Wein und Architektur: Verführung zum Genuss

Weinarchitektur ist den USA schon länger ein Thema. Kein Wunder: Dort gibts mehr Platz und mehr Freiheiten beim Bauen. Dass das Thema jetzt auch in Deutschland angekommen ist, zeigen nicht nur einige mutige Neubauten von Weingütern.

Auf dem 61. deutschen Weinbaukongress in Stuttgart (23. bis 27. April) gibt es unter anderem eine Veranstaltung „Wein,Tourismus und Architektur”. Dabei auch einen Beitrag mit dem Titel ECOWINERY – ein Konzept zur nachhaltigen Weinarchitektur mit Joël Rochard (Director sustainable department, French Wine Institute, Epernay, Frankreich).

Ebenfalls vorgestellt werden auf der Intervitis in Stuttgart die Sieger des Architekturpreises Wein. Mit Unterstützung des Wirtschaftsministeriums und der Weinbauverbände pflegt die Architektenkammer Rheinland-Pfalz das Thema Wein und Architektur seit Jahren mit dem Architekturpreis Wein, im Programm des Tages der Architektur und mit Symposien für die Fachleute vom Wein, vom Bauen und im Tourismus.

Bei dem zum dritten Mal deutschlandweit ausgelobten Preis hat der Südwesten die Nase vor, heißt es dazu in einer Pressemitteilung: Neun der insgesamt 15 nominierten Betriebe kommen aus Rheinland-Pfalz, vier aus Baden-Württemberg sowie je einer aus Bayern und Hessen. Die Verleihung des Preises findet Ende April auf der internationalen Technologiemesse für Wein, Obst, Fruchtsaft und Spirituosen INTERVITIS INTERFRUCTA 2013 in Stuttgart statt. Die ersten beiden Preise in Deutschland zu diesem Thema wurden 2007 und 2010 ausgelobt und haben viel Beachtung gefunden.

Vierzig interessante Bewerbungen aus ganz Deutschland habe es gegeben. Regelmäßig sorgten die prämierten Projekte aus allen deutschen Anbaugebieten für Aufmerksamkeit und fanden Nachahmer.

Im September 2012 hatten das rheinland-pfälzische Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten, der Deutsche Weinbauverband und die Architektenkammer Rheinland-Pfalz den Architekturpreis Wein nach 2007 und 2010 zum dritten Mal ausgelobt. Die nun bekannt gegebenenen fünfzehn Nominierungen wurden durch eine Fachjury mit Vertretern aus der Architektur- und der Weinszene ausgewählt. Bis zur Preisverleihung in Stuttgart bleibt die genaue Zuerkennung von Preisen, Auszeichnungen und Anerkennungen allerdings geheim.

Nominiert ist unter anderem das Bio-Weingut Abril in Bischoffingen am Kaiserstuhl.

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