Infografiken zum Thema Wein iPhone Apps

14. Februar 2012

Infografiken zum Thema Wein Apps

IPhone Apps gibt es nun zu fast jedem Thema, zumindest in englischer Sprache. Ein Themenbereich, den ich persönlich für profitabel gehalten hätte ist das Thema Wein. Aber irgendwie bin ich da noch nicht recht fündig geworden mit etwas, was mich begeistern würde.

Ganz anders scheint es den Machern der Website vintank zugehen, die haben zumindest eine ausführliche und sehr anschauliche Infografik zum Thema Wein Apps erstellt. Mit etlichen interessanten Fakten, zum Beispiel, dass man fast 900 US-Dollaer ausgeben könnte für die derzeit 450 erhältlichen Apps. Die Darstellung bezieht sich aber auf englischsprachige Apps.

In einer zweiten Infografik werden übrigens die Apps in Kategorien eingeteilt und die 26 vielversprechendsten benannt.

Mittlerweile gibt es auch in deutscher Sprache eine ganz stattliche Zahl Wein-Apps, wie eine einfache Suche in Apple App-Store ergibt. Die Enttäuschung folgt auf dem Fuss: Die Bewertungen sind nicht sehr zahlreich, in den meisten Fällen auch negativ. Eine ähnliche Fleißarbeit für die deutschsprachigen Apps würde sich durchaus lohnen, das Angebot ist sehr unübersichtlich. Die Preisspanne reicht von Gratisangeboten bis zu 7,99 Euro (Gault Millau Wein Guide, Der kleine Johnson). Mit am besten bewertet wird aber zum Beispiel die Hawesko-App, die auf den direkten Weinverkauf ausgelegt ist.

Lese- / Anschau-Tipp: Facebook in Zahlen

9. Februar 2012

Auf Spiegel Online gibt es einen aktuellen Artikel samt Infografiken zum Thema Infografik: Facebook in Zahlen. Das veranschaulicht doch einige Entwicklungen ganz gut.

Wer sich das näher ansieht, der wird merken, dass Facebook wirklich die Marktmacht hat die ihm zugeschrieben wird – auch wenn sich das Wachstum verlangsamt und die Haupteffekte in den USA erzielt werden.

Ecovin Bundesverband: EU Durchführungsbestimmungen für Biowein verabschiedet

8. Februar 2012

Die Fachleute haben es gewusst, die anderen haben es wahrscheinlich nicht bemerkt: Biowein gibts nicht. Naja, formal und gesetzlich nicht. Zumindest war das bislang so: Die korrekte Bezeichnung musste lauten „Wein aus ökologisch erzeugten Trauben”. Was niemanden ernstlich daran hinderte, von Biowein zu sprechen.

Nun teilt der Ecovin Bundesverband mit: EU Durchführungsbestimmungen für Biowein verabschiedet. Und damit darf Biowein künftig auch ganz offiziell Biowein heißen. Der Ständige Ausschuss für ökologischen Landbau (SCOF) hat heute die Durchführungsbestimmungen für die ökologische Weinerzeugung verabschiedet, heißt es dazu in der Pressemitteilung. Diese werden nach einem kurzen Verwaltungsverfahren im Amtsblatt der Europäischen Union als eine Änderung der Verordnung (EG) Nr. 889/2008 veröffentlicht.

Die neuen Regeln seien das Ergebnis eines Verfahrens, das im Frühjahr 2009 begann. Durch die neuen Durchführungsbestimmungen für die ökologische Weinerzeugung kann jetzt offiziell “Bio-Wein”, auch mit dem neuen EU-Bio-Logo gekennzeichnet werden (ab Ernte 2012).

Ursache für die sprachliche Differenzierung: Da die Kellerrichtlinien nicht existierten, war die Verwendung des Logos bei Wein untersagt. Nun herrscht Klarheit in dieser Frage.

Der ECOVIN-Bundesverband schreibt:

Die jetzt vorliegenden Richtlinien erlauben eine klare Differenzierung zwischen „Bio-Wein“ und „Nicht Bio-Wein“. Sie ermöglichen es das positive Image des „Bio-Weines“ als gewachsen auf gesundem, fruchtbarem Boden, nach ökologischen Regeln erzeugt und mit deutlich geringeren zugelassenen Hilfsstoffen und oenologischen Verfahren sowie ohne Gentechnik vinifiziert, herauszustellen.

