Kirschessigfliege

Nun ist sie da. Sie ist klein und schwarz, liebt süße, dunkle, reife Beeren und stammt eigentlich aus Asien. Die Kirschessigfliege macht den Obstbauern das Leben schwer – und nun auch den Winzern. Ersten vorsichtigen Warnungen folgten schon bald die Meldungen von einem Befall, auch in Baden und Württemberg.

Offensichtlich gibt es ein Spritzmittel, das auch Biowinzer verwenden dürfen – aber es ist bienengefährlich, erfordert also einige Vorsichtsmaßnahmen von Seiten der Winzer. Wenn sie das Mittel denn überhaupt bekommen. Von vielen Seiten heißt es, es sei ausverkauft.

Das ist noch keine Katastrophenmeldung. Der Herbst scheint ganz gut zu werden für die Winzer, Qualität und Ertrag machen Hoffnungen auf einen guten Jahrgang. Es kann passieren, dass frühe Rotweine, die befallen sind, früher geerntet werden und als Rosé oder Weißherbst verarbeitet werden. Es kann auch passieren, dass es beim Rausschneiden befallener Trauben deutliche Ertragsreduzierungen gibt.

Bei den Winzern ist die Besorgnis groß, es gibt viele Ratschläge, fundierte Artikel und einige Informationsveranstaltungen. Vor drei Jahren ist die Kirschessigfliege hier erstmals aufgetaucht, bislang machte sie vor allem den Obstbauern zu schaffen. Die Winzer überlegen jetzt, welche Bekämpungsmaßnahmen am erfolgversprechendesten und am wenigsten umweltschädlich sind. Erhöhter Aufwand, erhöhe Kosten und eine Reduzierung der Ernte scheinen unvermeidlich. Die Ausmaße, so zuimndest die jetzigen Schätzungen, scheinen sich noch in Grenzen zu halten.

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