Brunos Kochbuch: frankophile Krimi-Küche geht auch mit deutschen Bioweinen

Man muss nicht besonders frankophil sein, um die Romane von Martin Walker über den französischen Kommissar Bruno zu kennen. In der Krimi-Szene, in der regionaler Bezug eine zunehmend bedeutendere Rolle spielt, ist der sympathische Kommissars aus dem Perigord eine feste Größe. Und wie so oft in diesem Genre geht es nicht nur um die touristischen Vorzüge der Region, sondern auch um die Themen Kochen und Genuss (und Wein). Nur logisch, dass der Verlag jetzt nach einer stattlichen Zahl von Krimis auch endlich ein Kochbuch nachlegt: Brunos Kochbuch: Rezepte und Geschichten aus dem Périgord.

Nach dem Motto „Das Auge isst mit” erwartet der verwöhnte Leser vielleicht mehr Regionalfotos und vor allem mehr Bilder der zubereiteten Gerichte. Aber da ist der Verlag wohl doch eher der schriftstellerischen Darstellung treu geblieben. Dafür gibts denn auch Küchennotizen von Bruno, die manchen Krimileser und Hobbykoch wieder versöhnen. Ohne Zweifel bekommt man für knapp 30 Euro heute auch stattliche und sehr aktuelle und umfangreiche Kochbücher, die gut bebildert sind und eher themenorientiert.

Aber die Zielgruppe dieses Kochbuches dürften eher die Krimileser sein, denen bei der Lektüre schon bislang das Wasser im Munde zusammen lief.

Fast unnötig zu erwähnen, dass die allermeisten dieser französischen Rezepte und Gerichte vor allem auch mit guten Weinen als Begleiter funktionieren. Das macht den Dreiklang aus Krimilektüre, Kochen und Weingenuss schon ziemlich perfekt.

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