In der kalten Jahreszeit: robuste Suppen, filigrane Weine

20. Januar 2016

Wer sagt, dass Suppe und Wein nicht zusammen passen? In der gehobenen Küche ist es natürlich ein Unding: Das muss zu jedem Gang der passende Wein gereicht werden. Aber viele werden sich noch an die Sonntagsessen ihrer Kindheit erinnern. Da wurde nicht selten zur Feier des Tages ein Fläschchen Wein aufgemacht. Und nicht jeweils eines für Suppe, Hauptgang und Nachtisch. Und erstaunlicherweise passt das meistens auch heute noch ziemlich gut.

Leichter tut man sich natürlich schon, wenn man sich von der klassischen Einteilung löst und trinkt, was einem passend erscheint: Regeln wie Rotweine zu dunklem Fleisch, Weißwein zu hellem Fleisch, etc. sind hilfreich, wenn man keine Orientierung hat, welche Weine zu was passen. Wer “seine” Weine schon mal probiert hat, der kann meistens genau sagen, ob sein Lieblings-Riesling zu Suppe und Braten passt.

Noch einfacher ist es freilich, wenn es nur einen Gang gibt. Eine delikate Suppe kann gerade in der kalten Jahreszeit durchaus eine Hauptmahlzeit sein. Mein Favorit zum Beispiel sind trockene, knackig-kalte Weißweine zu pürierten Suppen wie Kartoffelsuppe oder Kürbissuppe. Dazu vorneweg ein frischer Feldsalat, das ginge schon auch als Sonntagsessen durch.

Ein aktuelles Rezept für eine selbst gemachte Kartoffelsuppe gibts hier, auch das Rezept für eine Kürbissuppe findet auf auf testschmecker.de.

Biowein-Veranstaltungen 2016!

13. Januar 2016

Der Ecovin-Regionalverband Baden hat seine Termine für 2016 veröffentlicht, zusammen mit einer kurzen Pressemitteilung: 2016: Mit bewährtem Konzept präsentieren.

Glanzlicht in diesem Jahr ist wieder zum einen die Prämierung der Besten Bioweine Baden-Württemberg 2016 und die Vorstellung der Siegerweine auf der alle zwei Jahre stattfindenden Präsentation im Historischen Kaufhaus in Freiburg. Die findet am 21. Mai statt.

Desweiteren sind alle wichtigen Messe-Termine und regionale Weinveranstaltungen. Mit im Programm ist auch dieses Jahr wieder eine Studienreise nach Georgien. Die gabs erstmals 2015, sie stieß auf großes Interesse und steht auch Nicht-Mitgliedern und Nicht-Winzern offen.

Die Termine stehen auch auf der der Seite Jahresübersicht von ECOVIN Baden.

Jordan Winery: End of Year Compilation Video

24. Dezember 2015

Sozusagen eine Art Jahresrückblick. Und ein kleiner Eindruck davon, wie die Jordan Winery offensiv und mit viel Spass die Medien nutzt. Die Videos aus dem Weingut (wenn man das bei der Größe noch so nennen darf) sind eine sichere Bank – auch wenn man zB in Deutschland lebt und schwerlich irgendwann einen der Weine genießen wird.

Ich sehe solche Aktionen ja immer auch als Dankeschön an die Kunden: Etwas zurückgeben, ein bißchen gute Laune vermitteln, ohne dabei mit einem Werbepräsent gleich wieder den Kaufaspekt in den Vordergrund zu rücken.

Frohe Weihnachten!

23. Dezember 2015

Ich wünsche schöne Weihnachtstage und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Über die Feiertage wird es hier etwas ruhiger. Ich bedanke mich fürs Mitlesen und empfehle Ihnen für die ruhigere Zeit auch meine anderen Blogs joachimott.de, testschmecker.de und gruener-fahren.de sowie meine Social Media Seiten bei Facebook, Instagram, Twitter, Google+ und Pinterest.

12 Tipps für Wein und Schokolade – wenn nicht jetzt, wann dann?

16. Dezember 2015

Die meisten Weintrinker haben es schon ausprobiert, und manchmal passts – und manchmal eben nicht: Wein & Schokolade ist ein Themenfeld, in dem gerne die Experten auftreten und Hilfestellung leisten. Bei Weinproben, Verkostungen, Seminaren.

