Sonnenbrand – gibts auch bei Reben

Und nein: Hier hilft keine Sonnenmilch. Leider gibt es auch recht wenig was man dagegen machen kann. Sonnenbrand bei Reben entsteht vorzugsweise bei starker Sonneneinstrahlung. Das halten Reben aber normalerweise aus, dafür sind sie ja gemacht. Wie beim Menschen auch gibt es aber Situationen, in denen die Haut schon etwas angegriffen ist. Wenn einige Tage lang große Feuchtigkeit herrschte, lange Niederschläge, bedeckter Himmel,dann sind die Zellen der Beeren stark gedehnt, die Zellwände werden dünn.

Kommt es danach zu richtig heftiger Sonneneinstrahlung, dann kann es eben auch Sonnenbrand geben: Die Beerenhaut ist überstrapaziert. Die Beeren färben sich dann auf der Sonnenseite braun und trocknen ein. Das ist ärgerlich für den Winzer, der im Extremfall bis zur Hälfte seiner Ernte dadurch verlieren kann. Die unterschiedlichen Rebsorten sind unterschiedlich empfindlich für diesen Prozess, von der Wasseraufnahme bis zum Sonnenbrand. Ein Patenrezept gibt es dagegen nicht.

Was der Winzer tun kann: Beim Ausdünnen der Laubwand wird normalerweise darauf geachtet, dass die Anlage gut durchlüftet ist und die Reben viel Sonne bekommen. Wenn sich kritische Situationen abzeichnen kann der Winzer dadurch gegensteuern, dass er für eine Beschattung der Trauben zur Zeit der stärksten Sonneneinstrahlung sorgt.

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