Vegan for fit

Vegan for fitVegan for Fit. Die Attila Hildmann 30-Tage-Challenge (Diät & Gesundheit)Due Buchszene für Koch-, Wein- und Genussbücher hat sich gewandelt: Standen vor nicht allzu langer Zeit noch Fernsehköche mit ihren gedruckten Werken auf den vorderen Plätzen der Bestsellerlisten, so findet man nun unter den Top Ten – und auf den dicken Stapeln am Eingang größerer Buchhandlungen – vor allem ein Thema: Vegetarisch und vegan.

Wie die Auflagen dieser Bücher im Verhältnis stehen zum tatsächlichen Essverhalten sei mal dahingestellt. Unbestreitbar ist: Das Interesse ist sehr groß. Aber das ist ja bei den Kochbüchern generell genauso: Dass viele Starköche von den Buchrücken in unsere Wohnzimmer blicken heißt ja nun auch nicht, dass überall fein gekocht (und vernünftig eingekauft) wird.

Einer der Bestseller in dieser Sparte ist Vegan for Fit von Attila Hildmann. Und ein wichtiger Aspekt dieses Buches ist das Abnehmen: In 30 Tagen durch vegane Ernährung fitter werden und abnehmen. Ein weiteres Heilversprechen von einem Guru-ähnlichen Autor?

Mein Blick ins Buch überzeugt mich zwar nicht komplett von einem dauerhaften Umstieg auf vegane Ernährung – aber das will das schicke Lifestyle-Kochbuch ja auch gar nicht. Zieht man das verkaufsfördernde Drumherum ab (der Autor im Vorher-Nachher-Look, viele Lifestyle-Aspekte und Erfolgsstorys), dann bleibt eigentlich nichts Erschreckendes übrig, im Gegenteil: Das Konzept ist praxistauglich und überschaubar, die Rezepte nachvollziehbar und attraktiv. Nüchtern betrachtet bleibt ein Konzept übrig, das auf vernünftige Ernährung setzt mit frischen, nicht allzu exotischen Zutaten und viel Bewegung. Klar kann man damit abnehmen, wenn man bei der Stange bleibt. Und: Klar kann man damit auch genussvoll leben.

Vom gleichen Autor gibts noch ein paar andere Bücher dieser Art, alle verkaufen sich wie geschnitten Brot – auch das ein Hinweis, dass ein nicht gerade überladenes Konzept mit übersichtlicher Dauer einer guten Aufmachung zum Erfolg werden kann. Sympathisch für viele Einsteiger in die Materie ist sicher, dass vegane Ernährung hier nicht ideologisch überfrachtet wird: „30 Tage Urlaub für Deinen Körper” oder „Warum 30 Tage kein Weißmehl” – das klingt noch nicht danach, dass man sein ganzes Leben ändern muss oder besondere Einschränkungen erleiden muss.

Messen lassen muss sich dieses Programm, wie alle anderen auch, letztlich daran, wie gut man es in der Praxis umsetzen kann, zum Beispiel auch dann, wenn die ganze Familie mit am Tisch sitzt oder wenn man seine Mahlzeiten in den Pausen während der Arbeit zu sich nimmt.

Mein Fazit: Ein guter Einstieg in die vegane Ernährung und ins Abnehmen, geringe Hürden, leichte Umsatzbarkeit und überschaubare Anforderungen und Dauer.

Kommentarfunktion ist deaktiviert