OLG München: Double-Opt-In-Bestätigungsemail ist Spam – Hilft die Checkliste?

manchmal erscheint einem die Rechtssprechung nicht einfach nachvollziehbar: Gerade um Internetnutzer vor unerlaubter Werbung zu schätzen, hat man sich das findige „Double-Opt-In”-Verfahren ausgedacht: Nach einer (vermeintlichen) Anmeldung für einen newsletter oder Werbebrief geht eine Bestätigungsmail an die Empfängeradresse raus.

Hat derjenige wirklich selbst einen Newsletter angefordert, klickt er auf die Bestätigung und gut ist. Hat er das nicht getan, ignoriert er diese Mail und erhält damit künftig auch keine unerlaubte Werbung.

Nun wurde festgestellt, dass bereits das Zusenden einer Bestätigungsmail unter Spam fallen kann. Was bleibt dann noch, um eine Newsletter-Anmeldung zu ermöglichen? Soll der Kunden einen Brief schicken, ein Fax senden? Natürlich unaufgefordert und ganz von selbst…

Gerade Winzer und Winzergenossenschaften sind gerade erst dabei das Instrument Email-Newsletter fürs Marketing zu entdecken. Und viele Kunden empfinden das Verwalten dieser Newsletter – von denen man sich auch jederzeit per Mausklick wieder abmelden kann – weitaus angenehmer und sicherer, als wenn Sie ihre Daten (meistens eben auch noch zusätzlich die Adressdaten) herausgeben, damit ihnen aufwändige Broschüren ins Haus geschickt werden.

Nun wurde das Thema auch aus rechtlicher Sicht noch einmal von anderer Seite beleuchtet: OLG München: Double-Opt-In-Bestätigungsemail ist Spam – Aber nicht, wenn Sie diese Checkliste beachten | I LAW it – Rechtsanwaltskanzlei Schwenke – Social Media-, Online-, Marketing-, Urheber- und Datenschutzrecht in Berlin. Demnach könne man – mit einigen Vorkehrungen – durchaus auch ruhigen Gewissens eine (werbefreie) Bestätigungsmail verschicken.

Mit einem professionellen Mail-System mit Datenbankeintrag ist das recht gut umzusetzen, ich habe die Newsletter meiner Kunden bereits umgestellt auf dieses Verfahren. Und hoffe, dass damit auch in Zukunft gearbeitet werden kann.

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