2015: Trockenheit, gesunde Trauben und keine Kirschessigfliege

Der Sommer 2015 hat so seine Eigenheiten: Zwischen Südbaden und der Mosel freuen sich Biowinzer (nur teilweise) über anhaltenden Sonnenschein und geringe Gefahr für Pilzinfektionen, weil es überall ziemlich trocken ist. Genau diese Trockenheit und die Hitze macht aber Winzer und Reben zu schaffen.

Harald Steffens berichtet von der Mosel hier und hier über die Sorgen, die ihm der Wassermangel bereitet (auch wenn die Situation gerade etwas entschärft wurde). Und auch aus Baden gibt es zufriedene Stimmen (weil die Trockenheit offensichtlich nicht nur schlecht für Pilzkrankheiten ist, sondern auch für die Kirschessigfliege), etwas getrübt durch die Sorge um die Folgen der Trockenheit. Dazu gehört unter anderem das geringe Beerengewicht: Durch geringere Wassereinlagerung wachsen die Trauben langsamer und bringen bei der Lese, die voraussichtlich in Baden bei den früheren Sorten in der zweiten Septemberwoche beginnen wird, weniger Gewicht auf die Waage.

Aus Württemberg erfährt man, dass dort Reben bewässert werden, teilweise werden Winzer dort über einen geringeren Wasserpreis unterstützt von den Gemeinden.

Nach derzeitiger Einschätzung wird das aber gut ausgeglichen durch einen guten Ertrag, der auch nicht durch Pilzerkrankungen beeinträchtigt wird.

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