Die Biowinzer aus dem nördlichen Mitteleuropa seien mit den Ideen für die Begrenzung von Schwefel unzufrieden gewesen. Der vorliegende Vorschlag sei ein akzeptabler Kompromiss zwischen den verschiedenen traditionellen önologischen Verfahren. Auf Bio-Wein-Produzenten in Mittel-Europa würden nun neue Herausforderungen zukommen: „Vor allem werden die hochwertigen Rot-Wein-Produzenten, die das positive Image von Bio-Wein in den letzten zehn Jahren erhöht haben, unter Umständen Probleme mit mikrobiellen und sensorischen Stabilisierung ihrer Weine bekommen.”

Auf der Suche nach dem Weingut: WeinImmobilien

7. Februar 2012

Wein Immobilien

Sie sind auf der Suche nach einem Weingut, möglichst auch noch ein Bio-Weingut? Mal wieder gilt der Spruch: Im Netz gibts alles. Zum Beispiel hier: WeinImmobilien.

Wahlweise in Deutschland oder in anderen Ländern und gerne auch mal bio. Über die Preisklasse muss sich dann jeder selbst Gedanken machen.

Wer allerdings glaubt, der Genuss von einigen Fläschchen Wein und diverse Nullen auf dem Konto genügen für das Führen eines Weingutes, der sollte vielleicht doch nochmal eines der raren, aber guten Winzerblogs aufsuchen. Harald Steffens zum Beispiel beschreibt immer sehr schön, was den Alltag eines Winzers prägt, mit allen Höhen und Tiefen.

Andererseits liest man in Wein-Fachzeitschriften immer wieder von wohlhabenden Unternehmern, die ins Geschäft einsteigen, durchaus auch mit Erfolg.

Mein Favorit wäre ja das Bioweingut in England (!), vor den Toren Londons…

Wein – am liebsten aus Karaffen

1. Februar 2012

Ich weiß, dass viele Weintrinker das anders sehen. Aber ich schenke meinen Wein am liebsten aus Karaffen ein. Vielleicht hat das damit zu tun, dass Weingenuss für mich meistens verbunden ist mit gutem Essen. Und da sehe ich lieber eine Karaffe auf dem Tisch stehen.

Die echten Wein-Zähne brauchen natürlich das Etikett vor Augen, vielleicht erhält hier auch die Ausstattung der Weine größeres Gewicht, also das Drumherum mit Etiketten, Korken oder anderen Stopfen, Flaschenform etc. Ich selbst bin da sicher etwas ernüchtert: Auch die progressivsten Biowinzer setzen am liebsten auf ganz klassische, traditionelle, fast schon langweilige Etiketten und Flaschen. Muss ja auch nicht anders sein, der Wein spricht für sich.

Aber auf einem schönen Tisch mit gutem Essen macht sich eine Weinkaraffe nicht nur gut, so ein Dekanter hat auch andere Vorteile. Wenn schon Wein zu einem guten Mittagessen, dann bitte nicht zu viel: „Ich muss noch fahren” habe ich mir als Ausrede abgewöhnt. Ich brauche keine Ausrede, um mit kleinen Mengen Wein auszukommen. Eine 0,2-Liter-Karaffe reicht für zwei Erwachsene zum Mittagessen. Gegen den Durst gibts Wasser.

Und damits nicht langweilig wird, gibts auch eine kleine Sammlung verschiedner Karaffen oder Weindekanter:

Die schlichte Weinkaraffe mit der geraden Linie

1. Die praktikable fürs Mittagessen: 0,2 l für zwei Personen, aber das kann ja jeder für sich und seine Mit-Esser nach Bedarf festlegen. Die Tavola von Spiegelau (Spiegelau Karaffe Tavola (0,5 Liter)) gibts nur als 0,1-Liter-Fassung und für 0,5 Liter. Meine sieht genauso aus, ist aber ein NoName-Produkt für 0,2 Liter. Alternative wäre noch die La Rochere Karaffe “Budelle” 0,3 Liter. Besonders reizvoll aber Teuer (fast 60 Euro): Räder Design – Weinkaraffe “Wein ist Poesie in Flaschen”

Die Weinkaraffe inklusive Kühlung

2. Die Sommer-Karaffe: Die Emsa 505219 Flow Kühlkaraffe ist was für kühle Weißweine an heißen Sommertagen. Pfiffig: Nur das Kühlelement muss ins Gefrierfach (und natürlich der Wein vorher). Dann wird relativ zuverlässig gekühlt.

