Große Nachfrage für Biowein-Beratung

Beratungsdienst ökologischer WeinbauErfolgsgeschichten im boomenden Biomarkt sind keine Seltenheit mehr: Sie finden sich in Tageszeitungen und TV-Beiträgen, meist hübsch aufgemacht und reich bebildert. Diese kommt auf den ersten Blick etwas unscheinbarer daher: Die Jahrestätigkeitsberichte der beiden Berater für ökologischen Weinbau, Matthias Wolff und Johannes Hügle wurde dieser Tage den Mitgliedern des Beratungsdienstes ökologischer Wienbau zugestellt.

Was dort beschrieben wird, liest sich eher nüchtern und ist mit vielen Zahlen gespickt. Aber selbst dem Laien wird bei der Lektüre klar: Da bewegt sich etwas.

Der im Jahrestätigkeitsbericht für 2006 angesprochene „Boom“ im ökologischen Weinbau ist tatsächlich eingetreten, so dass er erhebliche Auswirkungen auf den Beratungsdienst hat. Innerhalb eines Jahres hat die Zahl der Mitglieder um 10% zugenommen – flächenmäßig entsprechend mehr: um 25% Beratungsfläche.

Matthias Wolff, der den Job nun schon seit Jahren macht und immer wieder um bessere personelle und finanzielle Ausstattung kämpfen muss, kann sich über den Erfolg besonders freuen: Zum einen ist ein großer Teil des Erfolgs auf die Qualität seiner Arbeit und seine Erfahrung zurückzuführen. Zum anderen ist ihm gelungen, mit dem ECOVIN-Winzer Johannes Hügle sachkundige Verstärkung zu bekommen.

Den Zuwachs an neuen Interessenten und Mitgliedern hat er bereits analysiert: Da gäbe es zum Einen die
Genossenschaftswinzer, die durch intelligente Betriebsorganisationen Teile Ihrer Genossenschaft umstellen, in erster Linie auf biologisch-organisch ohne Verbandszugehörigkeit. Sie werden versuchen damit das anwachsende Öko-Marktsegment im LEH abzudecken, schreibt er.

Auf der anderen Seite stellen immer mehr Großbetriebe („nicht selten aus dem VdP-Bereich“) auf ökologische Erzeugung um, manchmal nur schrittweise, manchmal geschlossen und immer öfter direkt nicht nur biologisch-organische Arbeitsweise, sondern gleich auf die noch anspruchsvollere biologisch-dynamische Bewirtschaftung. Wolffs Erfahrung hierzu:

Sie wissen um die höhere Weinqualität und wollen mit dieser Maßnahme Schritthalten mit ihren ausländischen Kollegen im hochpreisigen Marktsegment.“

Auch sonst lesen sich die Tätiegkeitsberichte der beiden Berater sehr beeindruckend, nennen die konkrete Gruppen- und Einzelberatungen, das enorme zeitliche Pensum und die riesigen Wegstrecken, die dafür zurückgelegt werden müssen. Dazu gehören auch kellerwirtschaftliche Beratungen, die sich immer größerer Nachfrage erfreuen und die eigenen Fortbildungen, um immer auf dem neuesten Stand zu sein.

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