Paul Grote: Tödlicher Steilhang

Paul Grote: Tödlicher SteilhangTödlicher Steilhang Ein weiterer Wein-Krimi von Paul Grote, dieses Mal ist der Untertitel Mord an der Mosel. Steillagen, Riesling und ein paar Tote also. Dazu der bewährte Mix aus Weinbauthemen, Einblicken ins Winzerleben und Lokalkolorit.

Grote recherchiert seine Weinkrimis stets gründlich: Vieles von dem, was in der Fitkion vorkommt, hat einen wahren Kern. Wobei die bekannten Weinorte und Weingüter natürlich in keinster Weise etwas mit finsteren Machenschaften zu tun haben. Aber die bekannten Namen sorgen dafür, dass die Weinkenner und diejenigen, die es werden möchten, sich leichter mit dem Geschehen identifizieren können. Und wahrscheinlich hat das Erwähnen der bekannten Namen auch einen positiven Effekt für den Autor: schließlich dürften sich die Winzer in der Regel auch etwas gebauchpinselt fühlen, wenn sie namentlich in den Krimis erwähnt werden.

Letztlich, das werden wohl auch die Moselwinzer so sehen, ist einiges natürlich arg klischeehaft abgehandelt. Aber das ist das Recht des Künstlers und die Pflicht des Schreibenden, Dinge zu verkürzen und auf einen (spannenden) Punkt zu bringen.

Wer also schon diverse Rieslinge von der Mosel probiert hat oder das noch vor hat, der erweitert seinen Horizont durchaus mit der spannenden Lektüre. Und wer auf den Geschmack gekommen ist und die Regionen der Grote-Krimis literarisch bereist, der bekommt einen guten Überblick über die Eigenheiten der Weinbauregionen. Die Lektüre sei empfohlen, den passenden Mosel-Wein muss sich jeder selbst dazu aussuchen.

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