Gojee: Rezepte ohne Ablenkung

Gojee.com: Rezepte mal anders

Drüben bei Dirk Würtz tobt eine lang anhaltende Debatte über Weinsprache, die sich auch auf Facebook fortsetzt. Offensichtlich ein Thema, das polarisiert, die Gemüter erhitzt und viele Weintrinker doch sehr stark beschäftigt.

Sozusagen als Kontrastprogramm deswegen hier ein anderes Feld, eine Art der Kommunikation: Gojee.com heißt eine noch relativ junge Website, die sich „handverlesenen” Rezepten beschäftigt. Aber sie tut das auf eine neue Art, die mir ganz gut gefällt: Die Auswahl, um zum gewünschten Rezept vorzudringen ist so einfach wie möglich gehalten, und die Bildliche Darstellung steht noch mehr im Vordergrund, als man das sonst schon von guten Rezeptseiten kennt.

Die Beschreibung von Essen und Rezepten weicht ja doch deutlich von der Art ab, in der man sich mit Weinen auseinandersetzt – dieses Beispiel überzeichnet das in meinen Augen noch.

Man kann den Vorschlägen auf der Website folgen, oder suchen: Nach Zutaten, seinen eigenen Vorlieben und Vorräten. Das wars auch schon. Das Ergebnis wird ebenso einfach dargestellt: Mit riesigen Bildern, einer kurzen Zutatenliste und einer ebenso kurzen Beschreibung. Wers ausführlicher will, der darf zur Original-Website gehen, von der man dieses Rezept seitens Gojee ausgesucht hat.

Das Neue ist also einzig die Präsentation der Ergebnisse, die Rezepte gibts jetzt schon auf den Originalseiten, sowie ja fast jedes Rezept, jede Zubereitung schon mal irgendwo ausprobiert und festgehalten wurde.

Man könnte das jetzt als Folge der Internetnutzer sehen, die eine kurze Aufmerksamkeitsspanne haben und nur kleine Häppchen an Information verarbeiten wollen. Aber das finde ich etwas zu kurz gegriffen: Die Menschen wollen nicht nur im Internet an die Hand genommen werden. Sie wollen Empfehlungen in einfacher, verständlicher Form. Beim Wein und beim Essen.

Datenbanken bei Rezepten sind Mittel zum Zweck. Expertisen und Analysen beim Wein sind ebenso für Auswertungen bestens geeignet. Aber wer Lust auf Genuss hat, der sucht meistens eben doch den einfachen Weg.

Ach ja, auch die Fotos bei Gojee sind übrigens entgegen dem ersten Augenschein keine Luxus-Ausführungen: Es werden wohl einfach die kleinen Rezeptfotos – mit Qualitätsverlust – riesig vergrößert. Ist pixelig, passt aber gut ins Konzept.

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