Bio-Sommerweine (2): Pfälzer Pricco

Pfälzer Pricco

Deutsche Perlweine sind in den vergangenen Jahren immer häufiger aufgetaucht. Der Prosecco, der Perlwein aus einer weißen Rebsorte, die nur in Venetien wächst war das Vorbild. Er hat sich bei uns so großer Beliebtheit erfreut, dass auch deutsche Winzer an dem Boom teilhaben wollten. Und auch einige der Biowinzer haben erfreulicherweise den Trend nicht verschlafen, denn die meist in irgendeiner Form „Secco“ genannten Perlweine sind die idealen Begleiter für einen milden Sommerabend.

Mit dabei ist auch die Pfälzer Biowinzerin Christine Bernhard, die von ihrem Weingut Janson Bernhard einen Pfälzer Pricco anbietet (naja, es muss halt so ähnlich klingen wie Secco und ans Prickeln erinnern).

Das Anbaugebiet des DOC-Prosecco liegt in der Provinz Treviso in Venetien in den Hügeln der Trevisaner Voralpen. Die Pfälzer Hügel rund ums Zellertal haben schon eine gewisse Ähnlichkeit und auch der Pricco ähnelt dem Prosecco, freilich ohne eine Kopie sein zu wollen.

Die italienischen Vorbilder haben zwar auch eine große Variationsbreite, die typischen sind knackig mit viel Frucht und einem Mindestmaß an Säure. Der Pfälzer Pricco ist nach meiner Ansicht ein würdiger deutscher Ableger: Vielleicht etwas milder, dennoch fruchtig und leicht, spritzig, trocken. Und mit 11,5 % Alkohol ein idealer Sommer-Solo-Wein. Die Aufmachung ist fast schon einen Tick zu edel, der Preis mit 6,20 Euro aber noch sehr in Ordnung für einen Bio-Perlwein von guten Grundweinen.

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