Weinshops im Aufwind – kleine Bilanz für 2012

Zum Jahreswechsel habe ich meinen Shop-Kunden wieder eine kurze Statistik zugeschickt, die die Entwicklung der Weinshops zeigt. Nachdem ich damit im vergangenen Jahr ausgesetzt hatte, kamen prompt wieder Nachfragen, so dass ich diesen Service jetzt wieder fortsetze.

Ohne ins Detail gehen zu können mit den Daten meiner Kunden: Die Entwicklungen sind generell gut. Bei allen Betrieben. Die Umsätze liegen durchweg im fünfstelligen Bereich und alle Shops verzeichnen einen Zuwachs gegenüber dem Vorjahr.

Außen vor bei diesen zusammenfassenden Betrachtungen bleiben immer diejenigen Weinshops, die erst im Laufe des letzten Jahres dazu gekommen sind.

Freilich enthüllt auch diese Statistik – wie die meisten – nichts grundlegend Neues: Die Kunden kommen aus Deutschland, sie kaufen am meisten in der Vorweihnachtszeit, am wenigsten zum Jahresbeginn. Weitere Spitzen lassen sich zumeist durch besondere Aktivitäten wie Messe-Teilnahmen erklären. Die Statistiken von angeschauten Artikeln und gekauften Artikeln stimmen nicht überein. Was auch damit zusammenhängt, dass die Verkaufsdaten nicht von denen in anderen Verkaufsbereichen unterscheiden: Artikel in unteren Preissegmenten erreichen wie überall auch hier größere Absatzmengen als hochpreisige Artikel. Solange die Besucher auch die hochpreisigen Artikel mit Interesse ansehen, ist das alles ok, finde ich.

Werbemittel werden sehr spärlich eingesetzt, das höchste der Gefühle ist ein Newsletter mit Angeboten, Text- oder Bildanzeigen werden in der Regel nicht genutzt.

Nach meinen bisherigen Erfahrungswerten stelle ich neuen Interessenten mittlerweile für das erste vollständige Jahr Umsätze von mindestens 10.000 Euro in Aussicht. Wobei ich das sehr vage formuliere, nur als Anhaltspunkt. Ich hatte allerdings noch keinen Betrieb, der das nicht erreicht hat. Wer einige Zeit dabei ist, der erreicht ein Mehrfaches davon – wohlgemerkt ohne weiteren finanziellen Aufwand für Werbung etc.

Ich würde jetzt gerne behaupten, dass die Aufmachung meiner Shops gute Umsätze garantiert, wenn man meinen Vorschlägen für Gestaltung und Versandkosten folgt. Aber ehrlicherweise sind andere Faktoren dominanter: Wer, wie es so schön heißt, internetaffin ist, wer weiß, wie das Netz tickt und sich dort öfters herumtreibt, der hat in der Regel auch beim Weinshop leichter Erfolg, als jemand, der so gar nichts mit dem Thema anfangen kann.

Und wer einen großen Kundenstamm hat (die Betriebsgrößen sind ja ganz unterschiedlich), der hat automatisch eben auch mehr Kunden im Onlinebereich.

Einen klaren Zusammenhang erkenne ich zwischen Umsatz und anderen Aktivitäten: Vor allem ein gut gepflegter und interessanter Newsletter befeuern das Onlinegeschäft ganz nachhaltig, ebenso die Aktivitäten im Social Media Bereich. Dazu braucht es freilich mehr als einen gelegentlichen Facebook-Eintrag: Die Posts auf der Website und bei Facebook müssen regelmäßig kommen, dem jeweiligen Medium und seinen Besuchern angepasst sein. Auf Facebook besteht die Kunst darin zu werben, ohne Werbung zu machen. Was letztlich durch Inhalte geschieht – wie auch auf der eigenen Website. Facebook-typische Befindlichkeitsäußerungen helfen nicht weiter. Und möglichst sollte das Ganze auch noch durch die Newsletter-Schiene unterstützt werden.

Also Website, Facebook und Newsletter als ein Dreieck, in dessen Mitte der Weinshop sitzt und von den Aktivitäten profitiert. Die Kunden, für die ich alle drei Bereiche betreue, kommen schneller in der Umsatzentwicklung voran, als andere.

Generell bin ich mit dem was ich mache und was ich für meine Kunden erreiche sehr zufrieden: Ich bin kein Werber, der große Slogans raushaut, plakativ wirbt oder einfach den Mund zu voll nimmt. Ich bin Journalist und ich arbeite auch in diesem Bereich, wo es um den Verkauf geht, nach meinen Regeln: Inhalte liefern, gut und regelmäßig informieren, das Ganze gut aufbereiten und ansprechend darstellen. Und ich freue mich, wenn ich damit Erfolg habe.

Eine Reaktion zu “Weinshops im Aufwind – kleine Bilanz für 2012”

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