Herbstlicher Genuss: Flammkuchen, selbst gemacht

Flammkuchen

Naja, genau genommen ist dieser Genuss ja nicht auf den Herbst beschränkt: Flammkuchen kann man das ganze Jahr über machen, sogar im Supermarkt bekommt man ihn schon tiefgefroren in verschiedenen Variationen.

Badische Landfrauen sind da manchmal etwas eigen und bevorzugen die badische Namensvariante Rahmkuchen, aber die Kuchen unterscheiden sich ansonsten nicht vom (eigentlich elsässischen) Flammkuchen. Früher wurden diese dünnen kuchen nach dem Brot backen in den noch heißen Ofen geschoben. Und das ist auch schon das ganze Geheimnis eines guten Flammkuchens: Ein gut gegangener Hefeteig und ein sehr, sehr heißer Ofen.

Hochsaison hat er jetzt, weil viele Straußenwirtschaften wieder geöffnet haben und dort steht er meistens nicht nur auf der Speisekarte sondern auch auf der Liste der beliebtesten Speisen ganz oben.

Er eignet sich aber nicht nur als abendlicher Begleiter zum Wein, sondern durchaus auch für ein Mittagessen mit einer handfesten Schüssel Salat und – wenn Sie vorgeplant haben – mit einem ebenfalls auf hauchdünnem Hefeteig ausgebackenen Apfelkuchen. Zur Tiefkühl-Variante müssen Sie nicht greifen: Flammkuchen geht so einfach, das ihn wirklich jeder hinbekommt.

Sie müssen nur daran denken, rechtzeitig einen Hefeteig anzusetzen, der Rest ist minutenschnell erledigt: Hefeteig aus 600 g Mehl und einem halben Würfel Hefe (es geht auch Trockenhefe und / oder Pizzamehl). Mit etwas Salz, Öl und 300 g Wasser verrühren, an einem warmen Ort gehen lassen (45 Minuten). Danach auswellen, auf ein Backblech legen (reicht für 2 Bleche) und noch mal 30 Minuten gehen lassen.

1 große Zwiebel ganz klein Würfeln, Speckwürfel (rund 300 g) bereit stellen und Reibekäse. 1 Becher Schmand (250 g) und 1 Becher Creme fraiche (150 g) verrühren, mit Salz und Pfeffer abschmeckern. Der Rahm kommt dünn auf den ausgewellten Teig, dann wahlweise kombiniert eine, zwei oder alle Zutaten, also Zwiebeln, Speck und Käse. Braucht im Ofen rund 10 Minuten, ich verzichte auf Umluft und nehme die höchste Temperaturstufe (250 Grad), gut vorgeheizt.

Dazu ein leckerer trockener Weißwein, ein knackiger Riesling ist gut. Bei mir ists ein 2007er Riesling trocken vom Bio-Weingut Iselin in Gernsbach, der wird morgen beschrieben. En guete!

5 Reaktionen zu “Herbstlicher Genuss: Flammkuchen, selbst gemacht”

  1. Martin

    Sehr leckeres Rezept haben wir gestern ausprobiert. Ziemlich simpel und schnell gemacht. Allerdings hätte ich eine Frage und zwar ob Flammkuchen eher dünn oder dick ausgerollt wird.

    Gruß Martin

  2. jott

    Hallo Martin,

    ganz dünn ausrollen, wie Pizzateig. Natürlich gibts auch Leute, die mögen eher amerikanische Pizza, also dicken Hefeteig. Aber dünn wirds knuspriger und es typisch für diese Kuchen.

    Gruß, Joachim

  3. Martin

    Hallo Joachim,
    ja wir haben einen dicken und einen dünnen gemacht. Beide waren natürlich lecker aber mir persönlich war der Dünnere lieber. Wollte nur mal Wissen, wie es “ursprünglich” gemacht wird.

    Gruß Martin

  4. Flug

    Also im Grunde sind die Geschmäcker verschieden. Für den klassischen, traditionellen Flammkuchen wird der Teig allerdings sehr dünn ausgerollt. Mir schmeckt es persönlich so auch besser. Den Weintipp nehme ich gerne mit, vielen Dank!

  5. Flammkuchen & Co. | ECOVIN Baden

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