Wer noch nicht die zündende Kombination gefunden hat und noch auf der Suche ist, der kann die ruhige Zeit über den Jahreswechsel durchaus auch für eigene Erkundungen nutzen. Man kann sich diesem Thema – wie fast jedem Thema – von verschiedenen Seiten nähern: Die Schoko-Freaks werden ihre bevorzugten Schokoladesorten bereit legen und den passenden Wein suchen. Die Weinfreunde gehen von ihren Wein-Favoriten aus.

Wer Bio-Wine bevorzugt findet übrigens bei den Schokoladen sehr viele Angebote, die ebenfalls biologisch produziert werden und fair gehandelt.

Hier ein Paar Tipps, mit denen der Einstieg vielleicht leichter fällt.

1. Nehmen Sie sich nicht zu viel vor: Ein paar wenige Kombinationen genügen für den Anfang. Ausgangspunkt sollte am ehesten der Lieblingswein sein oder die Lieblingsschokolade.

2. Greifen Sie bei den Schokoladen am besten auf die Basics zurück: Füllungen und exotische Zutaten lassen nachher keine Schlussfolgerung zu, die Ihnen bei der nächsten Wein-Schokolade-Kombination weiter hilft.

3. Die ganz trockenen Weine, vielleicht noch mit hohem Säuregehalt, sind eher schwierig zu kombinieren mit Schokolade, egal ob es süße Vollmilch-Schokolade ist oder dunkle Schokolade mit hohem Kakao-Anteil.

4. Einfacher gelingt eine treffende Kombination mit milden Weinen und süßer Vollmilch-Schokolade. Experten sagen, der Wein sollte süßer sein als die Schokolade, aber wichtiger finde ich die Geschmacksrichtung: blumige Bukettweine wie Muskateller und Gewürztraminer oder klare Basis-Weine wie Müller-Thurgau und Silvaner?

5. Richtig süße Weine wie Auslesen, Trockenbeeren-Auslesen oder Eiswein werden sich wahrscheinlich nicht als Standard-Lösung für den Alltag durchsetzen. Interessant zu probieren, am besten zu süßer Vollmilch-Schokolade, aber auf lange Sicht greifen Sie vielleicht doch lieber zu preiswerten, alltagsnahen Weinen.

6. Knifflig wirds bei Extremwerten: Sehr bittere Schokolade und Weine mit sehr hoher Säure sind schwer zu kombinieren. Sauer und bitter verstärken sich eher, diese Geschmacksrichtung gefällt nur ganz wenigen.

7. Gut zu zartbitter Schokolade mit einem höheren Kakao-Anteil (um die 70 Prozent) passen für die meisten Leute Rotweine mit etwas „Schmelz”: weiche, harmonische Weine, vielleicht auch aus dem Barrique. Das sind zwar beides „Schwergewichte”, was den Geschmack betrifft, aber sie werden oft als gute Ergänzung empfunden (meine Lieblings-Kombi!).

8. Schwierig wirds bei noch höheren Kakao-Gehalten: Bei 80 oder gar 90 Prozent hinterlässt Schokolade manchmal ein pelziges Gefühl im Mund. Tanninbetonte Rotweine verstärken diese Empfindung eher. Wenns also Kakao-Bomben sein sollen, dann vielleicht – auch bei Rotwein-Vorlieben – mal die edelsüßen Weißweine probieren.

9. Nehmen Sie die „Rand-Themen” erst in einer späteren Verkostung dran: Schokolade mit Füllungen, Nüssen, exotischen Aromen oder auf der anderen Seite Dessertweine, Portweine sollten sie nicht gleich zum Einstieg kombinieren. Auch Pralinen sind ein ganz eigenes Thema.

10. Weiße Schokolade ist ein ganz eigenes Ding, und da sie eher süß ist passt sie für die meisten Weintrinker am ehesten zu süßen Weinen.

11. Erstaunlich einig sind sich viele beim Thema Sekt und Schokolade. Ein „extra trockener” Sekt hat einen viel höheren Zuckergehalt als ein „trockener” Wein, deswegen greifen viel spontan eher zu Vollmich. Vielleicht liegts am Britzeln auf der Zunge, aber Zartbitter wird hier oft ebenfalls als angenehm empfunden.

