Auch National Geographic wird grün: The Green Guide

thegreenguide.com

Im Sommerurlaub hab ich den Green Guide bereits in Schweden als gedruckte Ausgabe entdeckt und dachte noch: Hoppla, sind die Schweden grüner als wir Deutschen, dass National Geographic mit so einer „grünen“ Ausgabe hier herauskommt? Beim Lesen hat sich jeglicher Neid verflüchtigt: Die Tipps dieser Zeitschrift konnten meinen Ansprüchen an die renommierte Zeitschrift nicht standhalten.

Inzwischen ist auch die Website etwas umfangreicher geworden und – nach der Machart von Utopia.de – recht kommerzialisiert: Der Artikel über Bio-Schokolade zum Beispiel ist direkt mit Einkaufslinks verbunden. Andere Artikel zum Beispiel für Hobbygärtner enthalten direkte URL-Angaben und Preisangaben. Und man fragt sich natürlich – wie ich das mittlerweile ja auch bei fast allen Zeitschriftenartikeln tue – ob da die Auswahl nicht von Anzeigen abhängig gemacht wurde. Bei den meisten deutschen Zeitschriften bin ich mir da ziemlich sicher, oft wird gar nicht ernsthaft versucht, diesen Zusammenhang zu verschleiern.

Wie auch immer: Das Bio-Thema ist bei den großen Medien angekommen. Warum sollte es in Zeitschriften anders behandelt werden als Kosmetik oder Do-it-yourself-Artikel, Fotogeräte und MP3-Player? Wegen eines anderen, „grünen“, ethischeren Anspruchs?

Auf der deutschen Website von National Geographic, die leider weder inhaltlich noch gestalterisch mit der amerikanischen mithalten kann, gibts übrigens noch keinen grünen Ableger.

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