Genmais-Anbau gestoppt!

Wie mehrere Medienheute berichten, hat die Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) nun vor, den Genmais-Anbau zu stoppen. Das Projekt war nicht nur bei Verbrauchern zunehmend auf Ablehnung gestoßen. Auch Naturschützer und Biobauern hatten schwere Bedenken angemelodet.

Es geht vor allem um die umstrittene Maissorte MON 810, die auf knapp 3600 Hektar angebaut werden sollte. „Sie habe berechtigten Grund zu der Annahme, dass der genveränderte Mais der Sorte MON 810 eine Gefahr für die Umwelt darstellt“, so zitiert Spiegel Online heute Aigner. Diese Auffassung sei auch vom Bundesumweltministerium bestätigt worden. Damit greife eine Schutzklausel, die über EU-Recht möglich sei. „Die Bundesländer werden umgehend über diese Maßnahme informiert und werden die Einhaltung des Verbots überwachen“, so die Ministerin.

Aigner betonte, dass dies keine politische Entscheidung sei, sondern eine fachliche. Studien aus Luxemburg für ein nationales Verbot von MON 810 hätten den Ausschlag gegeben, es gäbe Risiken für bestimmte Schmetterlinge, Marienkäfer und Wasserorganismen. Der Mais des Saatgutunternehmens Monsanto ist derzeit die einzige Genpflanze, die Bauern auf die Äcker bringen dürfen. In die Pflanze ist ein Gen gegen den Schädling Maiszünsler – einen Schmetterling – eingebaut.

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