Die edle Weinkaraffe zum Schwenken

3. Die Edle zum Schwenken: Für unter 30 Euro bekommt man als edlere Ausführung einer Karaffe schon den Leonardo Dekanter Ecco. Macht nicht nur was her vor Gästen, sondern dient ideal dem Zweck, den Wein zu belüften (atmen lassen erscheint mir etwas übertrieben, rein sprachlich). Auch wenn ihr Winzer Ihnen rät: „Unbedingt eine Stunde vorher öffnen”, dann ist so etwas das Richtige.

Es gibt jetzt auch bei den bauchigen Karaffen ausgefallenere Formen wie die Dekantier Karaffe WINE BREATHER von WMF

Und für alle, die auch ans Spülen denken hinterher: So ein Dekantertrockner wie der “PowerPull” erscheint nur auf den ersten Blick als eine vermeidbare Ausgabe.

Die preiswerte Weinkaraffe, nicht nur zum Picknick

4. Die preiswerte, unkaputtbare: Die Domestic Karaffe 0.25L Misure bekommt man in fast jedem Supermarkt oder Haushaltswarengeschäft (gibts die auch noch?). Sie gibts in fast allen Größen und ich finde sie unschlagbar für größere gesellige Anlässe.

Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist (also rein optisch) aber mehr auf den aktuellen Vintage-Look steht, der bekommt vielleicht hier in einem Auktionshaus für wenig Geld ein außergewöhnliches Schnäppchen. Die Treffervielfalt ist auf jeden Fall schon mal überwältigend.

Organic Wine Journal – Biowein für amerikanische Genießer

26. Januar 2012

Das Organic Wine Journal

Die Welt braucht ein Organic Wine Journal, finde ich. In Deutschland finden das wahrscheinlich noch nicht so viele Weintrinker. In den USA schon: Die als ‘Your Guide to Organic, Biodynamic and Natural Wine’ titulierte Website ist nicht nur schick aufgemacht, sie gefällt auf Facebook auch bereits mehr als 1.200 Menschen.

Das bestätigt auch wider einmal die Vermutung, das Bio-Themen vor allem bei Großstädtern auf Interesse stoßen. Die Schwerpunkte der Leserschaft scheinen in New York und San Francisco zu liegen, für diese beiden Metropolen gibt es nämlich City-Guides auf der Website.

Die Website ist professionell gemacht, schön gestaltet und hat durchaus praktischen Nutzen. Der Schwerpunkt liegt auf der Vorstellung von Bio-Weinen und Bio-Winzern. Zwar ist der bereits ausgewiesene Online-Shop noch nicht aktiviert und befüllt. Dafür werden regelmäßig und mit hoher Frequenz Artikel gepostet. Darüberhinaus werden Weinbesprechungen (Reviews) veröffentlicht, sehr ausführlich, gelegentlich auch mit Videos von Lyle Fass, der selbst eine Wein-Website betreibt und auch Händler ist.

Die internationale Zusammenstellung der Bio-Weingüter ist durchaus sehr unterschiedlich befüllt: Deutschland zum Beispiel ist mit vier Betrieben mager bestückt. Besser siehts in Italien, Frankreich und den USA aus. Und die Rubrik „Learn”, in der wohl auf Fragen zu Bioweinen eingegangen werden soll, ist derzeit eine Baustelle.

Interessant ist ja auch immer, wer hinter solch einer Veröffentlichung steht, aber dazu brauchts wahrscheinlich etwas Szene-Kenntnisse aus den USA: Die angegebenen Namen (Jonathan Russo and Adam Morganstern) sagen mir zumindest nichts. Immerhin scheint kein Händler hinter der Website zu stehen, so dass man befürchten müsste, die Auflistung und Beschreibung von Weinen und Weingütern sei durch eigene Interessen „eingefärbt”.

Der eigene Youtube-Channel ist mit 63 Videos ebenfalls sehr gut bestückt und entspricht damit auch dem aktuellen Trend, möglichst viele Veröffentlichungen gleich in audiovisueller Form zu bringen.

