.

Die Jury dieser Prämierung ist erfrischend alltagsnah: Da gibts Winzer und Gastronomen und Weinhändler. Aber eben auch erfahrene Weinfreunde, die sich in den Bewertungsrunden ebenso einbringen, wie die Profis. Bekannt gegeben werden die Sieger übrigens erst bei der ECOVIN-Präsentation, die am 24.Mai in Freiburg im Historischen Kaufhaus stattfindet.

Die Besten Bioweine Baden-Württemberg 2014

Die Besten Bioweine Baden-Württemberg 2014

Die Besten Bioweine Baden-Württemberg 2014

Die Besten Bioweine Baden-Württemberg 2014

Gutedel-Cup im Markgräflerland

2. Mai 2014

Ende April wurden im Markgräflerland wieder die besten Weine der dort wichtigsten Rebsorte prämierte, des Gutedel. Beim diesjährigen Gutedel Cup wurden schafften es auch wieder einige Bioweine unter die ersten Plätze.

Das Weingut Feuerstein aus Heitersheim erreichte den zweiten Platz in der Kategorie Kabinett trocken, sowie ebenfalls einen zweiten Platz in der Kategorie QbA trocken. Das Weingut Rieger aus Buggingen kam hier auf den achten Platz.

Jährlich werden diese Auszeichnungen vom Markgräfler Wein e.V. in vier Kategorien vergeben. Prämiert werden die zehn besten Weine in den Kategorien „QbA trocken Markgräflerland“ und „Kabinett trocken“ sowie im Wechsel in den Kategorien „Edelsüße Weine“ und “Spätlese/Auslese” aus dem Markgräflerland. In der im Jahr 2014 erstmals eingeführten Kategorie “Selektion trocken international” werden die Top Ten der Weine aus dem Markgräflerland, aus Saale Unstrut und der Schweiz prämiert, die im Holz- oder Barriquefass ausgebaut wurden und/oder Biologische-Säure-Abbau-Aromen enthalten.

Alle Ergebnisse findet man auf der Website des Markgräfler Wein ev.