12. Und schließlich: Vertrauen Sie auf Ihren Geschmack, anstatt an Kombinations-Empfehlungen festzuhalten. Erfahrungen in der süßen Geschmackswelt kann man in dieser Jahreszeit auch sehr gut mit Weihnachtsgebäck und Wein sammeln.

Glückwunsch für Lotte Pfeffer-Müller

14. Dezember 2015

Lotte Pfeffer-Müller

Lotte Pfeffer-Müller

Lotte Pfeffer-Müller, engagierte Biowinzerin in Ludwigshöhe und Gründungsmitglied des Bundesverbandes für Ökologischen Weinbau, ECOVIN, erhielt jetzt in Mainz den Verdienstorden des Landes Rheinland-Pfalz durch Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Die höchste rheinland-pfälzische Auszeichnung ist der Verdienstorden des Landes Rheinland-Pfalz, so wird in der ECOVIN-Pressemitteilung betont. Ministerpräsidentin Malu Dreyer verlieh ihn an Bürgerinnen und Bürger aus Rheinland-Pfalz, die Außergewöhnliches und Überdurchschnittliches für das Land geleistet haben.

Ausgezeichnet wurde Lotte Pfeffer-Müller für Ihr Engagement im ökologischen Weinbau ausgezeichnet. Sie führt gemeinsam mit Ihrem Mann Hans Müller das Weingut Brüder Dr. Becker in Ludwigshöhe. Das Weingut ist Gründungsmitglied des Bundesverbandes Ökologischer Weinbau ECOVIN im Jahr 1985 und gehört zu den Pionieren des biologischen Weinbaus. Außerdem ist das Weingut Mitglied im VDP.Die Prädikatsweingüter und im Demeter Verband.

Von 1993 bis 1995 war Lotte Pfeffer-Müller Vorstandssprecherin im ECOVIN Bundesvorstand, von 2008 bis 2015 bekleidete sie das Amt der Vorstandsvorsitzenden. In dieser Funktion war sie aktiv im Vorstand des Deutschen Weinbauverbands und im erweiterten Vorstand des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (B.Ö.L.W.). Seit 1989 ist sie Mitglied im Kuratorium bzw. Stiftungsrat der Stiftung Ökologie und Landbau (SÖL).

Lotte Pfeffer-Müller setzte sich besonders stark auf europäischer Ebene für die Belange der Biowinzerinnen und -winzer in Deutschland ein und brachte ihre Expertise in die Diskussion um die Verarbeitungsrichtlinien mit ein.

Einstimmung auf Weihnachten

10. Dezember 2015

Wer angesichts der milden Temperaturen noch nicht in Vor-Weihnachts-Stimmung ist, der kann ja versuchen, mit Weihnachtsbäckerei nachzuhelfen. Noch zwei Wochen bis Weihnachten, da kann man sich mit dem Gedanken ans selber backen schon mal anfreunden. Der Aufwand ist überschaubar und alleine vom Erlebniswert – ob man alleine in der Küche wirbelt oder mit der ganzen Familie – unbezahlbar.

Mit etwas Erfahrung hat man auch schnell raus, welche Sorte Plätzchen am besten zu den Weinen passen, die man am liebsten trinkt.

Weihnachtsgeschenke für Genießer: selbst machen oder selbst gemachtes kaufen?

7. Dezember 2015

Auf testschmecker.de gibt es in den nächsten Tagen ein paar Geschenke-Tipps für Genießer (also wenn die Beschenkten Genießer sind). Den Auftakt machen Vorschläge für Weinfreunde: Weihnachtsgeschenke für Genießer: selbst machen oder selbst gemachtes kaufen?.

Und der Titel sagt es schon: Man kann die Beispiele auch als Anregung verstehen, nach Ähnlichem zu suchen oder sich selbst an kunsthandwerklichen Aufgaben versuchen.

Adventsgebäck und Wein – neue Aromenwelten

26. November 2015

In den Läden hat die Vorweihnachtszeit längst Einzug gehalten, auch in den Haushalten beginnt mancherorts die Einstimmung auf den ersten Advent: Durch das Backen von Weihnachtsplätzchen. Vorteil der heimischen Bäckerei: Mal abgesehen davon, dass solche familiären Küchen-Aktivitäten einfach Spass machen, ist man damit nicht mehr auf die Mischungen dioverser Bäckereien und Konditoreien angewiesen. Man entscheidet selbst über seine Favoriten, den Zuckergehalt (ja, man kann einige Rezepte durchaus anpassen) und die Zutaten. Und auch darüber, ob die Plätzchen komplett in Bio-Qualität entstehen, konventionell oder nur mit einigen Bio-Zutaten.