Winterruhe in den Bio-Weinbergen

23. Januar 2012

Reben vor der Kulisse des Kaiserstuhls

Und die Ruhe ist durchaus wörtlich zu vertsehen: Während man früher bei der klassischen Winter-Tätigkeit der Winzer in den Reben das charakteristische Ratschen der Rebscheren und das Klappern der dürren Rebtriebe hörte, die aus den Erziehungsdrähten herausgezogen wurden, ist es heute sehr still bei der Arbeit. Hydraulisch unterstützte Rebscheren machen kaum noch ein Geräusch. Und um die Akkuladung, die der oft Winzer auf dem Rücken mit sich trägt, sinnvoll einzusetzen, wird vorerst nur geschnitten.

Die Reben erholen sich im Winter, sammeln – im übertragenen Sinn – Kraft für den bevorstehenden Austrieb. Nur eine länger dauernde Wärmephase könnte sie etwas aus dem Tritt bringen und die Vegetationsentwicklung später negativ beeinflussen.

Demo-Aufruf: Wir haben es satt!

18. Januar 2012

Demo-Aufruf von ECOVIN und Demeter

„Bauernhöfe statt Agrarindustrie”, so lautete das Motto der Demo, die am 21. Januar in Berlin die Politiker aufrütteln soll. Nun haben sich auch die Bioweinverbände Demeter und Ecovin diesem Demo-Aufruf angeschlossen.

Angeprnagert wird die Die Industrialisierung der Landwirtschaft und deren Folgen: Skandale, Umweltbelastungen, Artenschwund, Gentechnik und Leid für Tiere in Megaställen.

„Sie verschärft Hungerkrisen, Klimawandel und Höfesterben – und wird dafür sogar deutlich besser unterstützt als der Ökolandbau. EU und Bundesregierung fördern diese Agrarindustrie jedes Jahr mit Milliarden Euro an Subventionen.”

So schreiben Demeter und Ecovin in ihrer Pressemitteilung. Gemeinsam mit 40 weiteren Organisationen aus dem Umwelt-, Verbraucher- und kirchlichen Bereich wollen sie genau dann demonstrieren, wenn Kanzlerin Merkel und Landwirtschaftsministerin Aigner am 21. Januar 2012 die Landwirtschaftsminister und Agrarkonzerne in Berlin bei der Internationalen Grünen Woche empfangen.

Mehr Infos unter: http://www.wir-haben-es-satt.de.

Bioweine von der Tageszeitung: tazshop – taz Weine

17. Januar 2012

Bioweine von der taz

Viele Zeitschriften und Tageszeitungen scheinen ganz verrückt danach, uns Wein zu verkaufen. Von der Süddeutschen bis zur Brigitte – fast überall in den Blättern, aber auch in den Online-Angeboten der Verlage erscheinen Weinangebote. Meistens sind schon fertige Pakete geschnürt, die uns Lesern empfohlen werden.

Der erste Eindruck ist natürlich in einem redaktionell gepflegten Umfeld derjenige, dass hier die Fachleute aus den Redaktionen für uns Leser das Beste aus der Weinwelt verkostet und zusammengestellt haben. Die Wahrheit ist oft viel einfacher: Große Weinversender bieten diese Pakete schon fertig zum Bewerben an und wickeln auch die Bestellungen ab. Auch wer im Online-Versandhandel einkauft erhält oftmals zusammen mit seiner Bestellung solche „Sonderangebote”, bei denen nach dem Motto des Hamburger Fischmarktes nicht nur der Preis drastisch reduziert wird, sondern noch ein klasse Geschenk oben drauf gelegt wird.

Nun also gehört zu diesen Anbietern auch die taz könnte man vermuten: Hier im tazshop – taz Weine bewirbt sie ihre Weine, die freilich gegenüber den Mitbewerbern etwas aus dem Rahmen fallen:

Die Wein-Auswahl der taz, die taz Lese, bietet nachhaltig und ökologisch erzeugte Weine von Winzern an, die sich weitab vom Mainstream der Weinwirtschaft bewegen.

So sieht es tatsächlich aus. Das Angebot ist übersichtlich und besteht ausschließlich aus Bioweinen. Man kann einzelne Flaschen nach Gutdünken in den Warenkorb legen und es sind etliche namhafte Bio-Betriebe vertreten. Die Versandkosten sind sehr moderat (Gesamt-Bruttowarenwert bis zu 20,00 EUR: 2,50 EUR, von 20,01 bis 100,00 EUR: 5,00 EUR, ab 100,01 EUR: frei Haus.)

