Gault Millau 2009: Lektüre für Bio-Weintrinker

Gault Millau 2009Jedes jahr Aufregung unter den Winzern: Ist man drin, steigt man auf, steigt man ab? Mann kann zu diesem Punktesystem anerkannter Weinführer stehen wie man möchte: Dran vorbei kommt man nicht. Der Gault Millau ist gleichermaßen beliebt (bei den Lesern) wie gefürchtet (bei den Winzern) weil er sich zuweilen auch launige Beschreibungen erlaubt. Die machen die Lektüre zumindest kurzweiliger.

Auf der Suche nach Biowinzern brauchts Geduld: Eine eigene Kennzeichnung gibt es dafür nicht, man muss sich schon zur Lektüre des ganzen Textes durchringen, um etwas über biologische oder biologisch-dynamische Wirtschaftsweise zu erfahren.

Lohnt sich das denn? Da ich den mehr als 800 Seiten starken Wälzer gerade erst auf den Tisch bekommen habe kann ich nur soviel verraten: Ich habe auf Anhieb entdeckt, dass das Bio-Weingut Melsheimer an der Mosel zu den Aufsteigern in die Drei-Trauben-Klasse („sehr gut“) gehört. Und dass in Baden das Bio-Weingut Klumpp die begehrte dritte Traube bekommen hat. Das zeigt, dass der Bio-Markt sich weiterhin gut entwickelt und dass sich die Lektüre ziemlich sicher doch lohnt….

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