Alte Vorlieben muss man nicht aufgeben…

Auch wenn viele Weintrinker begeistert Plätzchen und Wein kombinieren: Oft herrscht Unsicherheit, welcher Wein zu welchen Plätzchen passt oder passen könnte. Feste Regeln nach dem Motto „Weißwein zu Fisch” gibts dafür nicht. Wer begeisterter Rotwein-Trinker ist, der wird sich zu Vanillegipferln und Zimtsternen eine Flasche Roten öffnen.

Generell gilt aber, das trockene Weine oft als unharmonisch zu süßem Gebäck empfunden werden. Wenn also ein trockener Rotwein, dann am besten ein runder, harmonischer, weicher Wein, vielleicht aus dem Barrique. Ein rauher, ungestümer, südländischer Wein rackert sich in dieser Aromenwelt vergeblich ab, er sucht herzhaftere Gegner wie gebratenes Fleisch, Pasta, Pizza.

Beliebt sind hier – auch von trocken-Trinkern – Weine mit einer größeren Restsüße: Rot- und Weißweine die entweder nicht als trocken gekennzeichnet sind oder sogar bukettreiche Weine wie ein Muskateller oder ein Gewürztraminer ergänzen das Aromenspektrum der Plätzchenwelt ganz gut.

… aber neue Kombinationen sind reizvoll

Wer das süße Gebäck ganz folgerichtig als Dessert einstuft und deswegen ganz klassisch zu edelsüßen Weine greift, wie einer Trockenbeeren-Auslese oder einem Eiswein, der macht auch nichts verkehrt. Aus diesen Bereichen hat man vielleicht am ehesten Erfahrung, was einem zu Süßem am besten gefällt.

Sekt und Secco sind natürlich ebenfalls klassische Begleiter zu Plätzchen, brut muss es aber auch hier nicht sein: Die als extra trocken gekennzeichneten Sekte liegen in der Restsüße deutlich höher, anders, als vielleicht die Bezeichnung vermuten lässt und ebenfalls sehr viel höher als zum Beispiel die als trocken gekennzeichneten Weine.

Wer sich vorab über die Zuckergehalte der kann sich hier nochmal schlau machen.

Der Wein-Adventskalender von Badens jungen WinzerInnen

23. November 2015

Auch dieses Jahr gibt es sie wieder – denn es gibt sie eigentlich immer: Die Weinbox von Mitgliedern der Generation Pinot. Das sind die jungen (oder zumindest etwas jüngeren) unter den badischen Winzern und es sind auch einige Biowinzer dabei. Mittlerweile sind das ganze Jahr über diverse Weinboxen zu haben, auch 6er oder 12er-Version. Die klassische Version zum Advent umfasst 24 kleine (0,25-Liter)-Fläschchen von 12 verschiedene jungen Erzeugern aus Baden.

Sie ist erhältlich über die die Website generation-pinot.de oder über das Weingut Kiefer (info@weingutkiefer.de oder weinbox@generation-pinot.de), sowie bei allen mitwirkenden Weingütern im Markgräflerland (Weingut Blankenhorn, Weingut Rieger*, Weinhaus Rabe, Weingut Scherer*), am Kaiserstuhl (Wein- und Sektgut Gerhard Karle, Weingut Kiefer*, Kaiserstühler Winzerverein Oberrotweil eG, Weingut Weishaar, Weingut Hiss), im Breisgau (Weingut Weber), im Kraichgau (Weingut GravinO) und im Taubertal (Winzerkeller im Taubertal). [*Bio-Betriebe]

Für rund 90 Euro kann man sich also durch 24 badische Viertele probieren und neue, junge Winzer entdecken, und nutzt damit sicher das beste Preis-Leistungs-Verhältnis und den höchsten Spass- und Entdecker-Faktor. Auf der Website findet man noch weitere Weinpakete: Bis 30.11.2015 kann man noch die Herbstbox Drachenflieger bestellen (6 verschiedene 0,75-Flaschen für 67 Euro oder die Weihnachtsbox mit 12 verschiedenen 0,75-Liter-Flaschen für 135 Euro).