Schon mit dem Angebot taz-presso hat die Tageszeitung aus Berlin auf sympathische Weise gezeigt, dass sie sich sehr wohl überlegt, wie und mit welchen Produkten sie ihre Leser zum Einkaufen verführt: Der Espresso ist kontrolliert ökologisch angebaut und fair gehandelt.

Drei Wein-Trends für 2012: Was kommt?

13. Januar 2012

Drei Weintrends für 2012

Die alljährliche Vorhersage darüber, wie wohl die Ernte ausfallen wird, ist ja schon Kaffeesatzleserei: geprägt vom Bedürfnis, sich rechtzeitig in Erinnerung zu bringen und vom Bemühen, Vorfreude zu wecken. Wie ist es da erst mit den Wein-Trends für 2012? Kann man dazu überhaupt etwas sagen?

Man kann das sicher nicht in der Art einer Prophezeiung: So wird das werden. Aber wenn man die Entwicklungen in 2011 betrachtet, dann kann man durchaus mal ein paar vorsichtige Prognosen wagen. Und am Ende dann schauen, was sich erfüllt hat… Fangen wir mit den guten Nachrichten an:

Der Bio-Weinbau wird weiter wachsen.

Das war jetzt nicht schwierig vorherzusagen: Alleine der ECOVIN-Bundesverband hat im vergangenen Jahr 18 neue Mitglieder in seinen Reihen begrüßt, so die Vorsitzende Lotte Pfeffer-Müller in ihrem Neujahrsbrief. Die Nachfrage nach Bioprodukten hat 2011 angehalten, auch 2012 wird wieder jeder Skandal und jedes Skandälchen das Bewusstsein für die Qualität von Bioprodukten schärfen – zumindest zeitweise.

Piwi-Weine (Weine aus pilwiderstandsfähigen Rebsorten, die zähle ich jetzt mal auch zu den Bioweinen) werden langsam weiter an Verbreitung gewinnen. Für eine rasantere Entwicklung sind deutsche Weintrinker nach meiner Meinung zu konservativ.

Die Wein-Blogs werden ausdünnen.

Aussterben wollte ich jetzt nicht schreiben und das wird auch sicher nicht so kommen. Aber der Trend geht eindeutig zu den Häppchen-Nachrichten von Twitter und Facebook. Die Zahl der Postings in Blogs sinkt, auch die Beteiligung in Kommentaren geht zurück. Alles „liked” – oder eben auch nicht. Das muss jetzt kein Schaden sein: Den 1000. Wein-Blogger, der über seine Zufalls-Weinkäufe in epischer Breite berichtet, den braucht die Welt nicht. Gute Blogs dagegen mit gutem Inhalt und echten Infos, die werden sich halten.

Und gleich noch eine Prognose in die fernere Zukunft: Irgendwann werden diese informativen Wein-Blogs „vom alten Schlag”, mit viel Herzblut und einigem Sachverstand ausführlich geschrieben, wieder zunehmen, wenn auch langsamer, als in der Vergangenheit. Der Hype um Facebook wird irgendwann nachlassen, wenn man merkt, das Social Media als Marketinginstrument nur sehr begrenzt nutzbar ist für durchschnittliche Weinerzeuger.

Vladimir Simovic hat hier einen schönen Beitrag verfasst: Weblogs als Fels in der Brandung der Social Networks

Mehr Marktplätze für Wein

Zur Zeit gibt es neben den Erzeugern mit eigenem Weinshop ungezählte Handelsplattformen, von denen nur wenige richtig profitabel sind. Da Winzer und Weingüter immer öfter auch ihre Weine selbst im Internet anbieten, müssen die Weinversender einen Mehrwert bieten: Über den Preis werden sie sich kaum durchsetzen (bei deutschen Erzeugern auf dem deutschen Markt).

Der Schlüssel liegt in meinem Augen in intelligenten Mehrwert-Angeboten: Mehr Infos über die Weingüter, die Rebsorte, die dazu passenden Rezepte, verlockendere Versandpreise. Dazu mehr Unterhaltungswert, in welcher Form auch immer. In Suchmaschinen und manchen Textlink-Werbungen tauchen bereits seit 2010 auch Bewertungen der Händler auf. Auch die werden künftig eine wichtige Rolle spielen, der Preis ist nicht alles.

Ob sich sogenannte Flash-Sites, mit täglich wechselnden Sonderangeboten eines Weines behaupten werden, dazu wage ich mal keine Prognose. In den USA scheint das gut zu gehen.